Labradorhündin ( 2 Jahre ) läuft zu fremden Leuten hin, wie unterbinde ich das?

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5 Antworten

Das von Dir geschilderte "Problem" ist eigentlich keins.

Deine Hündin ist sehr gut auf Mensch geprägt & sozialisiert und möchte die ganze Welt der Menschen - Alle ! - kennen lernen, kontaktieren und - wie es sich für Hund gehört - begrüßen.

Das "Problem" hatte ich auch mehrmals.... und immer ließ sich das auch ohne große "Erziehungseinwirkungen" lösen! Ist deine Hündin dann im Kopf ganz erwachsen hört das deutlich auf!

Also: Kein Sitz, Platz oder anleinen - Es entsteht sonst in deinem Hund der Eindruck - weil Du dich so merkwürdig verhältst - das es sich um einen ganz bedenklichen Mensch & Zeitgenossen handelt....

Nichts desto trotz kannst und sollst Du ja Deinen Hund von unsicheren Menschen und solchen die nicht dauernd Hundekontakt wünschen - fern halten.

Du lernst also mit offenen Augen, jedes Objekt der Kontaktaufnahme deines Labbis schon vor dem Hinlaufen des Hundes zu erkennen - da es sich um einen großen Hund (nicht einen Kleinhund) handelt hast Du es nun einfach:

Du hältst - im Vorbeigehen - deinen Hund nur kurz am oberen Teil des Brustgeschirr (ggf. Halsband) mit ein zwei Fingern, bleibst dabei ganz lässig und in Bewegung und sagst dabei zu deinem Hund:

  • den lasse mehr vorbei
  • der geht da spazieren
  • angucken erlaubt
  • der kommt nicht her da gehen wir nicht hin
  • jeder lustige Spruch der Dir eben so einfällt......

Das entspannt die Situation für den betreffenden Menschen & (weit wichtiger) für deinen Hund weil Du die Situation deutlich für den Hund (und Mensch) übernimmst!

Gleich nach dem Passieren, lässt du den Hund wieder los und bietest ein dickes Lob - ggf. verstärkt mit einem feinen Leckerchen. Dabei darfst du auch an der Tasche nesteln, weil diese Erwartung des Hundes auf Leberwurststullenstücke aus einer Tupperdose (oder ähnlichem) das nachträgliche Hinterherlaufen deutlich vermindert.

Achte darauf dass nicht beim Hund der Eindruck entsteht das Erscheinen eines fremden Menschen wird mit Leckerchen belohnt. Sondern das ruhig daran vorbei laufen ist das Ziel - drauf musst Du die Verknüpfung herstellen und dann danach erst kommt die wirkliche Verstärkung = das Lob für korrektes Verhalten gegenüber fremden Personen.

Viel Spass beim Training, das keines werden sollte sondern einfach in den Alltag einfließen. Ach ja - lerne Du noch solche Personen zu Grüßen - es kommt immer ein Gruss zurück weil das die Höflichkeit gebietet und für deinen Hund hast Du ein Begrüssungsritual eingeführt

Ist doch ganz einfach - oder?

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Kommentar von YarlungTsangpo
08.07.2013, 07:17

Noch kurz erwähnt:

Das Hinlaufen zu fremden Menschen wird bei ganz sozialen Hunden durch "Drillerziehungsmassnahmen" deutlich noch verstärkt - dadurch, dass des Hundes Mensch so reagiert, Kontakt verhindert und den Hund durch "Sitz, Platz, Fuß" dessen Körpersprache verhindert - muss der Hund nachgerade dieses "fremde sozial so hoch stehende Lebewesen - begrüßen" weil es sich für Hund so gehört = um nicht asozial zu wirken.

Das Begrüßen von wildfremden Menschen wird also durch Drillerziehungsmassnahmen zu einem dringend notwendigem Beschwichtigen!!!

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Das Problem hatte ich mit meinem auch. ist ein Labbi-Mix. Es kommt immer auf die Situation an. Wenn wir auf einem Weg spazieren gehen und es kommen uns andere Spaziergänger entgegen, dann rufe ich meinen zu mir und gehe einfach Fuß an den Menschen vorbei. Sind wir an den Menschen vorüber, schicke ich ihn wieder los. Fertig. Ohne großes tamtam. Kommen uns Leute mit Hund entgegen, lasse ich meinen Platz machen. das mache ich, weil ich gemerkt habe, dass er so am wenigsten losstürmt. Sind die Leute lieb und auch der Hund und es könnte eine Spielstunde werden, gebe ich das Kommando "LOS" und er darf spielen. So habe ich ihm beigebracht, dass er nicht immer auf jeden Hund losstürmen darf. hat er nämlich als Jüngling gerne getan.

Kommt uns aber ein Hund entgegen, welcher verhasst ist (Kommt auch mal vor) dann nehme ich meinen an die leine, gehe mit gerade Körperhaltung und zügigen Schrittes an dem anderen Hund mit etwas Abstand vorbei. Klappt auch gut.

Es gibt aber Situationen, da kann man nicht immer alles voraussehen. z.B.: man läuft im Feld/Wald spazieren. man kommt auf eine Wegkreuzung und sieht andere Leute nicht. Hund läuft vor und rennt auf die leute zu. Dieses hatte ich auch schon oft. Hier habe ich meinem Hund das Kommando "Steh" beigebracht. Immer wenn ich an eine Stelle komme, wo ich um die ecke gucken muss oder wir müssen eine Straße überqueren, sage ich"steh". mein Hund bleibt solange stehen, bis ich sage, er darf wieder mitkommen.

das alles klappte bei uns natürlich nicht von anfang an. Üben, Üben, üben war angesagt.

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Also die Antwort von Yarlung Tsangpo finde ich super! So würde ich es auch probieren, Labbies sind sehr gelehrig, du wirst Erfolg damit haben.

Es ist immer ein zweischneidiges Schwert ich bin da mit meinem auch immer sehr vorsichtig. Viele Leute haben Angst. Wenn mein Bollerkopp angelaufen kommt, finden das die Wenigsten lustig. Deswegen wünsche ich dir, dass deine Hündin schnell den Dreh raus hat, bevor mal einer pampig wird.

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Ganz einfach: Abrufen. :-)

Da gibt es nichts zu unterbinden, weil es ja im Prinzip etwas sehr Nettes von Deinem Hund ist. Sie ist sehr sozial und kontaktfreudig, das ist ja etwas Positives. Würdest Du sie dafür strafen oder anschnauzen, wäre das sehr ungerecht und für sie absolut nicht nachvollziehbar. Also rufe sie freudig motivierend zu Dir, gib ihr dafür ein Leckerli, so bietest Du ihr Dich als tolle Alterantive anstelle fremder Leute.

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das machen alle hunde. nimm sie einfach an die leine.

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Kommentar von dianaW1980
09.07.2013, 16:47

Das stimmt nicht. Bei unseren vier macht es nur eine Hündin. Sie will immer Hallo sagen und sich streicheln lassen. An die Leine nehmen löst aber das Problem nicht. Im gegenteil. Der Hund verknüpft dann: Mensch kommt, Frauchen wird nervös, ich muss an die Leine, also - an diesem menschen ist was komisches dran. Das nächste mal muss ich aufpassen.

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