Kind ist unkontrollierbar - was kann ich tun?

4 Antworten

Wenn Kinder nicht auf intelligentem Wege zuhören wollen/können, dann muss man ein Gang runterschalten. Nicht in der Erziehung, sondern in der Evolutionen. Affen z.B: lernen was sie dürfen und was nicht, in dem man ihnen klare Grenzen zeigt. In dem Fall, würde ich empfehlen in erst mal ein paar Tage gar nicht rauszulassen, vollkommen unabhängig davon ob und wie viele Hysterie Anfälle er bekommt. Nach einigen Tagen, geht man mit ihm vor die Tür, händchenhaltend. Versucht er sich los zu reissen geht man zurück ins Haus für einen weiteren Tag. Das wiederholt man bis das Kind gelernt hat das es nicht raus darf wenn es sich nicht an bestimmte Regeln hält. So kann man auch auf anderen Gebieten verfahren. Man muss nur eine starke Hand und eiserne Nerven zeigen. Kinder sind, solange sie Kinder sind, meistens eine Plage.

Hallo,

Ich bin zwar momentan kein Elternteil, aber ein 14 Jahre älterer Bruder, und

Die Mutter von ihm lächelt einfach nur und sagt "ja der hört gar nicht"

ich glaube, da liegt die Wurzel des Problems. Konfliktscheue. Und das zur völlig falschen Zeit an der völlig falschen Stelle. Ich teile zwar Alessias Bild vom Affen absolut nicht, stimme aber zu, dass Kinder klare Linien brauchen. Und zwar von den Eltern, da führt kein Weg dran vorbei – als Außenstehender kann man ein Kind zwar beeinflussen, sofern man mit ihm zu tun hat, aber sie kriegen den Unterschied zwischen den Situationen (mit Dir vs. bei den Eltern) gerne spitz und laufen zu hause dann möglicherweise ganz anders auf.

Kritisch ist die Zeit momentan, weil genau in dem Alter eine Umstellung stattfindet, die ich mal scherzhaft "psychopathe Phase" betitelt habe: Die Säuglingszeit ist vorbei, das Kind kann schon viel viel mehr, als nur SChreien, essen, verdauen und schlafen, sein Bedürfnishorrizont geht auch weit über Nahrung, Wärme etc. hinaus. Und während früher alle Bedürfnisse möglichst schnell möglichst umfassend und bedingungslos erfüllt wurden, geht das jetzt einfach nicht mehr (also: die Grundbedürfnisse schon, aber alles andere hat seine Zeiten und Grenzen). Das Kind kann von sich aus noch nicht zwischen Grund- und anderen Bedrüfnissen unterscheiden, es bekommt nur mit, wenn ein Bedürfnis nicht erfüllt wird und reagiert nach den Maßstäben dessen, was es kennt, normal: Es fühlt sich bedroht und macht lautstark darauf aufmerksam, ohne schon konkret sagen zu können, was los ist. Rücksicht auf andere wird noch nicht genommen, weil man erst lernen muss, dass andere überhaupt zu berücksichtigen sind.

Kurz: Das Kind muss zur Zeit lernen:

  1. was Mama (Papa, Onkel, Tante, Oma, Opa) sagt, wird gemacht (Autorität);

  2. auch wenn wir jetzt nicht machen, was Du willst, haben wir Dich trotzdem lieb (Beziehungssicherheit);

  3. Hunger, Durst und Kälte kann man eine Weile überleben; dennoch ist es wichtiger, als alles andere (Gewichtung der Bedürfnisse).

Müssen ihm primär die Eltern beibringen, weil sie nunmal das Grundsystem bilden, in dem sich das Kind bewegt. Das geht nun auf verschiedene Weise. Meine Mutter hat mir und meiner Schwester immer erklärt, warum was nicht ging, wenn es nicht ging, und Alternativangebote gemacht. Andere Möglichkeiten sind:

  • vorher schon nachvollziehbare Zeitgrenzen setzen (z.B.: "Wenn die Sonne da und da steht, gehen wir nach hause" – dann wird das Kind vom Ende der Tätigkeit weniger Überrascht und erhält die Möglichkeit, sich darauf vorzubereiten);

  • vor der Neuansage Aufmerksamkeit darauf lenken, was das Kind davon hat, wenn es der neuen Ansage folgt (Essen, Baden, Kuscheln, zu hause spielen);

  • Ausbocken lassen, in irgendeinem ruhigen Bereich, in dem ihm nichts passieren kann (hat bei mir immer geholfen; das Kind kann seinen Frust abreagieren, feststellen, dass nichts schlimmes passiert ist, und wieder in einen friedlichen Zustand zurück kehren);

  • körperliche Angriffe konsequent unterbinden (den Stock wegnehmen und (demonstrativ) über dem Knie zerbrechen, den Arm festhalten (nur fest halten, ggf. stehen bleiben, er soll ja nicht gebrochen werden), im Kopf langsam bis 5 zählen, bevor man ihn wieder los lässt (die Dauer gibt der Aktion das nötige Gewicht)...bei Tritten gibt es meines Wissens leider keine nicht-offensiven Gegenmaßnahmen außer Ausweichen); hinterher bei Gelegenheit erklären, warum man so gehandelt hat (man setzt seine Interessen nunmal nicht mit Gewalt durch, solange man nicht vorher angegriffen wurde; ist in dem Alter nich nicht selbstverständlich, muss ggf. vermittelt werden)

  • Bei Sicherheitsanweisungen den Sinn dahinter erklären, und zwar sowohl detailiert (Kinder kriegen es mit, wenn man sie oberflächlich abspeist), als auch nachvollziehbar (Radfahren mit meiner Schwester war für mich mal ein Albtraum, bis ich ihr in aller Freundlichkeit auseinandergesetzt habe, dass sie sofort zu machen hat, was ich ansage, weil ich die Verkehrssituation nunmal besser überblicke);

  • im Belohnen genau so Konsequent sein, wie im Bestrafen – wobei man nichtmal unbedingt mit tatsächlichen Strafen arbeiten muss - eine wegen Ungehorsam ausgefallene Belohnung wird auch als Strafe empfunden.

Booah!

Diese Antwort ist so gut, dass wenigstens ich nichts mehr dazufügen könnte und möchte!

D.H.

Norbert

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in diesem fall würde eine maßregelung auch nix bringen...

sicher das er geund ist und nicht iwie psychisch nicht auf dem rechten wege ist?

setzt er sich oft durch? dann ist das eine erklärung für sein verhalten.. selbst wenn er noch so schreit und haut, er bekommt kein recht und nicht das was er will.. erst wenn er ruhig ist wird er belohnt... seine 5 min werden konsiquent ignoriert

lies dir mal da konzept von Triple P durch... vllt hilft das ja.. vorallem aber muss die mutter mal nen a..tritt bekommen.. die hat ich zu kümmern und dem kind grenzen aufzusetzen

ändetr sich nix, sollte hilfe vom profi gesucht werden.. sonst müssen hinterher noch fremde drunter leiden

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