Mein Spliss geht nicht weg aber ich will meine Haare nicht abschneiden was kann ich tun?

10 Antworten

Wichtig!  Spliss (= gespaltene Haarspitzen) ist ein Schaden, der primär durch mechanische Einwirkung auf die Haarspitzen entsteht und wenn an Haarspitzen gerubbelt oder gerieben wird oder die Haarspitzen irgendwo anstoßen und sich dadurch spalten, ist es ihnen völlig egal, mit was Du Deine Haare gewaschen hast, welche Spülung Du an die Haare gegeben hast oder welche Haarpflegeprodukte Du verwendest.

Sogenannte Anti-Spliss Produkte "verkleben" Deine Haare mit Silikonen oder
Silikon-Ersatzstoffen (ebenso wie die meisten herkömmlichen
Chemieshampoos  ... und Spülungen sowieso, denn das sind reine
Weichmacher) und die bilden eine Schicht um die Haare, unter der sie
dann auf Dauer stumpf, kraftlos, teils fettend und sogar spröde und
bruchanfällig werden können.

Das ist wiederum gut für die Hersteller der ganzen häufig beworbenen Produkte, denn dann brauchst Du irgendwann noch dieses Produkt, dann wieder das nächste Produkt, u.s.w.   ... so werden weltweit zig Milliarden verdient.

Spliss gehört fachgerecht beschnitten und wenn man nicht erst solange wartet, bis sich der Spalt bin in die Haarlängen erweitert hat, dann genügt ein
reiner, fachgerecht und gründlich durchgeführter "Spliss-Schnitt", bei
dem Du jeweils kaum bis gar nichts an Haarlänge verlierst.

Selbstversuche mit der falschen Schere und/oder der falschen Scherenhaltung/-führung können noch mehr Schaden anrichten und auch aus einem Spalt mehrere machen.  Das sieht dann besonders "lustig" aus.

Es braucht aber nicht wirklich viel, um die meisten selbst generierten Spliss-Ursachen auf ein Minimum zu reduzieren und dann genügen normalerweise 2, 3 bis max. 4 reine fachgerecht durchgeführte "Spliss-Schnitte" pro Jahr, bei denen Du kaum bis gar nichts an Haarlänge verlierst:

- beim Haarewaschen wirklich nur den Kopf/die Ansätze waschen und
massieren. Für die Haarlängen und -spitzen reicht der Schaum beim
Ausspülen völlig aus und wer mehr Schaum in den Haarlängen vermisst,
streicht den während dem Shampoonieren höchstens mal sachte und absolut
gradlinig mit den Fingern vom Kopf aus durch die Haarlängen.

- Niemals die Haarlängen und -spitzen rubbeln .... schon gar nicht in nassem Zustand

- nur Bürsten mit Naturborsten und echte Horn- oder Holzkämme verwenden

- nasses Haar auch nicht durchbürsten, sondern immer nur mit einem grobzinkigen Natur-Kamm vorsichtig/sachte durchkämmen

- nie zu heißes Wasser verwenden ... je kühler, desto besser

- übermäßige Hitze generell vermeiden (nicht heiß fönen, u.s.w.)

- Bürsten, Kämme, etc. auch regelmäßig reinigen

- keine Haargummis mit Metallstücken verwenden

- auf Seiden- und/oder Satinkissen schlafen. Darauf reibt sich das Haar im Schlaf nicht auch noch unnötig

- Vitamin- und Mineralienmängel vermeiden

- mind. 2 - 2,5 Liter Wasser pro Tag trinken

- Stress vermeiden

- regelmäßig nachschneiden lassen, dann müssen wirklich immer nur die
Spitzen oder eben eventueller Spliss geringfügig beschnitten werden und
nicht mehr.

Für die Haarspitzen-Pflege sind diese 4 leichten, reinen Naturöle geeignet
... und auch wirklich ausschließlich die reinen Naturöle: Macadamia-,
Jojoba-, Mandel- und Arganöl (ein paar Tropfen zwischen den Fingerkuppen
verteilen und sachte/sanft bei trockenem Haar an die Spitzen geben.

