Schutzleiterwiderstand, löst RCD aus?

Was ist jetzt genau die Frage?

Wie groß darf mein Wiederstand maximal sein, damit mein RCD noch ausslöst und keine gefährdung besteht und wie errechne ich den?

3 Antworten

Widerstand bitte nur mit i und nicht ie (das tut beim Lesen richtig weh).

Die Berechnung erfolgt über das Ohmsche Gesetz.

Die fehlende Größe ist die Spannung und hier sollte die maximal zulässige Berührungsspannung (50V~) gewählt werden.

Der Differenzstrom wäre mit 0,03A abzüglich 30% Toleranz = 0,021A zu veranschlagen.

Lösung:

Es wird nicht gerechnet!

Die VDE 0702 gibt einen Richt-/Grenzwert von 0,3 Ω vor. Thatˋs it.

Woher ich das weiß:Hobby – Meine Beiträge sind keinesfalls rechtsverbindlich!

Ich würde die mobile UV nicht als Anlage sondern als Gerät sehen, damit gilt hierfür die VDE 0701 bzw. 0702.

In DIN VDE 0701Teil 1:2001-09 wurde die gleiche Vorgabe aufgenommen, wie sie sinngemäß auch in DIN VDE 0702:1995-11 zu finden ist: „4.3.1.2 Der Grenzwert für den Schutzleiterwiderstand beträgt 0,3 Ω für Geräte mit Anschlussleitungen bis 5 m Länge, zuzüglich 0,1 Ω je weitere 7,5 m, bis zu einem Maximalwert von 1,0 Ω.

Diese Norm wurde letztes Jahr über den Haufen geschmissen, das stimmt so nicht mehr.

Nun kommt es darauf an: Bis 5m Länge der Anschlussleitung und maximal 1,5mm² darf R_PE max. 0,3 Ohm sein. Darüber muss er mit dem Rechenwert (abhängig von Länge und Querschnitt) vergleichbar sein, darf aber 1 Ohm nicht überschreiten.

Das gilt separat sowohl für die UV als auch das nicht näher beschriebene Gerät.

So würde ich es zumindest auffassen...

Stimmt so nicht ganz:
Unabhängig vom Querschnitt darf der RPE bei 5 m max. 0,3 Ω betragen, theoretisch kann man also auch eine Leitung mit 0,296 mm² verwenden.
Bei 20 m Leitung würde ein Querschnitt von 0,12 mm² ausreichen, damit der Schutzleiterwiderstand max.0,5 Ω beträgt.

Einziges Problem, weshalb man größere Querschnitte benötigt, sind die Übergangswiderstände und die belasteten Adern in Abhängigkeit von der Leistung eines Gerätes.

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@electrician

Danke für die Ergänzung, das ist in meiner Antwort etwas unglücklich formuliert!

Bei 20 m Leitung würde ein Querschnitt von 0,12 mm² ausreichen, damit der Schutzleiterwiderstand max.0,5 Ω beträgt.

Mit 20m und 0,12mm² komme ich aber auf einen Widerstand von 2,98 Ohm.
R_PE = l / (kappa * q) mit kappa = 56 m/(Ohm*mm²)
Kannst du mir sagen, wo mein Rechen-/Denkfehler liegt?

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@140Colin

Mein Fehler!
Ich habe eine Tabellenkalkulation verwendet und leider den Querschnitt für 20 m bei 3 Ω anstatt 0,5 Ω gesucht - das war natürlich völlig falsch und lässt mich gerade an mir selber etwas zweifeln ;-((
Bei RPE 0,5 Ω beträgt der zulässige Querschnitt etwa 1,191 mm².

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Das ist eigendlch ganz einfach. der Schleifenwiderstand darf exakt so groß sein, dass das kleinste Schutzorgan gemäß VDE 0100-410 rechtzeitig auslösen wird, der RCD zählt hier nicht!

Gehen wir davon aus, dass die Schutzkontaktsteckdose mit einem Leitungschutzschalter, Charakterstik "B" In = 16 Ampere abgesichert ist, muss im Fehlerfall ein Nennstrom von 80 Ampere erricht werden. das wären dann irgendwas um 2,7 Ohm. weniger ist natürlich immer besser.

lg, Anna

Warum zählt der RCD nicht? Der wird in der VDE 0100-410 ausdrücklich gefordert.

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@ProfDrDrStrom

Es wird hier eine gewisse Redundanz gefordert. d.h. für den Fall dass der RCD nicht funktioniert, muss die Schutzmaßnahme "Schutzterdung" bzw. Abschaltung durch Schutzerdung funktionieren.

lg, Anna

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