Kommen laut Christentum alle in den Himmel?

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Laut Offenbarung 14 kommen nur 144000 in den Himmel

Bei den Zeugen Jehovas vielleicht

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@Apfelwerfer

Hallo Tezcatlipoca,

die Antwort von tiergartennbg stimmt exakt mit dem überein, was die Bibel zu Deiner Frage sagt. (siehe Offenbarung 7 Vers 4  und 14 Verse 1 und 3)

Allerdings nennt Gottes Wort nicht nur diese Zahl sondern noch eine ganze Reihe wissenswerter Einzelheiten mehr:

Ganz Grundsätzlich wurde der Mensch nicht erschaffen, um im
Himmel zu leben, sondern endlos und als vollkommenes Geschöpf auf einer wunderschönen paradiesischen Erde.  Da Gottes Wort in den unterschiedlichsten Zusammenhängen das lehrt, was Maleachi
3:6 auf den Punkt bringt, nämlich  „Denn ich bin Jehova; ich habe mich nicht geändert. . . .“,   deshalb haben auch andere Bibelaussagen weiterhin Gültigkeit, wie Beispielsweise Psalm 115:16
 „Was die Himmel betrifft, Jehova gehören die Himmel, Aber die Erde hat er den Menschensöhnen gegeben.“

Jesus selbst unterstreicht das, wenn er in seiner Bergpredigt  sagt:  „Glücklich sind die Mildgesinnten, da sie die Erde erben werden“ (Matthäus 5:5).

Auch das „Vaterunser“ würde keinen schlüssigen Sinn machen,
wenn uns Jesus dort beten lehrt:  „Dein [des Vaters] Wille geschehe wie [schon] im Himmel so auch auf der Erde“ (Matthäus 6:10), dann keinen Sinn, wenn niemand mehr auf der Erde leben würde, um des Vaters Willen zu tun.

Es gibt inzwischen Bibelübersetzungen, die bei der Wiedergabe einiger Bibeltexte der Tatsache Rechnung tragen, dass unser Schöpfer seine Vorsätze nie aufgegeben hat, auch nicht den,  aus der Erde eine ewige Wohnstätte für gottergeben Menschen zu machen.

So gibt beispielsweise die Gute Nachricht Bibel den Text aus Matthäus 7:21 folgendermaßen wieder:  „Nicht alle, die zu mir [Jesus
Christus] sagen ›Herr, Herr‹, werden in Gottes neue Welt  kommen, sondern nur die, die auch tun, was mein Vater im Himmel will.“  
-  und damit, lieber Tezcatlipoca, hast Du auch gleich eine Antwort auf Deine Frage, wer nach Gottes Maßstäben ein “guter Mensch“ ist.

Und mit dem Stichwort „Gottes neue Welt“ fällt Bibelkennern sofort
2. Petrus 3:13 ein, ein Text, in dem selbst in der guten alten Lutherbibel zu lesen ist:  „Wir warten aber auf einen neuen Himmel und eine neue Erde nach seiner Verheißung, in denen  Gerechtigkeit wohnt.“

Den gleichen Text übersetzt die schon erwähnte GNB:  „Aber Gott hat uns einen neuen Himmel und eine neue Erde versprochen. Dort wird es kein Unrecht mehr geben, weil Gottes Wille regiert. Auf diese neue Welt warten wir.“ 

Würde dieser Text einen Sinn machen, wenn alle Menschen in
den Himmel kämen?  Schon deshalb nicht, weil es nur einen Ort im Universum gibt, an dem Unrecht und Ungerechtigkeit dringend beseitigt werden müssen:  und das ist unser Erde.                  (Anmrkg: den Begriff „Erde“ verwendet die Bibel auch im Sinne von „Weltbevölkerung“ - siehe 1. Mose 11:1)

Zur Erinnerung:  Als unser Schöpfer unsere Heimat Erde „Schlüsselfertig“ an die „Gründerfamilie“ übergab, segnete er sie  „und sagte  ihnen: „Seid fruchtbar, und werdet viele, und füllt die Erde, und unterwerft sie euch, und haltet euch die Fische des Meeres und die fliegenden Geschöpfe der Himmel untertan und jedes lebende Geschöpf, das sich auf der Erde regt.“  Dieser Auftrag wurde nie storniert.  Im Gegenteil  versichert uns Gott, dass sein
Wort „nicht ergebnislos zu ihm zurückkehren wird, sondern es wird gewiss das tun, woran ich Gefallen gehabt habe“  (Jesaja
55:11).

