Kann man einen Dynamo am Fahrrad reparieren?

6 Antworten

Ein Nabendynamo ist meiner Meinung nach heute kein wesentlicher Kostenfaktor mehr: Felge 28'' mit Shimano-Dynamo werden regelmäßig ab 40 Euro angeboten. Es handelt sich i.d.R. um das Modell DH-3N20, das ich auch selbst habe. Ist aber auch nur theoretisch wartungsfrei: Bei meinem war nach 2 Jahren Wasser in der Trommel, beim ersten Frost sind Rotor und Stator zusammengefroren. Habe etwas fester geschoben, was dazu führt, daß das Kabel vom Rotor zur Anschlußklemme abgedreht wird. Reparatur ist allerdings selbst möglich (etwas handwerkliches Geschick vorausgesetzt): Zuerst die Hutmuttern links und rechts entfernen, und Rad ausbauen. Dann die Mutter links an der Achse (nicht die auf der Stromanschlußseite) lösen (Schlüsselweite SW17)- es handelt sich hierbei um die Kontermutter für die Lagermutter weiter innen (ebenfalls SW17). Deshalb diese am besten beim lösen der Kontermutter festhalten. Man braucht hierfür einen flachen 17er Schlüssel, den jedoch viele haben dürften ohne es zu wissen: Meist ist eben ein solcher bei vielen Flex mit dabei, um den Teller festzuhalten... nun den Zwischenring entfernen, und die Lagermutter entfernen. Dahinter liegen die ersten 12 Lager-Stahlkugeln. Wenn die noch gut im Lagerfett liegen, können Sie im Rad verbleiben (aber nicht verlieren !). Nun an der Anschlußseite die gesamte Rotoreinheit mit Achse und Anschlüssen komplett rausschrauben. Es ist der große Sechskant unmittelbar am Rad. Hierfür ist entweder ein großer Gabelschlüssel nötig (ich glaube es war SW 36), oder alternativ den Sechskant mit dem Kopf nach unten im Schraubstock einspannen (aufpassen, daß nicht das Plastikgehäuse mit den Stromanschlüssen eingezwickt wird). Nun geht's auf der Anschlußseite weiter: Konternmutter lösen, dabei wieder Lagermutter festhalten, entfernen. Metallscheibe entfernen (da ist der Massekontakt dran), Plastikscheibe entfernen. Den Draht am Kupferkontakt auslöten, Kontakt samt Plastikhalterung abziehen. Die beiden metallenen Formstücke (sind Abstandshalter für die Plastikhalterung) abziehen, Draht glatt in die Nut der Achse drücken, Metallscheibe abziehen. Jetzt ist man endlich an der Lagermutter angekommen (SW 17). Ausschrauben, Lagerkugeln nicht verlieren. Was übrig bleibt ist die Achse mit darauf befestigtem Rotor. Die Achse ist an der Anschlußseite auf zwei Seiten abgeflacht, kann so in den Schraubstock eingespannt werden. Die Haltemutter auf der Anschlußseite wird von zwei Zapfen gesichert, die von der darunterliegenden Scheibe nach oben gebogen sind. Die beiden mit einem kleinen Schraubenzieher oder ähnlichen Klinge nach unten biegen, Haltemutter entfernen, Sicherungsscheibe entfernen, Metallplatte entfernen. Das Kabel des Ankeranschlusses (oder was davon übrig ist) liegt nun frei vor einem. Einfach mit einem Stück isolierten Draht verlängern, Schrumpfschlauch drüber, und in umgekehrter Reihenfolge zusammenbauen. Vorher noch die Nut in der Achse zum Ankeranschluss ausrichten, falls es sich verdreht hat. Die Lagermuttern nach handfestem Anziehen wieder knapp eine Vierteldrehung lösen, mit flachem 17er Schlüssel festhalten, und Kontermutter festziehen. Lagerspiel nochmal prüfen, aber so müsste es einigermassen passen. Ob die Sache erfolgreich war, kann man mit einem Multimeter prüfen: Es sollte ein Widerstand von etwa 2,5 Ohm angezeigt werden zwischen den beiden Anschlußklemmen. Falls es deutlich weniger sind (bei mir 0,6), hat man den Draht beim Zusammenbauen eingequetscht, und muss nochmal zerlegen.

Ich denke nicht, daß du da noch was reparieren kannst. Wie fühlt es sich denn an, wenn du das Rädchen mit der Hand drehst? Evtl. ist das Lager hin. Dann kannst du den nur noch wegschmeißen.

Finde die Frage gut, denn was alles weggeschmissen wird, ist sagenhaft, aber abgesehen davon: Eine neue Lichtanlage wird wohl billiger sein, Nachteil des Dynamos ist die Reibung und damit ein gewisser Mehraufwand beim Radfahren, Vorteil: Umweltfreundlicher

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