Polizeieinstellungstest Selbstmordversuche/Schilddrüsenproblem, Chancen?

4 Antworten

Hallo Hans,

Du hast auf jedenfall meinen Respekt verdient. Du hast einiges durchgemacht. Bezüglich deiner Krankheit sollte es je nach Art der Krankheit und Tabletten nicht so schlimm sein. Das Thema mit Suizid und Drogenmissbrauch könnte etwas heikel werden... Ich denke, sie werden die Umstände, die du zu dieser Zeit gehabt hast, berücksichtigen. Du musst dir aber sehr viel Mühe geben, da sie bezüglich deiner Vergangenheit dich genauer beobachten werden als die anderen. Also kühlen Kopf bewahren und cool bleiben. Das mit der Wahrheit ist ganz wichtig, sie werden sicher merken das du dich verändert hast. Aber überlege dir jetzt schon sehr gut, was du sagen wirst. Denn solche Gespräche kommen manchmal anderst als erwartet. Wenn ich du wäre, würde ich mich sehr gut darauf vorbereiten. Schreibe z.b einen Text über Fragen die gestellt werden könnten, die etwas heikler sind. Übe das ganze Szenario mit Freunden etc. Ihr Ziel ist es ja, die Richtigen von den Falschen unterscheiden zu können, um sie schlussendlich zu trennen. Denk dran, es ist wie bei einem Bewerbungsgespräch. Der erste Eindruck zählt! Umso wichtiger dich vorzubereiten. Ich wünsche dir viel Erfolg auf deinem weiteren Weg! Lass den Kopf nicht hängen, auch wenn sie dich nicht annehmen würden. Ich hoffe ich konnte helfen?

PS: Wie stehts mit deiner Sportlichkeit? Und von wo kommst du?

Lg :)

Leute ... lasst es doch, wenn ihr es nicht wisst. Ihr tut dem Fragesteller keinen Gefallen, wenn ihr sagt, was er hören will.

Die Art der Krankheit spielt fast keine Rolle. Die lebenslange Gabe von L-Thyroxin sehr wohl.

Vermutungen, eigene Einschätzungen, eigenes Weltbild spielt keine Geige und ist hinsichtlich der Fragen und damit verbundenen Hoffnungen für den FS nicht hilfreich.

Gruß S.

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Hallo,

ich muss Dir leider sagen, dass es eher schlecht aussieht, beide von Dir geschilderte Probleme können aein Ausschlussgrund sein, Die Polizei Berlin hat hier ein paar Informationen zur PDV 300 eingestellt:

https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=3&ved=0ahUKEwi0xZzXw57YAhVKvRQKHThtAZYQFgg8MAI&url=https%3A%2F%2Fwww.berlin.de%2Fpolizei%2F_assets%2Fberuf%2Fhinweise_zur_polizeidiensttauglichkeit.pdf&usg=AOvVaw00L_plPGT-bZP9Bv8hmozp

Da ist auch die Schilddrüse aufgeführt.

Letztlich kann es aber sein, dass die PDV in den einzelnen Ländern unterschiedlich ausgelegt wird. Daher kannst Du es natürlich durchaus versuchen.

Sollte es nicht klappen, könntest Du aber auch versuchen als Informatiker bei der Polizei unterzukommen. Die werden dort derzeit regelmäßig gesucht.

Ich wünsche Dir trotz der negativen Antwort alles Gute.

Das ist dir JETZT eingefallen?

Du willst die Wahrheit sagen, hast es aber bereits verschwiegen? Lese ich das richtig?

Hier sind wieder jede Menge lieb gemeinte Halbweißheiten unterwegs. Streicheln zwar deine Seele, helfen dir aber nicht weiter.

Deine Schilddrüsenerkrankung ist dein größtes Problem. 1 Suizidversuch wäre ggf. keins. 2 sind es sehr wohl.

Du wirst - wenn sie dich überhaupt zum EAV einladen, normalerweise würdest du bei der Dauermedikation L-Thyroxin ausgesiebt - ein Gutachten liefern müssen, was deine psychische Stabilität garantiert. Da auch die Gutachter mit Garantien sehr vorsichtig sind, wird das alles andere als einfach. Die Äußerung, EIN STEIN zu sein, solltest du vermeiden.

Wenn eine Bekannte mit einer chronischen Erkrankung durchgekommen ist, hat sie entweder erfolgreich geschummelt oder wurde NACH der Einstellung krank. Es ist ein großer Unterschied, ob man behandlungsbedürftig eingestellt werden will oder eingestellt behandlungsbedürftig wird.

Es ist übrigens auch egal, für wie fit und geeignet du oder ein Arzt von außen dich hält. Auch eine solche Formulierung sollte man vermeiden, wenn man es sich mit dem Pol.arzt nicht gleich verscherzen will.