Insofern ist es auch verständlich, dass Menschen noch zur Zeit Jesu,  ja nicht einmal seine Jünger auf ein Leben im Himmel hofften.  Noch am Tag seiner Himmelfahrt fragte sie ihn „Herr, stellst du in dieser Zeit [jetzt und hier in Jerusalems] für Israel das Königreich wieder her?“  (Apostelgeschichte 1:6) Sie hatten Jesu diverse Hinweise auf ein Leben im Himmel bis dahin nicht verstanden. 
(Siehe Johannes 14:2-5;  Matthäus 25:14, 19; Lukas 19:11, 12).

Ebenso war niemand der treu ergebenen Anbeter Gottes aus  alter Zeit in den Himmel gekommen; weder Abraham noch Sara, noch Mose, noch Josua u.s.w. hatte je diese Hoffnung gehegt.  In  Johannes 3:13 sagt Jesus deshalb  „Überdies ist kein Mensch in den Himmel hinaufgestiegen, außer dem, der vom Himmel herabkam, der Menschensohn“  -  also er selbst. 

Von Jesus deutlich ausgesprochen wurde eine himmlische Hoffnung
zum ersten Mal am Abend vor seinem Tod.  Bei der Gelegenheit wurde auch gleich der begrenzte Zweck dieser einzigartigen Vorkehrung erläutert.  Als Jesus das Passahfest beendete und an seiner Stelle das Abendmahl einsetzte sagte er zu seinen anwesenden Jüngern (nach Lukas 22:28-30)  „Ihr aber seid es, die in meinen Prüfungen mit mir durchgehalten haben; und ich mache einen Bund mit euch, so wie mein Vater einen Bund mit mir gemacht hat, für ein Königreich,  damit ihr an meinem Tisch in meinem Königreich esst und trinkt und auf Thronen sitzt, um die zwölf Stämme Israels zu richten.“

Hast Du es bemerkt? Zu Deiner Frage, wer in den Himmel kommt und warum, enthält dieser zitierte Text drei Merkmale:

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@Abundumzu

Drei Merkmale:

  • Solche Menschen müssen in Prüfungen,  ähnlich wie Jesus sie durchmachte,  mit ihm durchgehalten haben.
  • Jesus machte mit ihnen einen Bund (Vertrag) für einKönigreich  (d.h. für eine Regierung).
  • Und ihre Aufgabe wird es sein gemeinsam auf „Thronen zusitzen“, um mit ihm, dem König,  eine  neuen Erde zu regieren.

Einer von ihnen, Johannes sagt deshalb in der Offenbarung 1:6 " und er [Jesus] hat uns zu einem Königtum, zu Priestern für seinen Gott und Vater gemacht —, ja ihm sei die Herrlichkeit und die Macht immerdar! Amen.“

Die Bibel macht also einen Unterschied zwischen „einer große Volksmenge, die kein Mensch zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Zungen,  die aus der großen Drangsal kommen, . . .“  (Offenbarung 7:9, 14)  und einer vergleichsweisen "kleinen Herde"  von 144.000,  „die dem Lamm (Christus) beständig folgen, ungeachtet wohin es geht . . .“  (Lukas 12:32 und Offenbarung 14:4)

Für so manchen Bibelfreund mag dieses Verständnis neu sein  - 
dabei hat sich an der Verfahrensweise unseres Schöpfers im Prinzip nichts geändert;  denn wie schon zitiert:

