Kann man ein Praktikum bei einem Fotograf machen? Wenn ja, was lernt man da?

6 Antworten

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Natürlich kann man das machen, es ist schließlich auch ein Ausbildungsberuf! Du lernst verschiedene Sachen (gehen wir von einem normalen Fotogeschäft aus)

Kundenbetreuung, visuelles gestalten im Foto, wie man menschen/Aufzunehmendes richtig positioniert, und natürlich am wichtigsten: Kameratipps und -tricks; und generell wird dir (hoffentlich) versucht, das handwerk nahe zu legen. :)

In Frankfurt gibt es keine Berufsschulklasse mehr f. Fotogr.. Ich kenne keinen einzigen Fotogr., der Lehrlinge hat, und die einzige Fotografen mit Meisterbrief sind Portraät-u. Hochzeitsfotogr. und haben kein Platz f. Praktikanten ... Aber alle arbeiten mit Assistenten, das ist was ganz anderes.

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Wie die vorherigen Antworten richtig aufzeigen wird der Praktikant dem Fotografen zur Hand gehen und dabei sich das eine und andere abschauen. So ist klar das der Praktikant sich mit dem Fotografen verstehen soll und das sein Interessengebiet (People/Sachen/Industrie etc.) in den Aufträgenauch abgewickelt wird.

Um es vorweg zu nehmen: fotografieren lernst Du bei einem Praktikum sicher nicht. Es sei denn, Du beschäftigst Dich schon seit vielen Jahren ernsthaft mit Fotografie. Du kannst mit professionellen Kameras im Prinzip schon umgehen, auch wenn Du noch keine selbst in der Hand gehalten hast, einfach weil Du aus Interesse bereits "alles" darüber gelesen hast.

Wenn Du auch schon mit Deiner Amateurknipse perfekte Portraits, wohlproportionierte Stilleben usw. fotografierst, also schon ein (halbwegs) sicheres Auge für Proportionen, Farben und Stile hast, ist das eine ideale Voraussetzung, bei einem Praktikum eine Menge fachliches zu lernen, einfach weil Du meist schon etwas darüber weist, um was es gerade geht.

Wenn Du gerade das erste mal an Fotografie als Praktikum denkst, wirst Du lediglich zuschauen können, wie so die Arbeitsabläufe im Betrieb sind und auch, mal mehr, mal weniger, einfache Handreichungen verrichten dürfen. Stellst Du Dich dabei pfiffig an, bekommst Du eventuell gelegentlich eine spannendere Aufgabe, mehr nicht. Für mehr ist ein Schulpraktikum zu kurz.

Schau Dir den Betrieb vorher genauer an, mach am besten ein par Probetage, denn es kommt immer auch sehr auf den /die Chef(in) an, wie befriedigend ein Praktikum ist. Sind noch weitere Praktikanten, Azubis und Angestellte da, hilft dies bei der Orientierung, wie es so klimamäßig in dem Laden läuft, ob der Umgangston korrekt und freundlich ist, oder ob die Leute geschurigelt werden. Wenn die Angestellten mit eingezogenen Köpfen rumlaufen und nur flüsternd kommunizieren, besser einen anderen Laden suchen.

Sehr viele der besten Fotografen haben mal als Praktikant angefangen, bei dem richtigen "Meister" ist das sehr viel besser als eine handwerkliche Ausbildung in einem Passbildstudio. Am meisten und vielseitigsten kann man in der Werbefotografie lernen, muss dafür aber auch viel leisten, einen 8-Stundentag hat man da eher selten.

Du siehst, für Deine Berufliche Perspektive ist ein Fotostudio eher ungeeignet.

Wie währe es da mit einem Praktikum in einem Bereich im gesellschaftlichen Umfeld, mit dem Du auch als Polizistin einmal zu tun haben wirst, etwa bei einer Küche für für Nichtsesshafte und Bedürftige ( ist nicht a la "Frauen an den Herd" gemeint, mir viel gerade nix anderes ein;-) wo Du, wie bei der Polizei, auch mit den nicht so dollen Seiten des Lebens konfrontiert wirst. Da kann man vielleicht auch die besten positiven Erfahrungen machen.

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