Stimmt es, dass Ein- und Ausschalten mehr Strom bei der Leuchtstoffröhre braucht als brennen lassen

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Wenn eine Leuchtstoffröhren ausgeschaltet ist braucht sie keinen Strom. Aber eine Leuchtstoffröhre hat nur eine bestimmte Anzahl von Einschaltvorgänge. Aber rechnen wir doch einmal: Sagen wir der startvogang würde 5 Sekunden dauern. Die Röhre verbraucht 40 Watt in der Stunde und nehmen wir an das der Startvorgang dem Stromverbrauch von 5 Minuten entspricht. das sind dann 40 Watt /60 Minuten * 5 Minuten = 3.333 Watt. Un das in 5 Sekunden sind auf die Stunde hochgerechnet: 3.3333 / 5 * 3600 sind 2400 Watt. Das sind 10 Ampere und bei schnellen Schaltautomaten würden dir die immer wieder rausfliegen. Eune Kombination mit zwei Leuchtstoffröhren könntest du so auf gar keinen Fall starten. und bedenke, dass es bei den heutigen Systemen nicht mal mehr zwei Sekunden dauert, bis die Röhre brennt. Heutige Röhren vertragen auch mehr Startvorgänge als frühere. So ab etwa 5 Minuten sollte man das Licht ausschalen, weil die Stromersparnis dann grösser ist, als die verkürzte Lebensdauer kostet.

Hört sich sehr gut an. Du sprichst hier aber von Annahmen und spekulierst mit irgendwelchen Zahlen. Am Ende zählen aber Fakten.

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@emjay

Bitte lies doch mal in Wikipedia nach, wie eine Leuchtstoffröhre funktioniert. Deine Fakten werden noch schlechter, wenn du mit einer halben Stunde rechnest!! Dann sind das nicht 10 Ampere sondern 60!! und dann fliegen dir selbst träge Schaltautomaten raus. Und moderne Neonröhren zünden in zwei Sekunden, dann wären das schon 150 Ampere!! Da fliegen selbst träge Sicherungen und schaltautomaten raus.

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Hier wird ein wenig hemdsärmelig mit den Begriffen Watt, Ampere und Stromverbrauch herumgerechnet.

Watt ist die Einheit für Leistung und errechnet sich aus Strom mal Spannung. Stromverbrauch gibt es eigentlich gar nicht sondern Energie, das ist Leistung mal Zeit. Also nicht Watt durch ... sondern Watt mal..., Eine Röhre verbraucht nicht 40 Watt in der Stunde, sondern 40 Wattstunden. Die Spannung wird in der Rechnung gar nicht berücksichtigt außer bei der wundersamen Berechnung der 10 Ampere. Ein schneller Schaltautomat (bei uns ist im Allgemeinen die B-Charakteristik im Einsatz) fliegt aber nicht bei 10 Ampere raus, sondern erst bei 16 - zumindest in halbwegs modernden Installationen. Alles in Allem ein großes Kudddelmuddel.

if gepostet and not Füsikbuchgelesen then Blamage

Nix für ungut

Shag d'Albran

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@shagdalbran

Einverstanden. Aber dann rechne du doch mal sauber vor wieviel Strom denn eine Leuchtstoffröhre verbrauchen würde, wenn sie in der zeit, in der sie Zündet gleich viel Energie verbraucht, wie wenn man sie ein halbe Stunde oder eine andere beliebige Zeit, brennen lässt.

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@Fritz64

Hat mich interessiert, also habe ich mich mal nach Antworten umgesehen.

Zunächst noch einmal: es wird kein Strom verbraucht! Es wird Energie verbraucht (naja physikalisch gesehen eigentlich auch nicht so richtig aber wir bezahlen halt mal an die EVU die Energie und nicht den Strom).

Dass der Anschaltvorgang wesentlich mehr Energie verbraucht als der Betrieb, ist wohl eine irrige Annahme. Ich habe die Antwort gefunden, dass der Zündvorgang für eine halbe Sekunde soviel Energie verbraucht wie der Betrieb für eine Sekunde. Damit wäre die ganze Rechnerei für die Katz.http://de.answers.yahoo.com/question/index?qid=20071108085800AAUpGRE

Was jedoch stimmt, ist, dass der Zündvorgang die Lebensdauer senkt. Da diese aber ohnehin sehr hoch ist - im Vergleich zu einer Glühbirne - fällt auch dieses Argument flach.