 „Was die Himmel betrifft, Jehova gehören die Himmel, Aber die Erde hat er den Menschensöhnen gegeben.“ Psalm 115:16 

Als nämlich die Menschheit einst begann, war die „Bevölkerung“  (zunächst nur zwei) auf der Erde angesiedelt und die Regierung (unser Schöpfer)  hatte ihren Sitz im Himmel.  Für den Fall ihres Ungehorsams wurde ihnen weder die Hölle noch der Himmel zugesichert,  sondern nicht mehr als  dass sie „zum Erdboden zurückkehren“ würden [also auf der Erde „bleiben“], denn aus ihm wurdest du genommen. Denn Staub bist du, und zum Staub wirst du zurückkehren“ (1. Mose 3:19)

Dagegen wir der Beginn  einer „neuen Welt“  mit einer deutlich größeren „Gründungsfamilie“ starten, denn  da sind zum einen die schon erwähnte "große Volksmenge, die kein Mensch zählen kann, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Zungen, die aus der großen Drangsal kommen . . .“  -  und zum Zweiten, „alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, und seine Stimme hören und herauskommen werden . .  , zu einer Auferstehung des Lebens . . .“  (Johannes 5:28, 29;  Offenbarung 7:9, 14)    

Infolgedessen wird auch die Regierung im Himmel umfangreicher sein, zumal  der König Jesus Christus vorgesehen hat,  aus
unvollkommenen Menschen so nach und nach wider vollkommene Erdenbewohner zu machen  -  ein Prozess des Lernens und Umdenkendes und eben das  unter einer in irdischen Dinge sehr erfahrenen und bewährten himmlischen Regierung.

Als Schlussgedanke und geraffte Antwort auf Deine Frage die
da lautet:

 „Kommt man laut Christentum trotzdem in den Himmel, wenn man ein guter Mensch war aber kein Christ?“ 

Als Antwort erklärt Dir die Bibel in Hebräer 5:8, 9,  dass selbst Gottes Sohn, "obwohl er Sohn war,  Gehorsam lernte durch die Dinge, die er litt; und nachdem er vollkommen gemacht worden war, wurde er für die ewige Rettung all derer verantwortlich, die ihm gehorchen . . .“  (!!)

Eigentlich logisch oder?

Alles Gute

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Woher hast du denn diese Zahl? Selbstverständlich kommen alle Christen in den Himmel, wenn sie an Jesus Christus glauben und den Willen Gottes erfüllen.

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Hallo Tezcatlipoca,

nein, das hat Gott nicht vorgesehen. Die Aussicht auf ein ewiges Leben ist für die meisten Menschen nicht mit einem Leben im Himmel, sondern mit einem Leben hier auf Erden verbunden. Die Aussage, "Alle guten Menschen kommen in den Himmel" stimmt also nicht. Überrascht? Nun, vielen ist nicht bekannt, dass die Bibel an vielen Stellen von der Aussicht auf ein ewiges Leben in einem irdischen Paradies spricht. Stellvertretend für viele andere, möchte ich hier nur zwei Stellen erwähnen. Sie lauten:

"Die Gerechten selbst werden die Erde besitzen, Und sie werden immerdar darauf wohnen" (Psalm 37:29)
"Glücklich sind die Mildgesinnten, da sie die Erde erben werden" (Matthäus 5:5).

Wenn die Juden zu biblischer Zeit in den heiligen Schriften lasen, stießen sie dabei immer wieder auf Aussagen, die sich auf ein künftiges Leben auf der Erde bezogen. Die Hoffnung auf ein Leben im Himmel war ihnen völlig unbekannt. Damit wurden sie erstmals konfrontiert, als Jesus Christus davon sprach, z.B. als er zu seinen Jüngern sagte: "Im Hause meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es anders wäre, hätte ich es euch gesagt, denn ich gehe hin, euch eine Stätte zu bereiten.  Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und will euch heimnehmen zu mir, damit dort, wo ich bin, auch ihr seid" (Johannes 14:2,3). Mit dem "Hause meines Vaters" meinte Jesus natürlich den Himmel und er sagte unmissverständlich, dass er seine damaligen Jünger dorthin holen werde.

