Schulangst Klassische Konditionierung?

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1 Antwort

Die Problematik hierbei beläuft sich darauf, dass eine (unkonditionierte) Reiz-Reaktions-Verbindung (UCS --> UCR) vorhanden sein muss, die du auch auf das Beispiel Schule anwenden kannst. 

Hohe Anforderungen oder das Vortragen von Referaten vor anderen Mitschülern lösen zwar in manchen Fällen Angst aus, jedoch stellt dies bereits eine konditioniere Reiz-Reaktions-Verbindung (CS --> CR) dar. 

Ein Beispiel für einen unkonditionierten Reiz ist Schmerz. Erfährt ein Individuum Schmerz, so wird es in aller Regel mit Angst, oder besser Vermeidung reagieren. Wird ein Schüler z.B. in der Schule regelmäßig von anderen Schülern geschlagen, führt dies dazu, dass er die Schule meidet. Das Schema würde dann wiefolgt aussehen: 

UCS (Schmerz) --> UCR (Angst, bzw. Vermeidung) 

NS (Schule) --> NR (unspezifisch) 

NS (Schule) + UCS (Schmerz) --> UCR (Angst/Vermeidung) [hier findet das Lernen durch mehrfache Wiederholung statt]

CS (Schule) --> CR (Angst in Form von Vermeidung) 

Insofern könnte man also schon von klassischer Konditionierung sprechen, die Schwierigkeit ist aber, eine geeignete UCS --> UCR Verbindung zu finden. 

Ich hoffe, ich konnte weiterhelfen ;)

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