Tischleindeckdich Moral?

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2 Antworten

Ich vermute mal, Du hast vom Begriff Moral eine falsche Vorstellung - dabei geht es um Wertvorstellungen, nicht um Sex!

Das Märchen stammt aus einer Zeit, wo Frauen oft früh verstarben - meist im Kindbett. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass der Vater allein mit seinen drei Söhnen und der Ziege lebt. Die Jungs sind noch jugendlich und müssen erstmal einen Beruf erlernen, kommen also erst ins heiratsfähige Alter, als sie nach vollendeter Ausbildung heimkehren - wobei ihnen der hinterhältige Wirt noch eine soziale Lehre erteilt, nämlich die, niemandem so arglos zu trauen.

Der Inhalt dieser Geschichte hat mit Frauen überhaupt nichts zu tun, die Moral von der Geschicht ist, dass man etwas, das man sich erarbeitet hat, auch schützen muss, weil die Welt voller Lug und Trug ist.

Der Vater ist eher ein Trottel, der seinen Söhnen nichts glaubt und auch nichts zutraut - bis er eines Besseren belehrt wird. Seine Sturheit am Anfang der Geschichte bewirkt jedoch, dass die Söhne in die Welt ziehen und dort was Gescheites lernen - beim Vater, einem armen Schneider,  hätten sie nur gelernt, anderer Leute Klamotten zu flicken.

Und die Dörfler, die die betrogenen Söhne erst verspotten und dann beneiden, sind typisch für das kleinkarierte gemeine Volk. Insofern ist das Märchen eine tolle soziale Studie über das Leben.

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Die Leichtgläubigkeit des Vaters, der blindlings seiner Ziege vertraut, die Friegiebigkeit der 2 Söhne, die vom Wirt übertölpelt werden, der Erfolg der der Bescheidenheit und einfachsten Gabe des Jüngsten, der nur einen Knüppel bekam und dennoch damit erfolgreich wurde.

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