Kann man als Landwirt heute noch überleben und wenn in welchen Bereichen (Mittelgroßer Hof)?

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4 Antworten

Also falls du auf diesen Hof wieder 80 Milchkühe inkl. Nachzucht halten möchtetst, dann kannst du das der Arbeit wegen nicht als Nebenerwerbslandwirt machen. 80 Milchkühe zu betreuen bedeutet mindetestens eine 70 Stunden Woche und kann fast nicht alleine bewerkstelligt werden. Vom Geld jedoch was MOMENTAN dabei überbleibt oder eben nicht überbleibt kann man es wirklich nur Hobby nennen.

Zur Fläche: Um 80 Kühe und deren Nachzucht mit Futter zu versorgen sind über 40 ha Anbaufläche notwendig. Diese Fläche ist dann auch nur zur Grundfuttererzeugung geeignet. Kraftfutter muss dann noch zugekauft werden. Bei diesen 40 ha sind jedoch nicht miteingerechnet, dass man neben Gras und Mais auch noch eine dritte Frucht anbauen muss um den gesetzlichen Bestimmungen gerecht zu sein. Also wird noch mehr Fläche nötig sein.

15 ha kannst du besser verpachten, 800 € je ha und Jahr, also ca. 12.000 € im Jahr was du sicher bekommst.

Ich würde mal grob sagen als reiner Landwirtschaftlicher Betrieb nicht.

Die meisten Bauern sind auch extra Verdienste angewiesen.

Egal ob Biogas-Anlage oder noch ein Nebenjob,anders klappt es meist nicht mehr-

Wenn er gut ausgebildet ist und entsprechend ein guter und findiger Wirtschafter - dann ja.

Mit 15 ha kannst auch gleich daheim bleiben, wenn er das hauptberuflich machen will. Da gehört schon noch irgend ein anderes Standbein dazu. Mit der jetzigen Konstellation geht die Rechnung definitiv nicht (gewinnbringend) auf.

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@beglo1705

Ich wollte es Neben erwerblich betreiben

Es können auch mehr Hecktar sein ich bin mich gerade erst damit zu beschäftigen

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@beglo1705

Reden wir von 15 ha Obstbau oder 15 ha Grünland? Wo liegt der Betrieb in den schweizer Alpen bist du mit 15 ha mehr als ein Großgrundbesitzer, in Sachsen-Anhalt ist das nicht mehr als ein Kleingarten.

So pauschal läßt sich das dann doch nicht beantworten. Einfach so weitermachen - da gebe ich dir Recht - wird sicher nicht gehen, aber genau dazu ist auch eine gute Ausbildung des Betriebsleiters wichtig.

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@tryanswer

Sicher, die Ausbildung und das Wissen sind unabdingbar in der Landwirtschaft.

Dennoch, mit 15 oder 20ha wird´s einfach schwierig und dann stellt sich mir schon die Frage, ob nicht verpachten die sinnvollere Alternative wäre. Zumindest wäre es sicheres Geld ohne Aufwand und zusätzliche Kosten.

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@mobistelt2erxD

In dem Fall muß ich beglo1705 zustimmen. Den Hof fortzuführen wird kein leichtes Unterfangen. Allerdings ist es schwierig so etwas ungesehen zu beurteilen. Am besten suchst du dir einen praktischen Landwirt, der dir eine Einschätzung des Betriebes geben kann (direkte Nachbarn sind dabei in der Regel wenig hilfreich). Im Zweifel kannst du dich auch noch mal an die Landwirtschaftskammer und den Bauernverband wenden.

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@beglo1705

wie sieht Es aus wenn man aus dem Hof ein Geflügelhof macht (ideal keine Mast. Und das Heu nur noch verkaufen tut. Freilandhaltung wäre durch die Örtlichen gegebeheiten (Aussiedlerhof) möglich

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@mobistelt2erxD

Kann ich nichts zu sagen. Ganz grob hast du aber eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Entweder du vergrößerst den Hof (durch Pacht oder Stallbauten - sollte im Außenbereich gut möglich sein) oder du suchst dir eine Nische in der Direktvermarktung (das hängt natürlich stark von den örtlichen Gegebenheiten ab).

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@tryanswer

Mein Großvater hat bereits damals den Hof 2 mal vergrößert. Wir haben derzeit sehr viel Verpachtet. Und erst mal vielen dank für die vielen antworten

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Nein, also zumindest nicht als Vollerwerbslandwirt.

Wenn dann entweder noch zusätzlich zum Beispiel als Betriebshilfe arbeiten gehen und/oder gleich ganz verpachten. Das Geld hast du dann sicher, denn mit 15 ha kommst jetzt auch nicht so weit, mal abgesehen von Unwettern die dir evtl. den Mais verhageln oder oder oder.

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