Macht Arbeiten wirklich frei?

6 Antworten

Die Frage erinnert mich unangenehm an der Spruch "Arbeit macht frei", der zu Nazi-Zeiten am Eingang vieler Konzentrationslager zu lesen war. Aber darum geht es ja hier glücklicherweise nicht.

Der Arbeiter ist frei, weil es ihm freisteht, an wen er seine Arbeitskraft verkaufen will. Er ist aber auch frei von eigenen Produktionsmitteln, er muss also seine Arbeitskreft verkaufen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Mehrwert_(Marxismus)#Doppelt_freier_Lohnarbeiter

vor aufständischen Gedanken, da man total erschöpft ist und keine Lust und Kraft mehr hat gegen irgendwas zu revoltieren

ursprünglich war natürlich gemeint: du bist dann reich und musst kein "Sklave" von irgendjemanden sein. Doch genau das ist es ja dann nicht. Die waren dann eben "Arbeitssklaven des Führers".

Arbeit gibt dir die Freiheit, das du mit dem erworbenen Geld dir deine Rolle in der Gesellschaft erkaufen kannst.

Die Frage ist jetzt nur :

  1. Welche gesellschaftliche Rolle willst du einnehmen und ...
  2. ... wieviel kostet es und wieviel Arbeit musst du dafür aufbringen

Auch da stimme ich dir zu.

Mit gesellschaftliche Rolle ist arbeiten wichtig doch. Was ich will und was wirklich ist sind 2paar schuhe.

  1. Hätte ich gar nicht nachgedacht.
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Durch arbeitet verdienst du Geld und dieses gibt die die Freiheit Sachen zu kaufen. Essen, trinken, ein Dach über dem Kopf, etwas zum fortbewegen und auch die ein oder andere Reise

Ja so verstehe ich das auch.

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Ursprünglich stammt diese Redewendung aus dem Buch "Geld und Geist" von Heinrich Beta 1845.

Darin schrieb er philosophisch darüber, dass nicht der Glaube an Religionen selig mache, sondern die Arbeit.

Psychologisch leicht zu erklären, da man durch Arbeitsleitung einen Sinn und Nutzen in seinem eigenen Handeln wiederfinden kann. Außerdem sorgt es für den nötigen Kontrast im Alltag... wer bspw. nur Ferien hat, wird die Ferien irgendwann nicht mehr zu schätzen wissen.

Die Verpflichtung zur Arbeit (keine Zwangsarbeit) kann natürlich auch den Kopf frei machen ;) man macht sich keine Gedanken darüber etwas anderes mit sich anzufangen und stürzt womöglich in eine Sinnkrise, wenn es selbstverständlich ist das man Arbeiten muss.

Die Nazis entfremdeten diese Redewendung als Überschrift, über den KZ-Toren. Hier sollte die Arbeit eher vom Leben befreien, denn die Inhaftierten mussten bis zum Tod arbeiten.

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