Kellerdecke Dämmen, lohnt sich das?

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8 Antworten

Hallo, 

die unterseitige Dämmung der Kellerdecke ist prinzipiell eine gute Sache, die dabei hilft einfach Energiekosten zu sparen. Generell sollte die Dämmung aber mindestens 6-8 cm mit durchschnittlicher Qualität der Dämmung (WLG 035) betragen. 

Natürlich kann der U-Wert, also die wärmetechnische Qualität, der Kellerdecke, auch mit niedrigerer Dämmstärke verbessert werden. Voraussetzung dafür ist dann aber ein hochwertiges Dämmaterial (mind. WLG 030) um ausreichend große Effekte erzielen zu können. 

Mit 4 cm Dämmung WLG 030 (WLG xxx findest du immer in den Hersteller- oder Produktangaben) kannst du die Verluste auf jeden Fall reduzieren. Grob überschlagen beträgt die Einsparung in Deinem Fall etwa 90 € im Jahr, eventuell mehr.

Für das Material kannst du mit 10 - 12 €/m² rechnen. Bei 70 m² kommen da etwa 840 € zusammen. 

Von der wirtschaftlichen Seite her Lohnt sich die Maßnahme dabei nach rund 9 Jahren (ohne Berücksichtigung von Preisänderung der Brennstoffe)

Zum Überblick:

  • Einsparung 90 - 100 €/Jahr
  • Ausgaben 840 € einmalig
  • Amortisationszeit 8 - 9 Jahre 

Mehr Informationen zur Dämmung der Kellerdecke gibt es hier: https://www.eccuro.com/artikel/76-kellerdecke-daemmen-einfach-selbst-energiekosten-s

Ich hoffe ich konnte mit dem Beitrag etwas mehr Licht ins Dunkel bringen :)

Viele Grüße!

Alexander

Onki73 12.07.2015, 17:27

Er will keine Verluste reduzieren, er will wärmere Füße bekommen. Da hilft es, die Wärme im Raum besser zu verteilen und die Wärmeableitung vom Fuß durch die Fußbodenoberfläche so gering wie möglich zu halten (Wahl der richtigen Baustoffe). Da hilft die Kellerdeckendämmung überhaupt nicht.

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Lege auf eine 20cm dicke Betondecke 2cm Styropor und stelle Dich barfuß darauf.

Dann stelle Dich auf die super gedämmte Estrichplatte mit 20cm Styropor 6cm Estrich und darauf keramische Bodenfliesen.

Im ersten Fall hast Du eine schlechte Dämmung aber warme Füße, weil das Styropor die Wärmeableitung von Fuß stark behindert.

Im zweiten Fall hast Du einen super Dämmwert, aber kalte Füße, weil die keramische Oberfläche die Wärme des Fußes sofort ableitet.

Kalte Füße haben als wenig mit dem Dämmwert zu tun. Die Heizkostenabrechnung schon viel mehr.

Leg aufs Laminat einen Teppich. Wenn Du allerdings noch einen dicken lufterhitzenden Heizkörper unter dem Fenster hast, liegt hier auch eine Ursache für die kalten Füße. Die Warmluft der Heizung steigt zur Zimmerdecke und kühlt sich an den Aussenwänden ab und strömt kalt über den Fußboden zum Heizkörper zurück. Daher wird der Fußboden auch nicht erwärmt und bleibt kalt. Dämmung hilft aber nur, wenn ich Wärme am Abfließen hindern möchte. Am Boden kommt aber keine Heizwärme mehr an! Daher die Heizanlage auf viel mehr Wärmestrahlung umrüsten, denn nur diese erwärmt Oberflächen direkt.

In meinem Haus mit Holzfußböden sind hydraulische Heizleisten im Einsatz. Keine kalten Füße mehr, keine Zugluft und ein Temperaturunterschied zwischen Fußboden und Zimmerdecke von nur 1-2°C was temperaturbedingte Luftbewegungen stark einschränkt. Das zeugt von wenig Warmluft und viel Wärmestrahlung. Dadurch wird ein Wohlfühlklima geschaffen.

mit entsprechenden hochisolierenden Isoliermatten kannste sicher gut isolieren aber ich denke viel wärmer wird Boden auch nicht werden. Geht es bei der Erwärmung des Bodens um ganze Zimmerfläche oder nur Sofa- bzw Sitzbereiche ? Hab da so eine Idee parat

tkropp 05.02.2015, 22:41

Ich dachte so an ganze Zimmerflächen.

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Da deine Frage schon recht komplex ist und man das pauschal nie sagen kann würde ich dir raten einen Architekten bzw. Bausachverständigen zu beauftragen sich die Decke anzusehen. Das kostet vorweg zwar mal ein paar Euro ( wieviel sollten dir die Fachleute schon vorab nennen können) aber du weisst hinterher was hinsichtlich Kosten und Nutzen Sinn macht, und was wichtiger ist, was Bauphysikalisch machbar ist ohne dein Haus in der Substanz zu schädigen. Du hast ja Ziegel und nicht wie heute üblich Beton. Da wäre ich sehr vorsichtig mit der Auswahl des Dämmstoffes. Von den Dämmwerten wären PU Schaumplatten oder Vakuumplatten sehr gut, da sie bei geringer Stärke schon ansprechende Dämmleistung haben. Frage aber unbedingt einen Fachmann!

tkropp 05.02.2015, 22:48

Meinst du wegen dem Gewicht der Platten, also wegen der Statik?

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Ich hatte Betonkellerdecken und habe 2 cm Styroporplatten und eine Holzverkleidung drunter gemacht. Das ergab bereits einen großen Unterschied im Wohnraum darüber, wo allerdings Fliesen lagen. Ich denke, dass dein Aufbau bereits besser dämmt und der Effekt daher geringer ist.

3-4 cm ist Spielzeug. Du kannst aber den Zwischnraum der Decke dämmen. Das bringt definitiv etwas und die Kellerhöhe verändert sicvh nicht. Informiere dich über Einblasdämmung.

Kellerdecke von unten dämmen ist einfacher aber ungewöhnlich. Die Dämmung von oben erfordert allerdings die Aufnahme der Dielen und des Laminats (3-4 cm sind allerdings für die Katz; 10 cm Mineralwolle mindestens, mit Absperrfolie gegen Feuchtigkeit von beiden Seiten).

tkropp 05.02.2015, 22:43

10 cm geht nicht, dann bekomme ich einen krummen Rücken 😂. Ich hatte angenommen, Platten + Kleber = wärmere Füße 😊

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normalerweise wäre es am vernünftigsten, den Hohlraum zwischen Ziegeldecke und Dielenboden mit Isoliergranulat aufzufüllen. Die 3-4cm Isolierung bringen nichts. Mindestens 10cm.

tkropp 05.02.2015, 22:46

Das mit Dämmung im Dielenzwischenraum scheint mir auch am sinnvollsten (Wurde bei unseren DG Ausbau auch gemacht), aber das wäre nur möglich, wenn das EG ziemlich stark renovierungsdürftig wäre, was es nicht ist 😝

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