Was ist der Unterschied zwischen Vorurteil und Klischee?

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Ich würde mal sagen, dass ein klischee ein gerücht ist, das von einer breiten Gruppe von menschen erstellt (und vertreten) wird. vorurteile kann jede einzelne person entwickeln

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Das denke ich auch. Vorurteil wäre, wenn ich jetzt jemanden mit Streber aussehen ( sry, mir fällt keine Beschreibung ein) treffe, und sofort denke, ach wieder so ein Spießer, obwohl ich ihn gar nicht kenne. Und Klischee wäre es, wenn ich sage ,,Männer denken immer nur an das eine". Etwas für eine größere Gruppe, was auch etwas typisches, teilweise wahres ist.

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Vorurteil= eine bereits vor einem gesicherten Urteil feststehende Meinung, die, aufgrund nicht umfassender Kenntnisse der Sache revidiert werden müsste. Ein Vorturteil kann im positiven als auch im negativen Sinne unzutreffend sein. Klischee= ein Abklatsch, eine billige Kopie von etwas oder jemandem, nachgemacht und merkbar nicht erreicht. Eine Klischeevorstellung z.B. Anna Nicole Smith wäre wie Marilyn Monroe... Stereotype= eine ganz niedrige Auflösung von Typisierung, z.B. nordisch ist blond und blauäugig. Dazu passt der Ausdruck "typisch". Der rassige Südländer, der musikalische Farbige etc. Feindbild= ein negatives Vorurteil über Menschen legen, das Weglassen/ Ignorieren von menschlichen Gemeinsamkeiten und Notwendigkeiten, das Schüren von Ängsten der eigenen Gruppe gegenüber einer ganz bestimmten Fremdgruppe durch distanzieren, spalten und schlechtmachen, dadurch eigene Gruppenstärke generieren, die zu feindlichen Übergriffen führen kann

Habt Ihr schon mal erlebt, wie es sich anfühlt, wenn das eigene klischeehafte Vorurteil Lügen gestraft wurde?

Pauschale Vorurteile gegenüber ganzen Nationalitäten, klischeehaftes Denken, Über-einen-Kamm-Scheren von Individuen einer Gruppe oder Nationalität, unbekannterweise sozusagen - das ist sicher allen ein Begriff. Aber was, wenn sich das Vorurteil als falsch erweist?

Aufhänger für meine Frage ist der Film von und mit Gerhard Polt "Man spricht Deutsch". Er hält einem dabei sehr wirksam den Spiegel vor, und all diejenigen, die den Film nicht verstehen und nicht witzig finden, sind genau die, um die es geht. Die Handlung des Films entlarvt Klischees als falsch und diejenigen, die sie immer wieder anwenden, als einseitige verbohrte unverbesserliche Kreaturen, die sich ihrerseits klischeehaft verhalten.

Dazu gibts ne Story: meine Mutter, unterwegs mit einer Busreise, ließ irgendwo in Italien beim Händewaschen in einem Autobahn-Rasthof ihre zwei Ringe liegen (Gold, einer davon mit kl. Brillanten, sie hatte sie ja unbedingt mitnehmen müssen ^^^!). Der Bus fuhr wieder ab, und als meine Mutter später merkte, was passiert war, kamen von allen Seiten die Unkenrufe: " Italien? Raststätte? Die Ringe sieht sie nie wieder!" Soweit vom Klischee her alles klar.

Zuhause wurde dann telefoniert und (im Vor-Handy-Zeitalter) alles in Bewegung gesetzt - und man stelle sich nur vor, was da Ungeheuerliches geschah: die Ringe waren gefunden worden, man hatte gewartet, bis man die Vermisstmeldung erhielt. Und um ja kein Risiko einzugehen, bewahrte man die beiden Goldringe dort auf, bis ein Jahr später ein Bus des gleichen Unternehmens wieder Station machen würde. Und so geschah es, dass meine Mutter ihre Ringe zurück erhielt!

Diese Geschichte legt nahe, dass es viel mehr ehrliche als unehrliche Menschen gibt.

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