Die Öle können Spliss natürlich auch weder vollständig verhindern, noch

"reparieren", aber sie machen die Haarspitzen absolut geschmeidig und
je geschmeidiger die sind, desto mehr geben sie von sich auch nach,
wenn sie irgendwo anstoßen und spalten sich nicht gleich bei den
geringsten Berührungen.

Je trockener das Haar, desto anfälliger für Bruch und Spliss -
deshalb empfiehlt sich spätestens ab Schulterlänge die Haaransatzwäsche,
die dem Haar auf lange Sicht hektoliterweise austrocknendes Wasser
erspart.

Für das Verdünnen und die Haaransatzwäsche sind grundsätzlich
ausschließlich hochwertige Shampoos geeignet, die auch wirklich sowohl
richtig gute waschaktive Substanzen enthalten als auch echte,
konzentrierte Wirkstoffe.  Durch das Verdünnenrelativiert sich aber auch
automatisch wiedet der Kaufpreis und viele hochwertige Naturshampoos
sind dann durch diese Anwendung in den effektiven Kosten plötzlich noch
günstiger als viele Chemieshampoos, die auf billigen Industriereinigern
und gesundheitsschädlicher Chemie basieren.

Ein hochwertiges Naturshampoo (z.B. "Shampoo & Duschbad Basis von
SANOLL) aus einer Auftrageflasche (1:10 mit Wasser verdünnt) bei
trockenem Haar scheitelweise den Ansätzen entlang auftragen und dann
ganz normal shampoonieren (und immer NUR auf dem Kopf!)

Durch das Verdünnen machst Du aus einem hochwertigen Naturshampoo für
8,50 EUR (200 ml) eines für 0,85 ... günstiger geht's schon nicht mehr
und mit einem Naturshampoo quälst Du Dein Haar (und auch Deine Kopfhaut)
weder mit chemischen Rückständen, die es auf Dauer nur stumpf, kraftlos,
fettend, spröde, bruchanfällig machen, noch mit chemischen Tensiden.

Wenn es Dir bei der Ansatzhaarwäsche zu wenig schäumt (ist nur Gewohnheitssache), emulgierst Du mit ganz wenig Wasser nach.

Es gibt natürlich auch noch andere, richtig gute, nachhaltige und
unbedenkliche Shampoos/Pflegeprodukte wie z.B. MARIAS Organic Care, O'right, Sanoll, Oliebe, Herbanima, CulumNatura, u.s.w. . . . an einem konkreten Beispiel musste ich aber mal eben die Kalkulation vorrechnen.

Bei den Shampoos von MARIAS ist zudem nicht einmal Zuckertensid im Einsatz (ist zwar auch 100% natürlich, kann aber in wenigen Fällen zu
Kopfhautjucken führen - deshalb haben wir auch auf MARIAS umgestellt).
Es gibt mittlerweile viele Allergieren (unter Anderem auch gefördert durch
sehr viele herkömmliche Chemie-Shampoos ... und nicht nur von denen
aus Drogerien und Supermärkten, denn auch Friseurmarken wie Paul
Mitchell, Redken, Kerastase, Schwarzkopf, Wella & Co. tragen keinen
"Heiligenschein" mehr).

Mischst Du auf Vorrat, dann koche das Wasser vorher ab und lass es
auskühlen. Dann sind die Keime darin abgetötet und können sich über Tage
in der Flasche nicht vermehren .... und sie kommen nicht auf die
Kopfhaut.

Und wenn Du natürlich geschmeidges und glänzendes Haar züchten
willst, beherzigst Du nicht nur eine gesunde Ernährung und den stabilen
Flüssigkeitshaushalt Deines Körpers, sondern auch die täglichen Bürstenstriche.

