Nonnen/Mönche Gewänder Erklärung Orden?

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3 Antworten

Die Kleidung von Mönchen und Nonnen leitet sich aus der Kleidung bestimmter Bevölkerungsgruppen her. Du kannst insbesondere an der Nonnentracht die Zeit ablesen, in der ein Orden oder eine Gemeinschaft gegründet wurde.

Der Habit besteht bei den Männern i. d. R. aus einer einfachen Tunika, die gegürtet ist. Darüber trägt man ein Skapulier, einen Stoffstreifen, der vorne und hinten herunterhängt. Die Tunika war einmal das Kleid der einfachen und armen Leute. Jeder hatte in der Antike und Spätantike wenigstens das. Und da es eine genaue Ordnung gab, wem welche Farben zustanden, trugen diejenigen schwarz bzw. braun, die zu den Armen gehörten, weil sie freiwillig die Armut wählten. Das Skapulier ist einmal eine Arbeitsschürze gewesen, die die Tunika vor Schmutz bewahrte. Franziskaner tragen eine Art Überwurf über die Schulter und eine Kapuze. So ein Kleidungsstück nannte man zur Zeit der Gründung ihres Ordens "Kukulle". Jedermann trug zu dieser Zeit so einen Überwurf, Arme einfache Varianten, Reiche aufwendige Stücke mit Pelzbesatz und modischem Zierat. Die Kleidung wurde und wird bis heute mit reicher Symbolik umgeben. So ist der Gürtel der Franziskaner mit den drei Knoten eine Erinnerung an ihre Gelübde und ein Zeichen von Armut.

Die Nonnentracht besteht im Prinzip aus den gleichen Elementen. Zu ihrem Habit gehört aber auch ein mehr oder weniger aufwendiger "Schleier", ein langes Kopftuch. Früher trugen manche Orden auch noch opulente Hauben (Vinzentinerinnen etwa). Die Tracht der Frauenorden leitet sich einmal von den Männerorden her, aber auch von der Tracht der Witwen der einfachen Stände. Daher stammen auch die verschiedenen Formen der Schleier - heute meist stark vereinfacht. Frauen war es vor Jahrhunderten nicht erlaubt, ihren Lebensunterhalt auf die gleiche Weise zu verdienen wie die Männer. Sie lebten bis zur Einrichtung der Pflege- und Schulorden in aller Regel in strenger Klausur, d. h. abgeschieden von der Welt. Für eine solche Lebensweise fand man Witwenkleidung angemessen. Die Vielzahl von Wimpeln, Weiheln, Schleiern und die verschiedenen Details der Kleidung haben sich nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil stark vereinfacht, ganz besonders bei den Frauenorden.

Das Weiß oder Grau in der klösterlichen Bekleidung kam erst im hohen Mittelalter auf, nämlich als die Klosterreform der Zisterzienser entstand. Durch Verwendung von ungefärbter Kleidung unterschieden sich die Zisterzienser von ihrem Mutterorden, den Benediktinern. Dominikus gründete etwa 200 Jahre später den Orden der Dominikaner, die von Beginn an einen weißen - ungefärbten - Habit verwendeten.

Zur Kleidung von Nonnen und Mönchen gehört neben dem Schuhwerk meist auch noch ein zum Habit passender Mantel. Auch hier gibt es ein paar Varianten, an denen man den Orden noch immer erkennen kann. Allerdings werden diese Mäntel heute im alltäglichen Leben nicht mehr getragen. Mönche und Nonnen tragen meist ganz normale Mäntel über ihrer Klosterkleidung und zwar aus praktischen Gründen.

http://www.nunsandsisters.com/ Auf die Schnelle kann ich Dir nur diesen Link bieten. Wenn Du in englischer Sprache suchst, wirst Du wahrscheinlich leichter fündig werden, weil sich Forscher/innen besonders im angloamerikanischen Sprachraum mit diesem Thema beschäftigt haben. Wie die Lage im deutschen Sprachraum ist, kann ich nicht beurteilen. Gruß, q.

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Kommentar von munus
30.10.2012, 11:21

Vielen Dank :)

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Das ist eine sehr umfassende Frage (siehe Wikipedia unter Habit -> Mönche), da viele Orden ihre eigene Kleiderordnung haben. Hier ein paar Beispiele christlicher Orden:

Augustistiner, Benediktiner: Schwarzer Habit Franziskaner: Brauner Habit Prämonstratenser: weisser Habit Zisterzienser: Schwarzes Skapulier, Weisser Habit

siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Ordenstracht_(christliche_Ordensgemeinschaft)

Zudem gibt es auch buddhistische Orden etc. die meintest du aber wahrscheinlich nicht.

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Kommentar von munus
29.10.2012, 09:20

Danke :) und nein die Buddhisten meinte ich damit nicht. ;)

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