Leidet eine Wohnungskatze?

14 Antworten

ich kann deine gedankengänge sehr gut nachvollziehen. du hast vollkommen recht, eine katze liebt all diese dinge. allerdings gewöhnt sie sich auch wohl oder übel an die wohnungshaltung. sie passen sich halt an. ich an deiner stelle würde nach möglichkeit noch eine zweite katze anschaffen. das ist nicht immer so einfach katzen zu vergesellschaften, aber wenn es klappt, hebt es sicher die lebensqualität. es gibt natürlich auch absolute einzelgänger, dann gehts eben nicht. klettermöglichkeiten, verstecke und immer mal wieder eine überrachung zum spielen machen ihr das leben auch schöner. die leine würde ich vergessen, aber jedem das seine. noch zum schluss, ich habe meine katze von anfang an nicht über nacht rausgelassen, weil dann die meisten katzen überfahren werden. das hat sich lebenserhaltend ausgewirkt. sie ist dann mit 16 jahren am plötzlichen herztod im blumenbeet gestorben.

ich bin der meinung, dass normale hauskatzen, die in der wohnung gehalten werden, sich vorkommen müssen wie im knast. diese katzen haben noch den trieb draussen zu jagen und zu stromern. ich habe es erlebt als ich mir mal eine wunderschöne weisse katze vom bauernhof geholt hatte. sie saß immer auf der fensterbank in meiner wohnung, wollte raus und mit meinen persern hat sie sich nicht vertragen. ich tendiere dann eher zu katzen, wie perser etc. die extra für die wohnungshaltung gezüchtet wurden und ruhiger sind.

Ich glaube auch nicht, dass Stubenkatzen etwas vermissen. Als wir noch in einer anderen Wohnung waren, hatten wir auch reine Wohnungskatzen. Wenn es die Tiere nicht anders kennen, können sie auch nichts vermissen. Sie wissen ja gar nicht, was sie vermissen sollen. Damals haben wir ein Katzennetz vor den Balkon gespannt, da haben sie dann gern mal in der Sonne gelegen. Aber wenn es geregnet hat oder im Winter haben sie höchstens einmal Luft geschnuppert und wollten gleich wieder rein. Das liegt ja nun schon sehr lange zurück und die 2 gibt es leider nicht mehr. Als Katzenfreund hält man es natürlich nicht ohne Katzen aus und so haben wir auch wieder 3 Stück. Da sich unsere Wohnungssituation geändert hat, haben die Katzen nun die Möglichkeit raus zu gehen. Was sie auch gern tun. Und trotzdem ist es erstaunlich, dass sie mehr Zeit drinnen als draussen verbringen. Grad eben, so schönes Wetter und die Mädels liegen im Haus rum. Im Winter wollen sie überhaupt nicht das Haus verlassen. (Haben natürlich auch ein Katzenklo drin). Da sitzen sie dann an der Terrassentür und drücken sich die Nasen platt, da könnte man immer denken, och, das arme Tier ist eingesperrt. Aber die wollen gar nicht, wenn ich dann die Türe öffne und ihnen anbiete raus zu gehen, ziehen sie sich beleidigt zurück. Was ich damit sagen will, mach Dir keine Gedanken, Deine Katze leidet nicht, ihr geht es doch gut. Darum meine lange Geschichte, um zu zeigen, dass Freigänger gar nicht Freigänger sein wollen.

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