Bewerber, die wegen zu geringer Rechtschreibleistung, fehlender Logik, zu geringer Größe oder zu langsamen Laufen ausscheiden, haben auch keinerlei Defizitbewußtsein.

Ich drück dir die Daumen, habe aber nur 2 - und du hast 3 Probleme, die eine PDT sehr fraglich machen. Wenn du tatsächlich bisher NICHTS davon angegeben hast, ist DAS dein KO.

Gruß S.

Hallo, endlich mal eine konstruktive Antwort. Vielen vielen Dank dafür!

Ich muss mich korrigieren, da ich in Panik geschrieben habe. Ich habe die Bewerbung vollständig online "hochgeladen", anschließend die Eingangsbestätigung erhalten. Mit dieser Bestätigung kann man sich in das "Bewerberportal" einloggen, wo man ausführliche Informationen über die Einstellungstest bekommt. Test A ist der schriftliche und Sporttest, Test B ist der Interview und die medizinische Untersuchung. Aufgrund der Möglichkeit habe ich mir mal die Infos von Test B angeschaut und damit bin ich zur der o.g. Frage gekommen.

Die befreundete Beamtin ist, wie ich, seit der Kindheit mit der Schilddrüsenunterfunktion "gesegnet", was sie auch im Vorfeld im "Test B" gesagt hatte, dort wurde es aber nicht an die große Glocke gehangen und eher "ignoriert". Ich kann mir da auch kein Schummel vorstellen, da der Amtsarzt ja sowieso Zugriff auf deine Krankenakte hat.. Nein, Sie hatte keine Kontakte zur irgendwelchen Ärzten oder Polizisten, die sie durchgeschleust haben.

Wenn ich Fragen darf, welche Probleme hast du ?

Grüße

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@hans252

Ich weiß, wie ein Verfahren abläuft und ich weiß, dass man in der Regel abgelehnt wird, wenn man eine chronische Erkrankung hat. Das hat unter anderem damit zu tun, dass zukünftig das Land oder der Bund die Kosten der Medizinischen Versorgung übernimmt. Man ist einfach verpflichtet, Bewerber einszustellen, die keine Kosten mitbringen. Anderes ist dem Steuerzahler nicht zuzumuten. Vielleicht hat ein überarbeiteter Sachbearbeiter das überlesen.

Wir bekommen auch keinen Einblick oder Zugriff in die Krankenakte. Das ist Unsinn. Die ist Verschlusssache und bleibt es auch. Selbst für Beamte IM Dienst. Problematsich wird es nur bei Unfällen in der Dienstzeit. Das landet natürlich bei Medizinischen Dienst der Polizei. Alle Untersuchungen, die von dort veranlasst werden, daraufhin erfolgte Diagnosen und diensttaugliche Konsequenzen kann man nicht schön färben.

Wer sich bewerben will, muss lediglich für einige Auskünfte, Befunde und Atteste seine Ärzte von der Schweigepflicht entbinden. Niemand wird dazu gezwungen. Aber wer das nicht möchte, kann sich eben nicht bewerben.

Will jemand also hartnäckig seine Schilddrüsenerkrankung (oder was anderes) verschweigen, wird ihm das auch gelingen. Es genügt schon, wenn er bereit ist, sein L-Thyroxin über ein Privatrezept zu erhalten und auch selbst zu bezahlen. (Oder er hört einfach auf, es zu nehmen, bis es ihm schlecht gehr und das den Ausbildern auffällt. Alles schon dagewesen). Da diese Diagnose für WHO Ärzte eine Bagatelle ist und keinen sehr hohen Krankheitswert darstellt, haben auch die teilweise wenig Skrupel, das nicht anzugeben, denn Bagatellerkrankungen MÜSSEN sie nicht angeben.

Wenn alle Stricke reißen, gibt man an, keinen Hausarzt zu haben, weil man die letzten 3 Jahre keinen brauchte. Wer sollte einem das Gegenteil beweisen, denn ZUGRIFF auf irgendwelche Akten bekommt NIEMAND.

Was ich für ein Problem habe? Die nicht zu finden, die durchflutschen wollen .... sonst geht es mir gut - Danke der Nachfrage.

Gruß S.

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Dann bist du in Baden Württemberg (und somit wohl überall sonst, da BW die härtesten Kriterien hat) safe raus.

Nicht nur in BW. Respekt vor dem Menschen an sich hin oder her.

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@Sirius66

Sag ich ja, hab den ja auch hinter mir, direkte Zusage, und nach bisschen small talk auch so rausgehört, dass die Chancen wohl nicht mal gut stehen wenns in der Familie bereits Fälle gab.

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