Doch zeigt die Bibel auch, dass nicht alle Jünger Jesu Christus automatisch die Hoffnung haben, einmal mit ihm im Himmel zu sein. Sie spricht von "Auserwählten" und "Berufenen", deren Zahl begrenzt ist (Kolosser 2:3, Römer 1:6). Jesus sagte einmal mit Blick auf diese "Auserwählten": "Fürchte dich nicht, du kleine Herde, denn es hat eurem Vater wohlgefallen, euch das Königreich zu geben" (Lukas 12:32). In der "Offenbarung" wird sogar die genaue Zahl dieser "kleinen Herde" bekanntgegeben: 144.000 Personen (siehe Offenbarung 7:4 und 14:1).

Warum ist aber die Anzahl der zu himmlischen Leben Berufenen überhaupt begrenzt? Weil diese Personen im Himmel eine besondere Aufgabe zu erfüllen haben; zusammen mit Jesus Christus bilden sie eine himmlische Regierung, in der Bibel auch "Gottes Königreich" genannt. Wie bei jeder anderen Regierung auch, können ihr nicht alle Bürger angehören, sondern nur eine begrenzte Auswahl geeigneter Personen. Diese himmlische Regierung wird über gehorsame Menschen hier auf der Erde regieren. Darüber schreibt die Offenbarung: "...mit deinem [Jesu Christi] Blut hast du für Gott Personen aus jedem Stamm und [jeder] Zunge und [jedem] Volk und [jeder] Nation erkauft,   und du hast sie zu einem Königtum und zu Priestern für unseren Gott gemacht, und sie sollen als Könige über die Erde regieren" (Offenbarung 5:9,10).

Welches sind aber einige Voraussetzungen dafür, dass jemand in den Himmel gelangen kann? Zum Beispiel muss jeder, der einen Platz im "Königreich der Himmel" bekommt, mit Jesus Christus in den "neuen Bund" und in den "Bund für ein Königreich" aufgenommen werden. Jesus sagte beim letzten Abendmahl zu seinen Jüngern: "  Ihr aber seid es, die in meinen Prüfungen mit mir durchgehalten haben;   und ich mache einen Bund mit euch, so wie mein Vater einen Bund mit mir gemacht hat, für ein Königreich,   damit ihr an meinem Tisch in meinem Königreich esst und trinkt und auf Thronen sitzt (Lukas 22:29-30). Nach Jesu Worten wird nur jemand in diesen Bund aufgenommen, der "in meinen Prüfungen mit mir durchgehalten" hat, d.h. jemand, der ähnliche Erprobungen des Glaubens wie Jesus durchgemacht und in ihnen, ebenso wie er, standgehalten hat.

Eine weitere Voraussetzung für das himmlische Leben ist die Wiedergeburt. Das geht aus folgenden Worten Jesu hervor: "Wenn jemand nicht wiedergeboren wird, kann er das Königreich Gottes nicht sehen" (Johannes 3:3). Auf das Thema "Wiedergeburt" näher einzugehen, würde den Rahmen dieser Antwort ganz sicher sprengen. Doch sei hier nur soviel gesagt, dass die Wiedergeburt eine unabdingbare Voraussetzung für die Berufung zu himmlischem Leben ist.

Wie diese biblischen Darlegungen gezeigt haben, steht ein Leben im Himmel wohl den meisten Menschen nicht in Aussicht. Andererseits wird das am Anfang beschriebene Leben in einem Paradies auf Erden sehr vielen Menschen offenstehen, denn über die Auferstehung zum Leben hier auf der Erde heißt es in der Bibel: "Und ich [der Apostel Paulus] habe die Hoffnung zu Gott, welche diese [Männer] auch selbst hegen, dass es eine Auferstehung sowohl der Gerechten als auch der Ungerechten geben wird (Apostelgeschichte 24:15). Zu diesen "Ungerechten" zählen all die Menschen, die in ihrem früheren Leben nicht die Möglichkeit hatten, Gott wirklich kennenzulernen. Nach ihrer Auferstehung bekommen sie jedoch die Chance dazu. Wenn sie sie nutzen, dann steht ihnen das verheißene ewige Leben in Aussicht. Dann wird sich die folgende alte Prophezeiung aus einem Psalm erfüllen:" Denn die Rechtschaffenen sind es, die auf der Erde weilen werden, und die Untadeligen sind es, die darauf übrigbleiben werden" (Sprüche 2:21).