Für die Bürstenstriche verwendest Du (und reinigst sie auch immer
gründlich) idealerweise idealerweise die "KOST Kamm Wildschweinbürste
mit 7 Reihen" (gibt es z.B.über amazon für 35,00 - 37,00 EUR. Nicht nur
die Borsten zählen zu den besten für Kopfhaut und Haare . .. die Bauweise
der Bürste lässt zu, dass Du sie direkt am Bürstenkopf führen kannst und
so den Druck auf den Kopf besser regulieren kannst. Außerdem entfällt
so die "Hebelwirkung" mit dem Anfassen am Griff und somit geht das bei
50 - 60 oder mehr Bürstenstrichen nicht auf die Handgelenke.

So verteilst Du das Talg von Deiner Kopfhaut in die Haarlängen und Haare
brauchen Talg für deren Geschmeidigkeit und Glanz ... unter Anderem
dafür produziert Dein Organismus diesen Stoff.

Wichtig! Immer mit Druck über die Kopfhaut bürsten ... vom Ansatz
über den Kopf bis zum gegenüberliegenden Ansatz und in die Haarlängen
hinaus ... und das in 2 - 3 Runden um den gesamten Kopf.

So solltest Du dann immer geschmeidiges Haar haben, das weniger bis
gar nicht "bruchanfällig" ist und mit max. 3 - 4 Spliss-Schnitten pro
Jahr locker auskommen können.

Wirklich sinnvolle, wirksame, nachhaltige und effiziente Haarpflege fängt nicht
mit irgendeinem Shampoo an und schon gar nicht mit irgendwelchen
Chemie-Shampoos . . . und Spülungen sind auch nur Kämmhilfen.

Hallo eavs2015,

vielen Dank für deine Frage, ich versuche sie gern dir zu helfen.

Spliss ist immer ein Anzeichen dafür, dass das Haar stark beansprucht ist. Dies kann durch übermäßiges Styling oder Färben entstehen. Ebenso kann dies auch passieren, wenn man das Haar zu selten schneiden lässt. Da man einmal gespaltenes Haar nicht wieder „reparieren“ kann, empfehle ich dir
zunächst bei deinem Friseur den Spliss entfernen zu lassen. Ich weiß, dass
möchtest du eigentlich nicht – aber da gibt es leider keine andere Alternative.

Um Spliss vorzubeugen, ist die richtige Pflege entscheidend. Wichtig ist, dass deine Haare mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt werden.

Um Spliss zu vermeiden ist es natürlich auch wichtig, dass dein Haar von der Wurzel an gesund und kräftig wächst. Voraussetzung dafür ist eine gesunde Kopfhaut. Da unsere Kopfhaut aber auch sehr empfindlich ist, kann sie schnell aus ihrem natürlichen Gleichgewicht raten und es kann zu Kopfhautproblemen wie einer fettigen Kopfhaut kommen. Um dies zu vermeiden möchte ich dir gerne ein paar Grundregeln für deine tägliche Haarpflege mitgeben.

Verwende stets ein mildes, pH-hautneutrales Shampoo. Es reicht schon, wenn du nur einen kleinen Klecks Shampoo in der Größe einer Euromünze nimmst und das Shampoo gut einwirken lässt. Anschließend das Produkt
gründlich mit lauwarmem Wasser ausspülen, damit keine Shampoo- oder
Stylingreste zurückbleiben, die deine Kopfhaut unnötig reizen könnten. Beim
Trockenen sollte ebenfalls darauf geachtet werden, den Föhn maximal auf die
mittlere Temperaturstufe einzustellen, da Hitze die Kopfhaut ebenfalls reizen
kann. Wenn es geht, lässt du deine Haare am besten lufttrocknen.

Ich hoffe, ich konnte dir damit weiterhelfen.

Viele Grüße,

Dr. Rolanda J. Wilkerson

Shampoos gegen Spliss? Oh je - da bist du einem Werbemärchen aufgesessen.

Gegen Spliss hilft NUR die Schere.

Vorbeugen ist allerdings besser. Das heißt, alles vermeiden, was Spliss verursachen kann: Hitze, Reibung, aggressive Shampoos, zu viel Waschen, schlechte Kämme und Bürsten, Haarschmuck mit scharfkantigem Metall.

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