schalldichte box selber machen

5 Antworten

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Woraus willst Du die Kiste denn machen und wie aufwendig soll das werden?

Ich habe Dir eine 'Anleitung' zusammen geschrieben, aber ... das wäre schon mit etwas Arbeit verbunden (ich hab's noch nicht gepostet, aber gespeichert). Welches Material steht Dir denn zur Verfügung?

Nur so viel - auch an die anderen hier:

Eierkartons bringen überhaupt nichts.

Wenn, dann kann man Kissen verwenden und/oder weichen (!!!) Schaumstoff (z.B. den aus Verpackungen oder aus alten Möbel-Polstern).

aslo ich hab alles zurferfuegung das es in "normalen" laeden gibt

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@jon99cool

Wie 'dicht' sollte das Teil werden und wie groß? Hast Du mal bei Dir zu Hause ein Handy zwischen ein paar Kissen gelegt? Wenn diese dann in einer Holzkiste liegen, eines oben, eines unten und das Handy dazwischen... das ist schon leiser.

Aber ich habe - wie gesagt - keine Ahnung, wie 'aufwändig' die Geschichte werden darf/soll/kann.

Wie viel Aufwand würdest Du denn betreiben?

Also so viel kann ich Dir sagen: Ich habe einige Lautsprecherboxen gebaut und weiß ein wenig über Schalldämmung und -dämpfung. Daher... ein vollkommen dichtes Gehäuse gibt es nicht, aber... weitgehend dicht kann man es machen.

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@ExFrustUser

also ich habe so 3-4 WOCHEN groesse ist egal ich muss es nur zur schule bringen :)

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@jon99cool

Teil 1:

Ideal ist eine Kiste aus Halz, das man innen noch ganzflächig mit Gummi-Matten bekleben kann. Die Kiste muss luftdicht sein, also erst mal entweder (das wäre ideal) verklebt und zur zusätzlichen Sicherheit in die Inneren Kanten Silikon gespritzt, das noch in die Kanten gedrückt wird (im einfachsten Fall mit einem in Seifenwasser eingetauchten Finger (die Seife verhindert das Ankleben von Silikon am Finger). Wenn man dafür Seifenlauge macht, am Besten in ein Glas warmes Wasser reichlich Spülmittel geben und umrühren, danach diese Brühe in einen vorher gespülten Joghurtbecher o.ä. (auf alle Fälle etwas, das weggeworfen wird... wegen des Silikons, das u.U. durch die Finger dort hinein gerät) kippen.

Der Deckel der Kiste kann entweder 'normal' verschraubt werden (also zunächst rundum kleinere Löcher durch den Deckel in die Wandung der Kiste vorbohren, die man dann im Deckel später weiter aufbohrt (damit die Schraubengewinde dort nicht halten - die sollen ja in der Kiste halten!).

Alternativ kann man Stahl-Winkel paarweise von außen auf die Kiste und den Deckel schrauben, so dass man zwei Schenkel der Winkel mit ihren Löchern zum Verschrauben hat (diese Lösung ist komplizierter, aber auch weitaus stabiler und dauerhafter).

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@jon99cool

Teil 2:

Der Deckel muss ebenfalls - sobald der mit der Kister verschraubt ist (egal ob nun 'direkt' oder über die beschriebenen Winkel) - luftdicht mit dem Rest der Kiste abschließen. Dies kann man erreichen, indem man entweder eine Dichtung zwischen Deckel und kiste legt, oder aber sich aus Silikon selbst eine 'fabriziert'. Ich würde es wohl so machen (klingt jetzt alles kompliziert... aber nur in der Beschreibung, ist aber in der Praxis recht schnell gemacht): Tür- oder Fensterdichtband auf den Rand der Kiste kleben, wobei man besonders gründlich sein kann und zusätzlich an den Ecken die entstehenden Fugen mit Silikon mit Fingerspitzengefühl füllt, so dass auch diese absolut luftdicht sind. Dieses Band sollte tunlichst nicht in der Mitte des Holzes aufliegen, sondern mit dem Innenrand der Kiste abschließen, so dass die Schrauben (wenn man solche verwendet) außerhalb der Dichtung liegen. Außerdem sollte man daran denken, dass Spanplatten an der Schnittfläche äußerst rauh sind und daher sollte auch die Fläche, auf der das Dicht-Band kleben soll, mit Silikon 'füllen', also wenig Silikon auftragen und in die Struktur 'verteilen' (z.B. ebefalls mit einem angefeuchteten Finger, mit dem man einfach mehrfach darüber streicht - das drückt die Masse in die Fugen). Das Band wird auf dem festen Silikon zwar nicht allzu toll haften, muss es aber auch nicht, da der Deckel sowieso darauf drückt. Natürlich sollte das Silikon, wenn trocken, mit einem feuchten Lappen mehrfach abgewischt werden, damit Reste vom Spülmittel verschwinden - sonst klebt da nämlich gar nichts.

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@jon99cool

Teil 3:

Damit wäre die Grunkonstruktion fertig - die Kiste mit Deckel.

Wie gesagt kann man nun (wenn man z.B. an entsprechende Reststücke kommt... ansonsten ist das zu teuer) weiche (!) Gummi-Matten auf alle Flächen der Kiste von innen aufkleben.

Dann sollte der Rest der Füllung aus möglichst 'schweren' Schaumstoff-Stücken bestehen. Sinnvoll wäre es, man würde eine 'innere Kiste' aus Schaumastoff-Stücken zurecht schnneiden und einsetzen - samt Deckel. Abdichten muss man hier nicht unbedingt, stattdessen empfiehlt es sich, alle Teile leicht größer zu schneiden, damit sie alle zusammen drücken - das reicht als Dichtung.

Verfeinern kann man das Ganze noch, indem man eine zweite, innere Kiste aus anderem Holz baut und zwischen innerer und äußerer Kiste ebenfalls eine Lage solchen Schaumstoffes vorsieht. Auf alle Fälle sollte auch die innere Kiste luftdicht sein. Ebenfalls denkbar wäre, die innere Kiste an ihren Außenflächen mit Fliesen zu bekleben (ebenfalls ganzflächig.).

Letztendlich die ultimative Lösung besteht darin, eine innere Kiste zu bauen wie von Anfang an beschrieben und dann eine äußere, deren Wände hohl sind (also im Prinzip zwei Kisten aus Sperrholz - also sehr dünn, aber mehrfach mit kleinen Holzstücken und Schrauben darin miteinander verschraubt). Den Hohlraum füllt man nun mit trockenem Sand auf und verschließt die Öffnung. Nachteil: Wenn das eine Größe von 30 cm und mehr erreicht, empfiehlt es sich, eine Sackkarre zu benutzen ... :-D Dafür aber kann dann auch mal ein tieferer Ton in der Kiste entstehen... der kommt ebenfalls kaum noch durch - das wird keine andere Konstruktion (aus Holz zumindest) schaffen.

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Vielleicht helfen Dir eher Eierkartons. Die schlucken aufgrund ihrer Oberflächenstruktur eigentlich sehr viel Lärm. Vielleicht mal danach googlen, aber ich denke, damit kannst Du Erfolg haben.

eier kartons werde ich mal testen

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Also das mit den Eierkartons kannst du vergessen, das ist alles schon hinlänglich getestet worden, das bringt gar nix. Gewöhnlicher Schaumstoff (Abfälle), Styropor usw.

und dan einfach aus den sachen den karton machen

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Styropor bringt ebenfalls nicht viel, der Schumstoff, den Du nennst, ist schon deutlich besser. Und wenn der dann offenporig und 'schwer' ist, wird's richtig gut.

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