Jupiter und andere planeten im teleskop nicht zu sehen wie sie aussehen sollten

12 Antworten

Dein Teleskop ist vermutlich eines, welches man einfach in einer Tasche mitnehmen kann. Es ist zu klein! Die Bilder, die du kennst, wurden mit Teleskopen erstellt, die groß wie Häuser sind. Ergo deutlich näher heranzoomen können, als deines.

Vergleiche es mit einem Mikroskop. MIt einem Schülermikroskop kannst du Amöben sehen und Blutplättchen. Mit einem ERM kannst du Mitochondrien sehen.

Habe selbst auch ein Teleskop welches eine max. sinnvolle Vergrößerung von 500 hat. Man kann mithilfe von sogenannten "Barlowlinsen" die Brennweite von Teleskopen verlängern und so eine höhere Vergrößerung erhalten. Barlowlinsen erhält man meistens 2-fach aber man kann sie auch mit 3-fach Verlängerung kaufen. Wenn man Jupiter mit seinen Streifen sehen muss man mindestens ein Teleskop haben, welches von Haus aus schon eine Vergrößerung von 500 hat und ein Okular mit 5 mm Brennweite. Da Jupiter sehr hell ist, empfiehlt sich ein Farbfilter zu werwenden. Auf Astroshop.de hat man eine große Auswahl.

Nein, solch ein Gerät brauchst du nicht. Wie ich schrieb, sind die Wolkenbänder bereits ab 100-facher Vergrößerung zu erkennen. Wie oft beobachtest du denn mit deiner 500-fachen Vergrößerung? Dann ziehe ich sofort in die Gegend wenn das Seeing wirklich so super ist.

0

Am Teleskop muss es nicht liegen Galileo Galilei hatte ein selbst zusammengebasteltes und konnte sogar die Galileischen Monde sehen das Problem ist eher das die Atmosphäre das Ankommende licht verzerrt weswegen es von Regenbogenfarben bis zu Weißtönen fast alles geben kann.

Wenn du in einer stark beleuchteten Gegend in den Himmel schaust können die Farben auch unkenntlich werden oder das man die Planeten gar nicht erst sieht.

Wenn es das erste ist wird es am Wetter liegen am besten bei klarer Nacht bei trockener Luft in den Himmel schauen.

Wenn es dann immer noch nicht besser ist ist das Teleskop schuld.

Hallo,

hier würde ich gerne mit einer Gegenfrage anfangen wenn ich darf :-)

Was hast du denn für ein Teleskop und welche Okulare hast du verwendet? Welche Planeten hast du denn außer dem Jupiter beobachtet? Beim Jupiter sollte es schon mind. eine Vergrößerung von 150-fach sein um die Wolkenbänder trennen zu können.

Vielleicht hast du dir irgendwie Streulicht eingefangen. Glaub mir, das kann sich extrem auswirken. Auch sollte ein Teleskop ordentlich justiert sein damit es seine volle Leistung entfalten kann.

Wenn du mir die obigen Fragen beantworten kannst, kommen wir sicherlich auf des Rätsels Lösung ;-)

Hallo Fipsnator,

als erstes weise ich darauf hin, dass Du die von anderen Antwortern angefragten Angaben zu Deinem Teleskop in Form von Kommentieren der betreffenden Antworten geben solltest. Ich habe Deine Angaben dann aber in Form Deiner Antwort auf die eigene Frage doch gefunden (da sollte GuteFrage.net vielleicht mal was ändern, damit man auf die eigene Frage keine eigene Antwort verfassen kann...).

Du hast also dieses Teleskop, richtig?:

http://www.amazon.de/Kosmos-677015-Astro-Teleskop-Himmelsbeobachtung/dp/B00HYBXLHM/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1429361186&sr=8-1&keywords=kosmos+astro+teleskop

Damit sollte man die Wolkenbänder des Jupiter wahrscheinlich und seine vier großen Monde mit Sicherheit sehen können.

Das Problem dabei ist dieses "sehen können". Was das am Teleskop bedeutet, weiß man als Einsteiger nicht richtig. Ich mache Dir ein anderes Beispiel:

Ich "sehe" durch mein Teleskop M51, das ist eine zusammenhängende Doppelgalaxie, und ich "sehe" dabei die spiralförmige Struktur der Spiralarme der Hauptgalaxie, sowie die Verbindungsbrücke zwischen den beiden Galaxien. Jetzt beschreibe ich das einem Anfänger, der neben mir steht, und der noch nie durch ein Teleskop geschaut hat, mit diesen Worten und lasse ihn mal durch mein Teleskop schauen.

Der Anfänger sagt mir dann höchstwahrscheinlich, dass er gar keine Galaxie "sieht", sondern nur ein paar uninteressante Sterne, wie man sie auch ohne Teleskop am Himmel sehen kann (nicht diese natürlich...).

Wir sind alle von den tollen Bildern des Weltraumteleskp Hubble überfüttert, die man in jedem Astronomiebuch zu sehen bekommt. Darum gehen wir als Teleskop-Anfänger natürlich (!!) mit völlig überzogenen Erwartungen an unsere Okulare, und wenn wir nicht als erstes den Mond ins Visier nehmen, ist die Enttäuschung, die Du auch gerade hast, vorprogrammiert!

Farben sehen wir durch unsere Amateurteleskope so gut wie gar keine bei Himmelsobjekten. Das ist bei meinem wesentlich größeren Spiegelteleskop (kannst ja mal "CPC925" googeln) so, und bei Deinem viel kleineren Linsenteleskop erst recht. Die Farben, die wir Amateurastronomen mit den bezahlbaren Teleskopen "sehen" sind so schwach, dass wir erst lernen müssen sie überhaupt wahrzunehmen. Das gleiche gilt für Strukturen von Galaxien (bei Teleskopen wie meinem) oder den Wolkenbändern des Jupiter (bei Teleskopen wie Deinem).

Ich hoffe, das beantwortet Deine Frage einigermaßen zufriedenstellend.

Grüße, Martin

PS:

Schau Dir erst mal hauptsächlich den Mond an mit Deinem Teleskop. Der wird bald wieder zu sehen sein (zur Zeit ist er zu dicht bei der Sonne und wir sehen nur die dunkle Seite). Ich habe für Dich recherchiert: Am 22. April um 21 Uhr sollte der Himmel laut Wetterbericht frei sein, und der Mond links neben Venus im Westen als Sichel zu sehen sein.

Hier ist ein Link zu einem Foto von der erwähnten Doppelgalaxie M51, das ich selbst durch mein Teleskop fotografiert habe. Das zeigt immer noch mehr, als man mit dem Auge durch mein Teleskop "sehen" kann, aber es entspricht schon ziemlich dem, was ich mit dem Trick des "indirekten Sehens" davon auch live "sehe" (indirektes Sehen kannst Du auch mal googeln):

http://www.jenseits-von-allem.de/Astronomiefotos/M51_sw.jpg

Gruß,

Martin

0

Was möchtest Du wissen?