Schwedisch - bestimmer Artikel?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ja genau, richtig. Der bestimmte Artikel wird im schwedischen wie in allen skandinavischen Sprachen einfach hinten ans Wort gehängt. En-Wörter bekommen ein -(e)n hinten dran gehängt, ett-Wörter ein -(e)t.

Genau, das ist im Schwedischen anders, als im Norwegischen und Dänischen, im Isländischen ist es genauso. Endet das Wort auf einen Konsonanten, lautet der bestimmte Artikel -en/-et, wenn es auf einen Vokal endet, hängt man einfach nur -n/-t dran.

Beispiele: ett hus - huset, en korg - korgen. Aber: en bro - bron, ett kvitto - kvittot.

Beachte, dass es in manchen Fällen eine doppelte Bestimmung gibt:

Beispiele: det röda huset, den dyra bilen, det här röda huset, den här dyra bilen, det här huset, den här bilen.

Das heißt es bedeutet z.B. nicht ett äpple sondern äpplet?

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@DDudeee

Okay, hast du ja als Beispiel geschrieben, sorry! :)

Aber danke für deine Antwort, hat mir sehr geholfen! :)

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@DDudeee

Doch doch, beides richtig. Ett äpple = ein Apfel, äpplet = der Apfel.

In der bestimmten Form (äpplet, der Apfel) fällt nur das e der bestimmten Form weg, da äpple bereits auf einen Vokal endet. In meinem Beispiel "korg" hingegen musst du das e dazuschreiben, "korgen", da es sonst "korgn" hieße

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@nordlyset

Und wenn ich es jetzt alles richtig verstanden hab, unterscheiden die Schweden bestimmter und unbestimmer Artikel daran, ob en oder ett vor dem Wort steht oder angehängt wird?

Wie bei der Apfel: ett äpple

ein Apfel: äpplet

Und was ist wenn man mal vergisst die Endung dran zu hängen, obwohl man den unbestimmten Artikel benutzen will? Wird man dann trotzdem verstanden?

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@DDudeee

Der unbestimmte Artikel steht vor dem Wort und der bestimmte wird hinten dran gehängt, das hast du hier verwechselt... ett äpple = ein Apfel, äpplet = der Apfel. Stimmt, so unterscheidet man das. Das ist halt anders, als im Deutschen. Man sagt nicht "der Apfel" oder "das Haus", sondern sozusagen "Apfelder" oder "Hausdas". Wird ansonsten genauso verwendet, wie im Deutschen.

Jag köper ett äpple = Ich kaufe einen (irgendeinen beliebigen) Apfel

Jag ska äta äpplet hemma = Ich werde den Apfel (den, den ich gekauft habe) zu Hause essen

Wenn du hingegen sagst "Jag köper äpplet", ist es grammatisch zwar richtig, man wird das aber so verstehen, dass es ein bestimmter Apfel, den du bereits genannt hast und evtl. nachfragen, ob es ein besonderer Apfel ist, wenn nicht.

Wenn du den unbestimmten Artikel vergisst, z.B. "Jag köper äpple", wird man es verstehen, aber es ist eben nicht richtig.

Wenn du sagst "Jag köper det äpple", outest du dich als Däne, der Schwedisch gelernt hat :-)

Den/det wird bei der doppelten Bestimmung verwendet, aber vergiss das erst mal, das lernst du später, wenn du gerade erst angefangen hast ;-)

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@nordlyset

Danke für deine vielen Antworten! Hast mir echt weitergeholfen!

Hast/Hattest du Schwedisch in der Schule oder kommst du aus Schweden? :D

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@DDudeee

Kein Problem, gerne.

Ich studiere an der Uni Skandinavistik und Niederlandistik. Eigentlich habe ich Norwegisch als Hauptsprache gewählt, habe aber nach und nach noch Isländisch, Dänisch und seit einiger Zeit auch Schwedisch gelernt. Passiv verstehen konnte ich es schon mit Norwegischkenntnissen, das müssen wir im Studium können. Habe auch schon einige Bücher auf Schwedisch gelesen und 1-2 Filme sowie eine Serie geschaut.

Du wirst mit Schwedischkenntnissen später auch Norwegisch und Dänisch verstehen, mein Beispielsatz lautet auf Norwegisch z.B. "Jeg kjøper et eple." und auf Dänisch "Jeg køber et æble." ;-)

Nur vom Hörverstehen wird Dänisch knifflig.

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@nordlyset

Ah okay. Hast du dir die Sprachen vor dem Studium selbst beigebracht (bzw. nur eine)? Wie lange hast du für Schwedisch/Isländisch gebraucht? :D

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@DDudeee

Vor dem Studium konnte ich mich zwischen Norwegisch und Schwedisch als Hauptsprache nicht entscheiden und habe mit Sprachführern die wichtigsten Wörter (für eine bevorstehende Reise) grob angeguckt. Verstanden habe ich damals nichts.

Man kann Schwedisch, Norwegisch und Dänisch aber innerhalb eines Jahres recht schnell erlernen, dass man es weitgehend gut sprechen kann. Konnte in dieser Zeit auch schon Texte auf Norwegisch schreiben.

Problem ist halt nur, dass Norwegisch, Schwedisch und Dänisch sich so ähnlich sind und man Sachen leicht verwechselt, wenn man mehrere skandinavische Sprachen spricht. Damit habe ich zu kämpfen. Ein Schwede würde mich sicher für einen Norweger halten :-D

Isländisch ist eine andere Geschichte, das ist sozusagen das Norwegisch von vor 1000 Jahren mit wenigen Veränderungen, es gibt vier Fälle, Konjunktiv, das alte Mediopassiv, keine Fremdwörter und andere Gemeinheiten, alles wird in allen Fällen, Geschlechtern und Personen dekliniert und konjugiert, das gibt es z.B. im Schwedischen so nicht mehr. Zusätzlich gibt es noch die alten Buchstaben ð und þ. Ich lerne seit mehreren Jahren (mit Pausen) Isländisch und bin weit davon entfernt, es perfekt zu beherrschen, man muss also schon die Motivation haben und Jahre investieren.

