Studieren mit 3,0 Durchschnitt?

9 Antworten

Dir stehen Tausende von Studienangeboten allein in Deutschland offen! Google einmal unter "zulassungsfreie Studienangebote" oder dergl. Bei denen hast Du bei Interesse schon eine Studienplatzgarantie. Bei den anderen (zulassungsbeschränkten) werden nur im Falle eines Bewerberüberhanges (mehr Bewerber als Studienplätze) Auswahlverfahren durchgeführt nach Note und Wartezeit.

Mit wirklich großen Wartezeiten hast Du nur bei wenigen Fächern zu rechnen wie z.B. Medizin, Tier-, Zahnmedizin, Pharmazie oder Biochemie.

Du fängst das Ganze verkehrt an: Nicht zuerst suchen, was Du vielleicht mit deiner Durchschnittsnote studieren könntest sondern erst mal abklären, was Du beruflich machen willst und welche Ausbildung (welches Studium) Du dafür brauchst. Meist gibt es da mehrere Wege, so dass es für den Fall, dass der vorgesehene Studiengang nicht erreichbar sein sollte (die meisten Studiengänge werden für dich erreichbar sein), Du mit Überlegung und ggf. fachlicher Hilfe (Berufsberatung oder Zentrale Studienberatung der gewünschten Hochschule) fast immer ein geeignetes alternatives Studium finden wirst.

Ihr Deutschen und euer NC.... bei uns in Österreich fragt da keiner nach - und wenn du die Matura mit einem 4.0 Schnitt bestanden hast - du bist zum Studium zugelassen. Sieh es mal so, was sagt eine Mathematik Note über die Fähigkeiten eines Juristen aus?

Gar nichts. - das ist auch der Grund warum bei uns alle Maturanten zur Uni zugelassen sind. Für manche Studiengänge brauch man eine Aufnahmeprüfung - aber sicherlich keine super Note in Mathe um einen tollen NC zu haben.... sinnlos.

Achja und im übrigen ist das auch der Vorteil warum viele Deutsche Studenten zu uns flüchten ^^ Ist bei uns halt einfach nicht unnötig schwer, und Deutsche bekommen einen Steuervorteil wenn sie nach dem Studium im Land bleiben.

So ein Blödsinn. NC's sind nicht beliebig festgelegt und haben NICHTS mit einem Leistungsnachweis zu tuen, sondern basieren ausschließlich auf Angebot und Nachfrage. Wenn es 100 Studienplätze gibt und sich 20.000 bewerben, ist der NC halt schon mal im 1er-Bereich.

Wo ich Dir recht geben muss ist, dass mehr fachbezogene Leistungstests notwendig sind, aber die sind nunmal mit enormen administrativen Kosten verbunden, (die indirekt alle Steuerzahler zahlen müssten, weshalb man meistens auf die wesentlich unbürokratischere Methode des NCs zurückgreift.)

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@BWLstudent92

"So ein Blödsinn. NC's sind nicht beliebig festgelegt und haben NICHTS mit einem Leistungsnachweis zu tuen, sondern basieren ausschließlich auf Angebot und Nachfrage."

Niemand behauptet etwas anderes ;)

In Deutschland wird ausschließlich nach der Abiturnote ausgewählt, in Österreich (und vielen weiteren Ländern) hingegen anhand eines Auswahltests, was viel fairer ist und auch eine größere Aussagekraft besitzt. Die Kosten kann man auch anders decken, das beweisen genügend andere Länder, in denen es prima funktioniert. Wenn man nur die besten Bewerber zulassen möchte, so sollte man sie auch direkt vergleichen.

PS: Genau genommen bedeutet "NC" "beschränkte Anzahl" und steht für die Anzahl der verfügbaren Studienplätze.

PSS: "Wenn es 100 Studienplätze gibt und sich 20.000 bewerben, ist der NC halt schon mal im 1er-Bereich" Diese Schlussfolgerung ist falsch.

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@Johannax32

Sehe ich auch so - hab nie behauptet dass NCs beliebig festgelegt sind - sage einfach nur dass sie sinnlos sind - also auch wenn sich 20.000 Bewerben - warum nicht einen Aufnahmetest machen und da die besten nehmen - ist doch viel fairer als nur die zu nehmen die in der Matura/Abitur super waren. Zumal man beim Aufnahmetest auch noch spezifischer fragen kann und so mehr Selektierungsmöglichkeiten hat.

