Silberschale mit unbekannter Punze?

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Deutsches, ich meine echtes, Silber, muß seit 1884 (Reichsgesetz von 1882) mit Zahlen gestempelt sein, anfangs 800, danach 825, 835 bis hin zu 950. Diese Zahlen zeigen, wieviel Anteil Silber in der Legierung enthalten ist., z.B. bei 800er, sind 20% anderes, z.B. Kupfer Metall, mit dem das Teil legiert ist. Das macht man, weil pures (1000er) zu weich wäre. Diese Bezeichnungen gelten aber hauptsächlich in Deutschland, dabei steht, bei älterem Silber noch Halbmond und Krone (nur in Deutschland). Andere Länder haben andere Stempel, manchmal auch die 3-stelligen Zahlen. 

 Ich kenne die Stempelung "Silver" sehr gut, so wird heutzutage manchmal in China z.B. gestempelt, das ist Silber, wieder andere Länder schreiben "Sterling (925er).". Hier kannst Du davon ausgehen, daß es sich um echtes Silber handelt. Da die diversen Hersteller-Länder natürlich auch diverse Stempel haben (manchmal auch solche, die irreführen, weil es kein Silber ist, gibt es Prüfmethoden. In früheren Zeiten war das der Tremulierstrich, eine Zickzacklinie, ich vermute man kannte noch nicht die heutige Prüfmethode. 

Diese sieht so aus, und wird von Juwelieren, Pfandhäusern und Edelmetallankaufgewerbe benutzt: Es gibt da den schwarzen Schieferstein und diverse Flüssigkeiten zum 'Testen. Für Silber und jede Goldkaratzahl eine extra chemische Lösung (bis vor einiger Zeit war die nur im Großhandel für Goldschmiede und anderer Handel mit Gewerbebescheinigung zu kaufen, denke es ist heute auch noch so. Denn es handelt sich dabei um chemische Flüssigkeiten. Das funktioniert so: Das zu prüfende Teil streicht man über den Stein so daß es darauf eine Spur hinterläßt. Diese wird mit der jeweiligen Flüssigkeit bestrichen, und wenn die Flüssigkeit diese Spur wegmacht, also löscht, ist das Teil nicht das, wofür die Flüssigkeit gilt.

Hat Dein Goldschmied so geprüft? Denn allein vom draufgucken kann man fast nie sicher sein. Ich weiß das alles, weil ich bis vor einiger Zeit ein Antikgeschäft hatte, wo unter anderem Silber und alter Schmuck angeboten wurde. Da habe ich öfters diese Prüfmethode angewendet.

Tipp: Wenn Du noch mal so etwas wissen möchtest, gehe zu einem Edelmetallankäufer und tue so als ob Du verkaufen willst. Der prüft und macht ein Angebot. Brauchst Du aber nicht dazu lassen und kosten tut es auch nichts.

Vielen Dank für die ausführliche Antwort.

Der Goldschmied hat unter anderem mit der Schieferstein-/Chemikalienmethode und einem Magneten getestet. 

Guter Tipp mit mit dem Edelmetallverkauf.

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Es handelt sich dann um eine versilberte Schale; bei (engl./amerk.) Echtsilber müsste Sterling Silver und/oder 925 gepunzt sein.

Nachdem keine weitere Punze gestempelt wurde, handelt es sich eher um  Massenware und keine bekannte Silbermanufaktur, d.h. der Hersteller lässt sich nicht zuordnen.

Vielen Dank für die Auskunft.

War grade beim Goldschmied: die Schale scheint tatsächlich echt zu sein.

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@Sonicbang1

Sehr gerne.

Hat der Goldschmied den Säuretest gemacht bzw. wie hat er die Echtheit festgestellt?

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