Bleibt noch der Zündvorgang bei defektem Starter. Das geht tatsächlich auf die Röhre, die innerhalb von wenigen Stunden so stark altern kann, dass die Lebensdauer abgelaufen ist. Hier hilft ein elektronisches Vorschaltgerät oder ein Starter mit Sicherung.

Alles in Allem wird ein häufigeres An- und Abschalten die Kosten nicht nennenswert in die Höhe treiben.

Zu Deiner eigentlichen Frage:

Der Leistungsaufnahme verhält sich umgekehrt zu den Zeiten weil die Spannung am Zähler gleich bleibt, also kann man den Dreisatz anwenden. Wenn die Zeiten sich um den Faktor 150 (2 Sek / 5 Min.) unterscheiden, wird die Leistungsaufnahme entsprechend steigen (40 W zu 600 Watt, das entspricht 2,6 A) - da fliegt noch kein Automat.

Shag d'Albran

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@shagdalbran

Also dieser Kommentar ist der erste, der sich wirklich um eine Antwort bemüht. Es wird sich doch schon irgendjemand dem Thema experimentell gewidmet haben? Das kann man doch einfach mal messen? Ich habe leider die Ausrüstung dafür nicht, sonst ständ hier schon das Ergebnis.

Ich geh solange erst mal insbesondere bei den heute üblichen Energiesparlampen e27 davon aus, dass es wirtschaftlicher ist die Kellerbeleuchtung auszumachen als anzulassen und dann zu vergessen. Aber meine Frage bleibt weitgehend offen: ab welcher durchschnittlichen Nutzungsdauer ist denn nun eine Neonleuchte vom Stromverbrauch günstiger als eine vergleichbar helle Glühbirne?

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noch eine Anmerkung zur Leistung und zu den Sicherungsautomaten.

Leuchtstofflampen ( und nicht Neonröhren) werden mit Wechselspannung betrieben.

Die Leistung in Watt wird hier nicht aus Strom mal Spannung sondern Strom mal Spannung mal cos phi berechnet.

Strom mal Spannung ergibt die Scheinleistung in VA (Voltampere) um hieraus die Leistung in Watt zu errechnen muss der Leistungsfaktor bekannt sein. z.B. bei einer 58 Watt Leuchtstofflampe ca.

230 V x 0,42 A = 96,6 VA mal den Leistungsfaktor (geschätzt bei einer nicht kompensierten Leuchtstofflampe wie im Haushalt üblich)

96,6 VA x cos phi 0,6 = ca. 58 Watt

Ein Sicherungsautomat löst auch nicht beim erreichen der 16 A sofort aus. Je nach Stromstärke kann das Millisekunden bis Stunden dauern bis der Automat auslöst.

Der Automat löst bei einer bestimmten Stromstärke aus nicht bei einer erreichten Leistung. Bei einem Leistungsfaktor von 1,00 können Verbraucher bis 3680 Watt angeschlossen werden, bei einem Leistungsfaktor von 0,5 ist die Maximallast bereits bei ca. 1800 Watt erreicht.

Wenn die LS-Lampen nicht kompensiert sind werden 16 A wie im Beispiel beschrieben schon bei ca. 38 Leuchten a 58 Watt erreicht. (ohne den Verbrauch des Vorschaltgerätes)

Ist Unsinn, da der Starter der Leuchtstoffröhre weit aus mehr verbraucht, als die Röhre selber. Man sollte also nicht immer wenn man den Raum verläßt, die Röhre ausmachen, wenn man innerhalb der nächsten halben Stunde wiederkommt. Dann lieber anlassen!

naja, wenn es eine halbe Stunde ausbleibt das Licht, bringt es schon etwas. Es ist nur unsinnig, wenn man es jedesmal ausmacht, wenn man nur mal kurz weggeht.

Beim einschalten verbrauchen Neonröhren und Energiesparlampen kurzfristig mehr elektrische Energie, aber nach nur wenigen Sekunden "Aus" hat man sich die wieder zusammengespart, also:

immer Aus! für die Umwelt. Und die Stromrechnung.

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