Ich etwa hab genau heute meine Matura abgeschlossen - Notenschnitt: 2.0

Gibt es jetzte also einen 1.9er NC dürfte ich nicht in dem Studienfach an der Uni studieren.. ergibt für mich keinen Sinn. Danke Gott auf Knien dass ich Österreicher bin ^^ Jetzt kann ich mich ganz entspannt am Freitag fürs Jusstudium (Jura) eintragen - Eintragungsfrist geht bis Mitte September und ist unbegrenzt.

Und wenn sich halt 1.300 angemeldet haben dann werden auch 1.300 Studienplätze geschaffen ^^ Muss keine Aufnahmeprüfung machen und genieße jetzt erstmal den Sommer :P

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@Johannax32

Was ist an der Schlussfolgerung bitte falsch? Wenn sich bei wenigen Plätzen viele Leute bewerben ist üblicherweise (in der Praxis immer) der erforderliche Notenschnitt höher, da eben nur die besten genommen werden.

Davon abgesehen werden in Deutschland eben nicht ausschließlich Studienplätze über NCs vergeben. Es gibt eine Reihe an Studiengängen und Unis, die Auswahltests durchführen...

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@BWLstudent92

Du gehst davon aus, dass unter diesen 20.000 Bewerbern min. 100 mit einem sehr guten Abiturschnitt sind. Das muss so nicht sein, es ist nur wahrscheinlich. Dennoch können diese Bewerber auch alle nur einen Schnitt von 3,5 oder schlechter haben. Daher ist diese Schlussfolgerung falsch. Zumal hier auch keine willkürliche Auswahl stattfindet: Wer bereits in der Oberstufe weiß, dass sein Notendurchschnitt unwichtig ist, kann alles lockerer angehen.

Eigentlich hast du es selbst bereits erfasst: "ist üblicherweise (in der Praxis immer) der erforderliche Notenschnitt höher"

"Es gibt eine Reihe an Studiengängen und Unis, die Auswahltests durchführen."

Für wenige (und eher spezielle) Studiengänge wie Kunst oder Englisch.

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@Johannax32

oder ,unspezielle' Studiengänge wie Medizin.
Die Schlussfolgerung ist vielleicht nach akademischen Maßstab bzw. nach akademischer Definition falsch. Praktisch ist sie jedoch richtig.

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@BWLstudent92

Auswahltests für Medizin? Das wäre mir neu. In der Bestenquote wird ausschließlich nach der Note ausgewählt. Im AdH MUSS der Notendurchschnitt die Hauptrolle bei der Auswahl spielen. Aber auch bei der Wartezeitquote kann er eine untergeordnete Rolle spielen bzw. tut es seit Jahren sogar.

Die wenigen Nebenauswahlfaktoren, die es an wenigen deutschen Unis im AdH als "Boni" gibt, verhelfen selten einem 2,2 Kandidaten zu einem Studienplatz. Zumal die Auswahlkriterien auch sehr unterschiedlich sind. Nicht an jeder Uni wird der TMS akzeptiert. Auch ist er nicht verpflichtend. Wer hingegen eine 1,0 hat, aber in der Bestenquote knapp an der Zulassung gescheitert ist, wird an fast jeder Uni, außer Regensburg und Erlangen, auch ohne Boni einen Platz bekommen.

Die Auswahl findet somit NICHT durch Auswahltests statt. Das würde nämlich bedeuten, dass ausschließlich dieser Test die Entscheidung über eine Zulassung oder Nichtzulassung trifft. Und dafür müsste es erst einmal einen einheitlichen, verbindlichen Test geben...

Auf hochschulstart.de findest du alles weitere.

"Die Schlussfolgerung ist vielleicht nach akademischen Maßstab bzw. nach akademischer Definition falsch. Praktisch ist sie jedoch richtig"

Nein, eine Schlussfolgerung kann nur richtig sein, wenn sie wirklich richtig ist, nicht nur wahrscheinlich ;)

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Möglich ist alles. Es kommt immer auf die Uni und deine Itneressen an.

Studienngänge mit 3.0 sind immer besuchbar. Wenn du dich nicht entscheiden kannst oder informieren willst, gibt es immer Informatiosntage oder spezielle Projekte von Unis um sich Informationen holen zu können.

Es kommt auch auf dein Lernverhalten und deine persönliche Bereitschaft an, neue Dinge zu lernen.

Wenn du wirklich einen Studiengang für dich interessant findest könntest du auch ein Teststudium machen und dir die Fächer dazu ansehen

In der Regel kannst du fast alle Ingenieurstudiengänge auch mit einem schlechten Abi anfangen. Da gibt es sehr häufig keinen NC mehr. Medizin kannste wohl vergessen und bei Wirtschaft wird es schwierig werden einen Platz zu kriegen.

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