Kann mir einer Äquilibration nach Jean Piaget erklären?

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Äquilibration, nach J. Piaget der entscheidende Prozeß, in dem alle Elemente der Entwicklung zusammengefaßt sind. Die Äquilibration integriert und reguliert die drei anderen Hauptfaktorn der Enwicklung: körperliche Reifung, Erfahrungen mit der psyikalischen Welt und Einflüsse des sozialen Umfeldes. Das Äquilibrations-Konzept ist eines der wichtigsten Konzpte in Piagets Entwickungstheorie, gleichzeitig aber auch kompliziert und schwer zu fassen. Um den Prozeß der Äqilibration zu veranschaulichen, zieht Piaget die Aufgabe heran, die ein Kind bewältigen muß, um die Invarianz von Mengen beherrschen zu lernen. Demnach sind beim Umschütten einer Flüssigkeit von einem Behälter in einen anders geformten Behälter vier Schritte zu unterscheiden, bis das Kind Höhe und Umfang der Flüssigkeit gleichzeitig "ins Auge fassen" und in sein Urteil integrieren kann

Nach Piaget findet kognitive Entwicklung im Wechselspiel zwischen: 1. Assimilation (--> das Wahrgenommene wird so verändert, damit es zu den vorhandenen kognitiven Strukturen passt) und 2. Akkomodation (--> die vorhandenen, kognitiven Strukturen werden so verändert, dass sie zum Wahrgenommenen passen; neue Strukturen bilden sich) statt.

Assimilation und Akkomodation finden gleichzeitig statt. Das Zusammenspiel beider wird nach Piaget als Äquilibration bezeichnet. Es ist ein dauernder Prozess in welchem man nach einem Gleichgewicht strebt.

Das Gleichgewicht ist gestört, wenn die vorhandenen Strukturen nicht für das Fertigwerden neuer Situationen ausreichen. Somit treibt der Äqilibrationsprozess den Adaptionsprozess an, dem Wechselwirkungsprozess zwischen Assimi. & Akkom., und zwar aus einem Ungleichgewichtsgefühl heraus.

Das Kind bildet schrittweise Schemata (z.B Laufen) und Strukturen (z.B. Koordination der motorischen Fähigkeiten) aus. Somit entwickeln sich kognitive Denkstrukturen durch eigene Leistung des Kindes.

In welcher Phase nach Piaget befindet sich dieses Kind im Fallbeispiel?

Ein Junge (4 Jahre) hat eine Schwermehrfachbehinderung und kann aufgrund dieser nicht sprechen und laufen.
Beim spielen liegt er auf dem
Bauch und schaut den anderen mit großen Augen und bewegter Gestik beim Spielen zu.

Ich vermute er befindet sich in der "Sensomotorischen Phase" aufgrund seiner schweren Behinderung. Diese besteht jedoch auch 6 Entwicklungschritten, wonach ich sein Verhalten nicht wirklich zuordnen bzw eher nicht begründen kann warum er sich in dieser befindet.

Ich wäre sehr dankbar für Tipps oder antworten

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