Praktikum Krankenhaus viel mit Tod konfrontiert

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6 Antworten

Hallo hubabu, Das du dich hier meldest und über deine Erfahrungen sprechen möchtest, finde ich sehr gut und zeigt, wie gut du deine Situation reflektieren kannst. Meiner Meinung nach ist das eine Grundvoraussetzung um überhaupt einen Beruf mit Menschen ausüben zu können.

Sich lernen Abzugrenzen ist ein wichtiger Teil der Ausbildung, nicht nur wenn du einen Pflegeberuf erlernst, sondern genau so auch in anderen sozialen Berufen. Wenn du dich also für einen solchen Beruf entscheidest, wirst du lernen können, wie du mit solchen Situationen persönlich umgehen kannst. Natürlich ist es auch eine Typ-frage ob und wie du solche Erfahrungen verarbeitest, aber du wirst Hilfe dabei bekommen.

Dass du dich damit auseinandersetzt ist schonmal absolut der richtige Weg, deshalb finde ich es ganz wichtig, dass du dich nochmals mit jemandem in ruhe zusammensetzen tust und darüber sprichst. Ob das jetzt ein/e Freund/in, ein/e Lehrer/in oder jemand vom Team dieser Praktikumsstelle (hattest du du da eine Ansprechperson?) ist, ist nicht so Wichtig, wichtig ist dass es jemand ist der dich versteht und dich ernst nimmt und dem du vertraust. Auch an einen Seelsorger, Psychologen, Arzt oder an eine Beratungsstelle kannst du dich wenden, wichtig ist nur, dass du deine Erlebnisse nicht alleine mit dir herumwurstelst.

Viel Erfolg und nur Mut bei deiner Berufswahl, menschen die Mitfühlen können sind gefragt auf dieser Welt ;-)

Mona

hubabu 06.02.2015, 22:41

Vielen vielen dank das hat mich irgendwie total aufgemuntert wirklich Dankeschön LG

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Liebe Hubabu,

ich denke, dass im Allgemeinen eine Woche eine viel zu kurze Zeit war, um wirklich zu wissen, ob man für einen Berufsweg geeignet ist. Eine Geschichte aus meine persönlichen Leben, auch wenn es nicht so extrem ist wie der Tod... ich habe in einem Heim für Menschen mit den verschiedensten Behinderungen gearbeitet und war die ersten zwei Wochen total fertig und down. Danach hab ich langsam angefangen so etwas wie eine Verpflichtung zu empfinden. Es kann also gut sein, dass dich die ersten Erfahrungen total mitgenommen haben, du jedoch nach einer Zeit gerade darin deine Erfüllung findest. Was man auch berücksichtigen muss ist, dass du gleich in eine sehr extreme Abteilung gekommen bist. Ich denke gerade was kleine Babys, Fehlgeburten oder den Tod im Allgemeinen angeht reagiert jeder empfindlich und hat Probleme damit umzugehen.

Was kannst du jetzt tun, um dir a) über deinen beruflichen Weg sicher zu werden, und b) emotional wieder stabiler zu werden.

Zu Letzterem. Oft denkt man nur, dass es niemanden gibt mit dem man reden kann. Klar oft sind Eltern und Geschwister nicht die richtigen Ansprechpartner, aus welchen Gründen auch immer. Eine Möglichkeit wäre es, das Thema auch in der Schule anzuschneiden, gibt es sowas wie einen Lehrer, der die Praktika betreut, hast du Menschen in der Klinik kennengelernt, mit denen du reden könntest? Das sind alles Menschen, die solche Situationen kennen und auch selbst täglich damit umgehen müssen. Für deinen beruflichen Weg würde ich dir raten, nicht sofort die Flinte ins Korn zu stecken, da gerade der stationäre Bereich eine Sache für sich ist, in die man sich reinfinden muss. Schau dass du ein weiteres Praktikum machen kannst, vielleicht in einer etwas "einfacheren" Abteilung

LG

Shina

hubabu 06.02.2015, 22:23

Dankeschön, ja du hast recht und mir hat dieses Praktikum auch viel Spaß gemacht aber es hat mich einfach ziemlich mitgenommen. Danke für deine ausführliche und liebe Antwort LG

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Hey Klar das ein paar Worte nicht sehr viel ausmachen...aber versuch dich irgendwie abzulenken...zeit heilt meistens alle wunden...aber wenn du mit niemandem darüber reden kannst dann geh zum Vertrauenslehrer oder zum Psychologen wenn alles nichts mehr hilft.. Sowas kann das ganze Leben beeinflussen also geh besser zum Artzt (Psychologen) und rede darüber...nur das hilft

hubabu 06.02.2015, 22:20

Danke für deine liebe Antwort ,ich werds mal ausprobieren und wenn alles nichts hilft zum Psychologen dankeschön

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TheMadneZz 06.02.2015, 22:24

kein problem besser ist es aufjedenfall. weil solche Ereignisse können ein echt ein Leben lang beeinflussen. können reden hilft meistens... habe die erfahrung selbst gemacht, das es hilft. viel glück wünsch ich dir auf deinem weiterem weg.

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Wenn du gerade BORS gemacht hast, bist du noch sehr, sehr jung. Ich denke nicht, dass du ungeeignet für den Beruf bist, aber du musst noch erst lernen, dich abzugrenzen (also Beruf und Privates). Das wird dir nicht immer gelingen, weil du zu Dauerpatienten auch Beziehungen aufbauen wirst. Aber den Alltag auf der Station, den wirst du bewätigen - sonst hättest du nicht so eine anspruchsvolle Praktikumsstelle gemacht.

hubabu 06.02.2015, 22:16

Danke für deine Antwort, sie hat mir wirklich weitergeholfen und ja ich bin erst 15 LG

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überleg mal was ein Lebewesen aus macht. Zur Geburt gehört der Tod, was mit Geburt beginnt endet im Tod. In christlicher Sicht ist der Tod nur Übergang in den Himmel wo alle glücklich vereint sind.

hubabu 06.02.2015, 22:13

Ja ich weiß aber ich mich macht das irgendwie total fertig, ich hab solches Mitleid mit den Angehörigen und ich könnte einfach nur losheulen.

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Vielen vielen dank das hat mich irgendwie total aufgemuntert wirklich Dankeschön LG

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