Soziale Arbeit Studium

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Ich musste über mein Studium feststellen, dass es unglaublich viele Kommilitonen gibt, die in anderen Studiengängen viel besser aufgehoben wären als in der SA. Nach dem Abitur habe ich einiges ausprobiert, mit ein paar Hindernissen gekämpft, aber die Sozialarbeit sollte es immer sein und ist es geworden. Nun stehe ich vor dem Abschluss, schreibe meine Facharbeit und würde jederzeit wieder den gleichen Weg gehen. Wenn ich ehrlich bin, würde ich auch bei einer Wiederhokung nicht sofort nach dem Abi damit anfangen. Angeblich kann das ja jeder studieren, aber grundlegende Inhalte die für die Arbeit mit, am und für den Menschen im Rahmen der SA notwendig sind, kann man nur schulen- nicht erlernen. Ich wäre mir mit 18 noch nicht darüber im Klaren gewesen, welche Tragweite meine Arbeit in der Zukunft haben kann und welche Möglichkeiten ich habe, an der allgemeinen Situation meiner Zielgruppe etwas zu ändern. Mit hätte auch die schulische Denkweise und die mangelnde Lebenserfahrung im Weg gestanden, ein eigenständiges Berufsbild zu entwerfen oder kritisch die Theorie und bewährte Praxis zu hinterfragen. Egal welcher Studiengang es werden soll, seine Wahl will wohl überlegt und gut durchdacht sein.

Ich kann dir nicht sagen, was du tun oder lassen sollst, aber vielleicht helfen dir folgende Fragen, dich erst ein mal mit der Thematik: Studium oder Ausbildung auseinander zu setzen. Erst wenn du das sicher weißt, kannst du dir Gedanken um eine Studienrichtung machen. 1. Wo liegen meine privaten Interessen? --> Zeiteinteilung; Schwerpunkte; 2. Welche Kompetenzen habe ich? --> Was ist für welche Interessen nützlich? Anschließend: Was ist für welchen Beruf nützlich? 3. Welche Nachrichten interessieren mich bzw. über welche denke ich nach und/oder suche nach Verbesserung? --> Wo liegt dein Fokus. 4. "Ich möchte mit Menschen arbeiten". Was heißt das eigentlich für mich? 5. Mit welchen Menschen kann ich gut umgehen und welche Zielgruppen gehen für mich gar nicht? 6. Welche Berufe interessieren mich wirklich und warum? 7. Was will ich verändern? 8. Pro/Kontra Ausbildung 9. Pro/Kontra Studium 10. Pro/Kontra Alternativen wie FSJ oder BFD 11. Wo will ich ganz persönlich (und nur für mich gesprochen) hin. --> Klammere die Erwartungen deiner Familie und Freunde mal aus und betrachte nur deine eigene Vorstellung deiner Zukunftsperspektive.

Ausbildungsalternativen:

Rettungswesen, Altenpflege, Erzieher, Heilerzieher, Physiotherapie, Logopädie, Ergotherapie

Studiengänge:

Integrative Gesundheitsförderung, Heilpädagogik, Religionspädagogik,

Tipp: Schnapp dir die Ausbildungs- oder Studienführer. Tolle Bücher und es ist alles drin, was aktuell auf dem "Bildungsmarkt" vorhanden ist.

Ich hoffe ich konnte dir ein bisschen helfen. Liebe Grüße und viel Erfolg bei der Entscheidung

Ich habs zwar nicht studiert, aber an der Hochschule an der ich war konnte man es studieren. Dieser Studiengang ist sehr beliebt, dementsprechend brauchst du ein sehr gutes Abi um überhaupt reinzukommen. Außerdem ist da Studium sehr anspruchsvoll, viele sind daran gescheitert. Der Nachteil ist dann, dass du hinterher sehr wenig verdienst und wahrscheinlich Probleme haben wirst einen Job zu bekommen.

Hallo LunaLu,

zum Thema "Verdienst" kann ich dir leider nichts sagen. Vom Hörensagen ist es ja so, dass man mit beiden Studiengängen prinzipiell nicht reich wird. Aber das muss ja auch nicht immer der Fall sein und es gibt in beiden Bereichen ja auch durchaus Karrierechancen, wenn man das Studium gut abschließt und im Job gut ist. Hast du schonmal die Infos auf http://www.gesundheitsmanagement-studieren.de/studium-soziale-arbeit/ angeguckt? Es gibt auf dieser Seite nämlich auch Erfahrungsberichte von Studenten, vielleicht kann dir das weiterhelfen?

Und bzgl. "andere Vorschläge für ein Studium": Generell sind Studiengänge im Gesundheitswesen (also neben Soziale Arbeit halt auch Gesundheitsökonomie oder Pflegewissenschaft) sehr zukunftsträchtig, da die Branche sich restrukturieren muss und daher akademischen Nachwuchs braucht.

Viel Erfolg bei der Studienwahl, ich hoffe, ich konnte dir helfen.

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