LG Philipp

Die Bibel macht an vielen Stellen deutlich,dass ein Mensch allein aus Glauben errettet wird (Joh 3,14; 5,24; Apg 16,31; Röm 3,21–26, Röm 6,23 u.a.) und nicht aus eigenen Werken (Eph 2,8–9; Röm 3,20; 4,5; Gal 2,16 u.a.).

Alle Menschen sind Sünder und werden vor Gott in Worten, Taten und Gedanken schuldig. Da Gott rein, heilig und gerecht ist, kann er Sünde nicht tolerieren. Deshalb müssten eigentlich alle Menschen in die Hölle kommen, da niemand ein völlig sündloses Leben geführt hat.

Doch Gott hat uns einen Rettungsanker ausgeworfen. Er ist selbst in Jesus Mensch geworden, hat Versuchungen erlebt und hat als einziger jemals ein völlig sündloses Leben geführt. Deshalb konnte er am Kreuz als reines und makelloses Opfer zur Vergebung unserer Sünden sterben. Wenn wir dieses Opfer für uns in Anspruch nehmen, bekommen wir die Vergebung unserer Sünden und können reingewaschen und geheiligt vor Gott stehen. Nach der Bibel gibt es nur diesen einen Weg.

Johannes 14,6: "Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben."

Hebräer 11,6: "Ohne Glauben aber ist es unmöglich, Gott wohlzugefallen."

Römer 6,23: "Denn der Lohn der Sünde ist der Tod; aber die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn."

Allerdings sollte Glaube automatisch zu guten und gottwohlgefälligen Werken führen. Ansonsten ist es fragwürdig, ob der Glaube echt ist, wenn keine Werke folgen. Deshalb schreibt Jakobus, dass Glaube ohne Werke tot ist (Jakobus 2,20.26).

Der Grund warum es vielen schwer fällt die Zusammenhänge zu verstehen ist das Grundverständnis vom Menschen. 

Wir Christen glauben, dass der Mensch als Ebenbild Gottes geschaffen ist, um Gemeinschaft mit Gott zu haben. 

Jetzt gibt es aber ein Problem: Gott ist perfekt und heilig und wir Menschen sind es nicht. Der Herr dieser Welt ist der Tod und dem gehören wir und zwar nicht, weil Gott uns bestrafen will, sondern weil es einfachen weil es nicht zusammenpasst, weil wir in Gottes heiliger Gegenwart nicht bestehen könnten. 

In der Bibel gibt es mehrere Berichte, die eine Ahnung davon geben, wie das ist. ZB Moses, der Gott nur im Vorrübergehen von hinten sehen darf und danach selbst so strahlt, dass er sein Gesicht verhüllen muss, dass das Volk seinen Anblick noch ertragen kann oder die Vorschriften für den hohen Priester, wenn er das Allerheiligste betritt: Er hatte Glöckchen am Gewand, damit man von außen horen konnte, wenn er tot war, weil er die Herrlichkeit nicht ertragen konnte und ein Seil umgebunden, um ihn dann heraus ziehen zu können. 

Das alles wie gesagt nicht, weil Gott zynisch ist und uns gerne bestraft, sondern weil Sünde und Gott einfach nicht zusammen passen, so wie Feuer und Wasser nicht zusammenpassen.

