Lamarck

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Lamarck war der erste, der mit der Schöpfungstheorie gebrochen hat. Vorher ging man immer davon aus, dass alle Tiere gleichzeitig von Gott erschaffen wurden und sich seitdem nicht mehr verändert haben. Lamarck hat dagegen die Theorie aufgestellt, dass die Arten sich sehr wohl verändern können und dass immer wieder - auch in der Gegenwart - neue Arten entstehen. Das einzige, was Darwin dann korrigiert hat, ist der Mechanismus, wie neue Arten entstehen und sich verändern. Lamarck ging davon aus, dass sich einzelne Individuen im Laufe ihres Lebens an die Umgebung anpassen und dass diese Anpassungen vererbt werden. Wenn zum Beispiel eine Giraffe immer ihren Hals ausstreckt, um an grüne Zweige zu kommen, dann wird ihr Hals dadurch im Laufe des Lebens immer länger. Dieser längere Hals wird dann an die Nachkommen vererbt.

Darwin hat dagegen das heute anerkannte Prinzip von Mutation und Selektion eingeführt: Giraffen kommen mit leicht unterschiedlich langen Hälsen auf die Welt (Mutation). Die Giraffen mit den längsten Hälsen kommen am besten an grüne Blätter und überleben deswegen lange genug um sich fortzupflanzen (Selektion). Dadurch werden vor allem die Gene von Giraffen mit langen Hälsen weitergegeben und die nächste Generation hat im Durchschnitt noch längere Hälse als die vorherige. Über unzählige Generationen hinweg haben sich dann die Giraffen so entwickelt, wie es sie heute gibt.

Auch wenn wir heute immer von der "Darwinschen Evolutionstheorie" sprechen, hat Lamarck auch einen großen Anteil daran gehabt. Eigentlich war es auch Lamarck, der mit einem völlig revolutionären Gedanken die komplette Biologie umgekrempelt hat. Darwin hat Lamarcks Idee nur weiterentwickelt.

Kurz gesagt:

Lamarck erkannte durch die Erkenntnisse der Geologen über die Erdgeschichte und anhand von Fossilien, dass es eine Veränderung der Arten und die Entstehung neuer Arten gegeben haben muss.

Bei seiner Erklärung für die Veränderungen ging er von einer Vererbung erworbener Eigenschaften aus, die später aber durch die Erkenntnisse der Genetik wiederlegt wurde.

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Weil es immer noch eine THEORIE ist. Die gilt solange, bis was anderes bewiesen wurde, oder Korrekturen vorzunehmen sind.

Serienchiller hat schon alles zu deiner Frage gesagt. Als der gute alte Marx seine Lehre entwarf, hat er auch die neue, revolutionäre Entwicklungslehre da hinein verwurstet. Nur leider hat er anstatt Darwin den Lamarck hergenommen: "Vererbung erworbener Eigenschaften". Das kann man Marx nachsehen, schließlich wußte zu seiner Zeit niemand, welcher Denker Recht behalten würde, allerdings krankt die marx'sche Lehre sehr daran. Interessant, daß dann im dogmatischen Marxismus Stalins und Ulbrichts von den Wissenschaftlern verlangt wurde, die lange widerlegten Lehren Lamarcks zu vertreten. Ehrliche Genetiker konnten rasch im Gefängnis landen (So, wie in der BRD und in vilen anderen Staaten heute ehrliche Historiker für Dutzende von Jahren eingesperrt werden, wenn sie nicht der politisch erwünschten Version von Geschichte folgen!). Die Folgen einer solchen Indoktrinierung der Wissenschaft durch die selbstherrliche Politik war natürlich, daß ein Haufen Scharlatane (zB Lyssenko) die vorgegebene falsche Theorie "bewiesen" haben. Das gleiche ist heute in der BRD (und in vielen anderen Staaten) in der Geschichtswissenschaft zu beobachten, wenn es um politisch brisante Themnen geht.

Und heute wird Vieles, was inhuman ist - unter Missbrauch der Erkenntnisse Darwins - mit darwinistischen Argumenten begründet, wobei die Entwicklung erfolgreicher Lebensstrategien (auch im Sinne einer effektiven Kooperation innerhalb der Art und auch mit anderen Organismen) mit intraspezifischem Konkurrenzverhalten verwechselt wird.

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@evaness

Das Resultat, dass Menschen einander schaden und gegenseitig

auslöschen wird dann mit der natürlichen Selektion verwechselt.

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@evaness

So ist es, Eva! Die Lehre Darwins wird bei allzuvielen falsch verstanden als das "Durchsetzen des Stärkeren", oder gar als "Recht des Stärkeren". Das ist völlig verdreht. Ein Überlebensvorteil (allein darum geht es!) kann in einer Farbänderung, in einer Veränderung der Körperbehaarung, bei Pflanzen in winzigen Unterschieden in der Gestalt der Samen liegen. Auch Verhaltensänderung zu weniger Aggressivität und mehr Kooperation ist als Überlebensvorteil denkbar. Natürlich wird eine Art (oder Gruppe) aussterben, wenn sie die Selbstbehauptung aufgibt. Aber Aggressivität mit der Evolutionstheorie rechtfertigen zu wollen, ist dumm und böse.

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