Neutralisation von Schwefelsäure

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Die Stoffmengenkonzentration einer Lösung ist definiert als c = n/V
(mit c=Stoffmengenkonzentration in mol/L, n=Stoffmenge in mol und V=Volumen in L), für die Stoffmenge gilt n = m/M (m= Masse in g, M=relative Molmasse in g/mol), demnach gilt also:
m/M = c * V
also weiter m = c * V * M = 0,45 (mol/L) * 2 L * 98,086 (g/mol) = 88,2774 g. Das habe ich genauso wie du.

Für die Konzentrationsberechnung brauchst du eigentlich nur c = n/V und n=m/M. Dann löst du nach c auf. Wie sie das mit dem "aus dem Infotext" meinen, weiß ich auch nicht. Vielleicht sollst du einfach nur die Infos da herausnehmen^^

Zur Neutralisationsgleichung: Bei deiner Gleichung hast du links 2 K's, aber rechts nur eins und links insgesamt 4 H's, aber rechts nur 3. Wenn ich eine Gleichung aufstelle, dann zähle ich immer ab, wie viel ich wovon auf jeder Seite habe und schaue, ob es links und rechts vom Reaktionspfeil auch genau gleich viel ist. Wenn dem nicht so ist, muss man die Gleichung noch einmal neu machen, am besten mit Lewis-Strukturformel, dann kann man immer gucken, ob irgendwo zu viele Verbindungen sind, die da gar nicht sein dürfen. Das hier ist das, was ich rausbekommen habe, sodass es passt:
H2SO4 +2 KOH => 2 H2O + K2SO4 (= Kaliumsulfat, das "-at" zeigt, dass es ein Salz ist. Das hast du oben schon richtig beschrieben)

Danke für die ausführliche Antwort!

Ja das mit dem Ausgleichen habe ich dann auch noch gemacht, ist mir erst später aufgefallen ^^

Und danke für das Kaliumsulfat! ^^ (Kaliumsalz... ich hab's halt einfach drauf ._.)

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Die Endung -at bedeutet, dass es sich beim Anion um ein Salz handelt, bei dem im Anion des Zentralatom (hier Schwefel) von Liganden (hier Sauerstoff) umgeben ist.

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Ich komme zu spät; die Frage ist schon prima beantwortet worden, doch die Fragestellung ist grausam; ich glaube, Ihr Chemielehrer hat noch nie ein analytisches Labor von innen gesehen. Zur Konzentrationsbestimmung einer Schwefelsäure wird man kaum nur 2 mL verwenden und eine Kalilauge mit c(1/1 KOH) = 0,3 mol/L ist auch nicht gerade sehr verbreitet..

Zur Lösung gibt es auch noch einen kürzeren Weg. Wenn 2 mL H2SO4.Lsg. 6 mL KOH verbrauchen, ist die H2SO4 dreimal "so stark", also hat sie eine Stoffmengenkonzentration von c(1/2 H2SO4) = 0,9 mol/L, für c(1/1 H2SO4) ergibt sich dann der halbe Wert davon, also 0,45 mol/L..

Der Sinn der Volumetrie ist ja gerade, dass man nicht mehr mit Massen, sondern mit Stoffmengen rechnet; wenn Sie das verinnerlicht haben, ist die Stöchiometrie für Sie ein Kinderspiel.

Naja solange es nur darum geht, die Grundlagen zu erlernen, dann muss das ja auf dem Papier nicht genau so stehen wie es dann in der Realität angewendet wird.

Das verwirrt mich jetzt doch leicht. Wenn die Schwefelsäure und die Kalilauge in einem 1:3 Verhältnis stehen, wieso ist die Stoffmengenkonzentration dann 1/2?

Danke für die Hilfe ^^

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@Unwissende00

... weil Schwefelsäure eine zweibasige Säure und Kalilauge eine einsäurige Base ist. Die Angabe der Stoffmengenkonzentration bezieht sich immer auf äquivalente Stoffmengen, damit der Verbrauch an Titratorlösung (in der Bürette) dem an Titranden (im Erlenmeyerkolben) ist.

Wenn gilt: H2SO4 + 2 KOH ---> K2SO4 + 2 H2O

würde man bei gleichen Stoffmengen an H2SO4 und KOH in einem Liter Lösung die doppelte Menge an KOH verbrauchen. Um dieses zu vermeiden, verwendet man nur die halbe Stoffmengenkonzentration an H2SO4, man schreibt dann zum Beispiel: c (1/2 H2SO4) = 0,1 mol/L, 25 mL einer solchen Lösung würden dann auch 25 mL einer KOH-Lösung mit c(1/1 KOH) = 0,1 mol/L verbrauchen, denn man kann die Reaktionsgleichung ja auch so formulieren:

1/2 H2SO4 + KOH ---> 1/2 K2SO4 + H2O

Eine solche Schreibweise chemischer Reaktionsgleichungen ist aber verpönt und sollte nur für äquivalente Formeleinheiten verwendet werden, denn es ist problematisch mit halben Molekülen oder Atomen zu arbeiten.

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass eine solche Problemstellung nicht in den Chemie-Unterricht einer allgemeinbilden Schule gehört, sondern besser bei der Berufsausbildung von Laboranten, Chemikanten und CTAs aufgehoben ist.

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