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@nordlyset

Ja, das kann ich verstehen. Aber sind halt sehr schöne Sprachen und Länder :D

Wie alt bist du? Ich hab ja nebenbei in der Schule noch andere Fremdsprachen, aber ich hoffe, Schwedisch auch in einem Jahr  flüssig sprechen zu können

Hast du vielleicht noch Tipps wie ich das "rollende r" üben kann? Das wäre für die Aussprache noch interessant. :)

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@DDudeee

Allerdings, von Schweden habe ich bisher aber nur Malmö und die Westküste gesehen. Island ist sehr schön!

Ich bin 32, habe vor den aktuellen Fächern aber (vergeblich) versucht, was anderes zu studieren. Außerdem muss ich nebenbei viel arbeiten :-/

Musst es doch gar nicht üben, kannst doch so sprechen, wie in Südschweden/Skåne. Die benutzen unser r. Sprechen aber auch einen witzigen Dialekt, das å wird in diesem Dialekt z.B. "åu" ausgesprochen, "Skåne" wird also auf schonisch "Skåune" ausgesprochen. Die sprechen aber auch Standardschwedisch mit unserem Rachen-r. Mit dem rollenden r habe ich auch Probleme, kann es nur kurz sprechen und nicht "rrrrrollen"

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@nordlyset

Joa, ich übe das mit "trrr" oder "drrrr". In Schweden bin ich noch nicht gewesen, bin ja noch Schüler, aber auf Bildern ist es schön. :)

Ich bin generell interessiert in Sprachen, deshalb guck ich mich immer mal um :D

Sobald ich Schwedisch kann, möchte ich irgentwas Osteuropäisches sprechen (Ungarisch oder Kroatisch).

Rollen die Norweger und Dänen kein r? Ich stelle mir das so vor, dass die Schweden, Norweger und Dänen das so sehen wie bei uns z.B. anstatt "Tür"  "Tur" :D

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@DDudeee

Die Dänen rollen das r gar nicht und sprechen es so, wie wir. In Norwegen ist es dialektabhängig, in Westnorwegen (Bergen usw.) wird es auch eher so wie bei uns gesprochen. Hat seinen Ursprung in der Hansezeit. In Island wird es stark gerollt (klingt aber manchmal wie "rrrsch") und auf den Färöern ähnelt es dem englischen r.

Unsere Isländischlektorin hat uns eine - zugegeben seltsame - Übung für das rollende r vorgeschlagen. Man sagt "badötchen" und spricht es immer schneller, bis es irgendwann "Brötchen" mit rollendem r ist. Hat sie von einem anderen Studenten. Keine Ahnung, ob es hilft, habe es nie probiert. Klingt aber brauchbar.

Die wissen schon, was ein Umlaut ist, haben die ja selbst. Im Schwedischen und Isländischen gibt es ja das ö, das auf Dänisch/Norwegisch/Färöisch ja ein ø ist. Und "u" wird auf N (nicht immer) und IS eh "ü" gesprochen und auf Schwedisch ja ähnlich. Oder wie meintest du das mit der Tür?

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@nordlyset

Ich meinte damit, dass die Schweden denken könnten, dass wenn wir deutschen (oder andere) das r nicht rollen das es so klingen könnte wie wenn bei uns in Deutschland Tur anstatt Tür sagt, weil er vielleicht keine Umlaute aus seiner Muttersprache kennt.

Ich versuche jedenfalls die Aussprache mit schwedischen Liedern oder mal Filme auf schwedisch zu gucken zu lernen. Klappt in anderen Sprachen eigentlich ganz gut :)

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@DDudeee

Nein nein, wenn du perfekt schwedisch sprichst und nur das r nicht rollen kannst, werden die denken, dass du aus Südschweden/Skåne kommst. Genauso, wie man jemanden, der gut Deutsch spricht, aber das r  rollt als Bayern oder Schweizer identifizieren würde.

Ich schaue gerade die dänisch-schwedische Krimiserie Bron/Broen ("Die Brücke"), da kann man schwedisch und dänisch gut üben ;-) ist auch so sehr spannend

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nordlyset hat das ja schon ausgezeichnet erklärt.

Ich wollte nur ergänzen: (zu den Endungen -en/-et)
Wenn der Stamm schon auf einen Vokal endet, wird nur -n/-t angehängt:

en kvinna > kvinnan (die Frau)
ett säkerhetsbälte > säkerhetsbältet (der Sicherheitsgurt)

Ansonsten eben z.B. mannen, barnet usw.
Ok, das stand schon da. :)

Im Plural sieht es so aus:

kvinnor > kvinnorna (die Frauen) (-na)
hus > husen (die Häuser) (-en)  [ett hus, flera hus]        
minnen > minnena (die Erinnerungen)  (-a) [ett minne, flera minnen]

hus endet auf einen Konsonant, aber minne auf einen Vokal (in der Grundform).

Bei einem Adjektiv steht normalerweise dann der bestimmte Artikel vornedran (wenn die Form bestimmt sein soll), also

de unga kvinnorna, de stora husen, de gamla minnena usw.

Manchmal kann man den Artikel aber auch weglassen (die Endung ist ja schon eindeutig, daher geht das): små grodorna

https://de.wikipedia.org/wiki/Sm%C3%A5_grodorna

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