Noam Chomsky Spracherwerb?

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1 Antwort

Grundannahme der Universalgrammatik besteht darin, dass Kinder mit einem grammatischen Wissen geboren werden, das durch Sprachäußerungen anderer verifiziert oder falsifiziert wird, selbst wenn diese Äußerungen linguistisch fehlerhaft sind. Denn die Spontansprache, die das Kind wahrnimmt, ist bei allen Sprechern immer fragmentarisch und sprachlich unvollkommen – sowohl quanti­tativ als auch qualitativ: Auf morphologisch-syntaktischer Ebene ist sie bspw. geprägt durch Satzabbrüche, Satzverschränkungen oder morphologische Para­phasien, und sie repräsentiert auch nicht die Bandbreite grammatischer Möglichkeiten. Dennoch nehme diese Unvollkommenheit laut Chomsky, dem „Vater“ der Theorie der Universalgrammatik, keinen Einfluss auf die Entwicklung der Syntax; vielmehr entwickele sich die Sprache bei allen Kindern in einer bestimmten Reihenfolge.

Die behavioristische Theorie (hier ist Skinner zu nennen), die der "Gegenspieler" der nativistischen Theorie (Chomsky) ist, geht hingegen davon aus, dass Kinder implizit am sprachlichen Vorbild ihrer Bezugspersonen lernen und ihre Äußerungen immer wieder abgleichen. Hier sind also Stimuli notwendig. 

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Kommentar von Luuuliii
26.10.2016, 21:30

Danke :) Aber wieso sagt er,dass jedes Kind (egal wie begabt) die sprechen kann, weil die Sprache frei von Stimuli ist und kann dann nach dem Behaviorismus unbegabte Kinder die Sprache nicht lernen, das geht ja nicht??

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