Zwischen uns und der Helligkeit Gottes ist also wie ein Graben, der so breit ist, dass man den aus eigener Kraft nicht überwinden kann, egal, was man tut. Und da man dort nicht rüber kann und Gott die Quelle des Lebens ist, ist die logische Konsequenz die ewige Trennung von Gott und somit der Tod.

Da das aber nicht das ist, wofür Gott uns geschaffen hat und er uns Menschen liebt, hat er eine Lösung für das Problem geschaffen. Da wir nicht in seine Heiligkeit kommen können, hat er seine Heiligkeit verlassen und ist einer von uns geworden und hat schließlich sogar die Konsequenz unseres Zustands, nämlich den Tod auf sich genommen und den Toa dadurch besiegt und ist wieder auferstanden.

Dadurch hat er uns einen Weg gezeigt, wie wir auch wieder auferstehen können, indem wir ihm nachfolgen. Das muss man annehmen, da kann man, wie oben beschrieben nichts dazu tun aus eigener Kraft. 

Das klingt jetzt vielleicht erstmal so, als könnte man dan tun, was man will. Aber es geht ja darum, dass man durch Jesus Teil an Gottes Herrlichkeit hat und das schon hier auf der Erde und da das immer noch nicht zusammen passt, wird man sich, wenn man anfängt, mit Jesus zu leben automatisch verändern. Natürlich ist man immer noch Mensch und macht Fehler und wird aus eigener Kraft auch nie ein besserer Mensch sein. (Man ist nie ein besserer Mensch, man hat ja nichts für die Erlösung getan). Aber das Leben mit Gott verändert einen, sodass man ihm immer ähnlicher sein will. Man kann nicht Gemeinschaft mit Gott haben und sündigen wollen. Das man es trotzdem tut liegt daran, dass man (hier noch) nicht nur mit Gott lebt, sondern eben auch noch im einfluss dieser Welt. 

Kurz zusammengefasst also: Die Gnade Gottes ist unabhängig davon, wie man lebt und jeder kann durch sie zu Gott kommen, aber es wird an niemandem spurlos vorübergehen, sie anzunehmen.

Ich habe erst heute eine recht ähnliche Frage beantwortet, daher werde ich an dieser Stelle aus meiner Antwort zitieren:

Das wird in den Religionen unterschiedlich gesehen. In den meisten,  wo es auch darum geht, dass man die Möglichkeit hat, in den Himmel zu kommen, muss man dafür Mitglied der betreffenden Religion sein, während alle anderen offenbar demnach in die Hölle kommen. Anhand der Vielzahl der Religionen ist dies recht interessant, weil die verschiedenen Religionslehren ja nicht alle gleichzeitig richtig liegen können. Bei den Zeugen Jehovas kommt nur eine bestimmte Anzahl, nämlich 144000 Personen in den Himmel. Da es schon weit mehr Zeugen Jehovas gibt, reicht es offenbar nicht aus, nur ein Mitglied dieser Religion zu sein.

Laut der Religionslehre der Mormonen gibt es verschiedene Grade der Herrlichkeit (wenn man so will des Himmels), wonach diejenigen, die glaubenstreue Mitglieder der Mormonen sind, oder den Glauben angenommen hätten, hätten sie diesen kennen gelernt, in die höchste Herrlichkeit gelangen können, jene, die an sich gute Menschen sind, aber den Glauben nicht annehmen würden und auch nicht angenommen haben, gelangen in die mittlere Herrlichkeit, und jene, die durchaus auch ihre Probleme mit dem weltlichen Gesetz hatten und auch nicht Mitglieder der Kirche gewesen sind gelangen in die geringste Herrlichkeit, welche noch immer besser als das irdische Dasein sein soll. Nur die Menschen, die man eigentlich wegen ihrer Gräuel nicht mehr als Menschen bezeichnen könnte, kommen in die so genannte äußerste Finsternis, was man in gewisser Hinsicht als Hölle bezeichnen könnte.

Quelle: https://www.gutefrage.net/frage/kommen-menschen--die-anstaendig-sind-in-den-himmel?foundIn=list-answers-by-user#answer-200573889

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