Jemanden vor vollendete fiese Tatsachen stellen?

11 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Vielen Dank für die Frage.

Die Betroffenen fühlen sich mit Recht missachtet.

Gleichzeitig könnten sie erkennen, dass derjenige, der heimtückisch handelt genau weiss, dass es nicht richtig ist, was er tut. Nur deshalb tut er es heimlich.

Heimlichkeit ist letztendlich eine Bestätigung für den Hintergangenen: ganz klar sind seine Grenzen und Bedürfnisse bekannt und anerkannt.

Der heimlich Handelnde macht aus unrelevanten Gründen den Fehler!

Nun hilft einem die Zuweisung der Schuld nur ein kleines Stück weiter.

Der Betroffene ist erst geheilt, wenn er sich selbst vom Schmerz berfreien kann, und loslassen kann, dass er von aussen Beatätigung braucht.

Hi, hier gehe ich gerne ein Gutstück mit!

Allerdings: dem '...heimlich Handelnde' mögen die Gründe subjektiv sehr wohl relevant sein.

Zweitens: Schuld bitte nicht so schnell abweisen, denn Schuld und mit ihr einhergehend: Scham, sind oft handlungsleitend.

So mancher vermag die Schuld für ein bestimmtes Verhalten eher zu ertragen, als sich vor anderen für eine Tat zu schämen! ...drum die Heimlichkeit bis hin zur Heimtücke.

mfg

0
@marketeer

Es ist doch wohl so, dass einer heimlichen Handlung ein langer Prozess vorausgegangen ist. An irgendeiner Stelle entzweiten sich die Ansichten; die erste Abweichung vom gemeinsamen Weg geschieht zunächst nur innerlich. Wie die Weiche einer Schiene. Und dann bewegen sich die beiden wohl noch eine Zeit lang unbemerkt auf auseinander strebenden Wegen; bis die Distanz zwischen beiden zu gross ist, und eine Handlung geschieht. Die Heimlichkeit tritt als ehrliche Konsequenz aus dem Vorangegangenen zu Tage. Oft ist der Täter dann wie erleichtert.

Die Schuld liegt eher an dem Punkt, wo ein Zusammenfinden noch leicht möglich gewesen wäre, wo a er das Gespräch nicht stattfand.

0
@VielesNeu1968

Wer Heimlichkeit als ehrliche Konsequenz betrachtet hat Verständnis für Menschen, die andere hintergehen. Ob du wohl solch ein Verhalten auch entschuldigst und billigst? Ich bin mir nicht sicher. Trotzdem danke für deine Sichtweise.

0
@Sliegsling

Ich meine "ehrlich" aus der Sicht des Handelden.

Der Handelnde regaiert ja nur - aus seiner Sicht passend.

Ich habe sowas bitter erlebt.

Ich bin noch immer in der Kaninchen-Schreck-Starre.

Billigen auf keinen Fall.

Entschuldigen, ... das ist ein langes anderes Thema!

Danke für den Stern!

0

Setzen wir doch bei der Fragestellung an: ...'höfliche, gebildete Menschen ...

Höflichkeit ist eine Fassade, die in den verschiedensten Ausprägungen in jeder mir bekannten Kultur vorkommt. Hierzulande kennt man den Ausdruck: Etwas im Schilde führen. Ursprünglich war gemeint, dass der Kontrahent eine zusätzliche Waffe verborgen hält. Das Schild = ein Fassade ... hinter der Fassade steckt eine Bedrohung. Es ist nicht dieser Spruch, der die Menschen so sehr in ihrem Verhalten prägt, sondern umgekehrt: die Sprache, das Gesprochene entstammt dem Menschen. Ergo, er/sie ist so.

Die Fragestellung verlangt an sich eine Antwort aus den Tiefen, oder Untiefen, menschlichen Verhaltens. Hier nur ein weitere kurzer Hinweis auf einen Aspekt: die Manipulierbarkeit (im privaten wie auch im Berufsleben).

Für Manipulation ist man anfällig in engen zwischenmenschlichen Beziehungen, bei Beziehungen mit relativ intensiver Abhängigkeit und bei Menschen, von denen wir etwas haben wollen. Manipulation stellen wir unter Freunden und in sozialen Gruppierungen fest. Desgleichen findet sie sich ausgeübt durch unsere Vorgesetzten, unseren Kunden aber auch von Verkäufern. Die Fragen nach dem: 'Wie machen die das?' und: 'Wie kann ich mich davor schützen', sind völlig berechtigt. Bei der Beantwortung dieser Fragen setze ich bei der Identifizierung von Manipulation an. Anhand von fünf Bereichen (Angst vor Verlust, getarnte Manipulation, Schuld, Stolz und Vertrauen ohne Kontrolle) zeige ich auf, wie man manipulierbar wird. Weiterführendes findest Du hier: http://www.skillzone.de/persoenliches-wachstum/420-sind-sie-manipulierbar-angst-vor-verlust.html

mfg

Danke für den prima Link!

0

mmh schwierig...ich mein, das hat ja keiner auf der Stirn geschrieben, ob er manipulativ oder hinterlistig oder was weiss ich was ist...

Einfach ein bisschen Vorsicht im Umgang mit anderen Menschen, ein bisschen aufs Bauchgefühl achten und das Herz nicht auf der Zunge tragen...

Vertrauen braucht Zeit und muss sich entwickeln...da gibts kein rezept, wie man besser vertrauen aufbauen kann...einfach schon deswegen weil jeder mensch anders ist und jeder mensch eine andere Zeitspanne braucht, etc...

Richtig. Das Herz auf der Zunge zu tragen ist gefährlich geworden und wer sein Recht auf Meinungsfreiheit in Anspruch nimmt, muss mit negativen Konsequenzen von andersdenkenden Menschen rechnen. Aber einfach ist es leider nicht.

0

Wenn Deine Beobachtung Deinen Ausführungen entspricht, dann bitte ich Dich auch einmal darauf zu schauen, in welcher Art die Konflikte ausgeführt würden: Schreien, toben, verbale Angriffe unterhalb der Gürtellinie? Wenn Du von "höflichen" gebildeten Menschen sprichst und genau diese meinst, kann es sein, dass die einfach nicht auf solchen Ebenen eine Lösung herbeiführen wollen, sondern eher die Konsequenzen ziehen, wie Du sie beschreibst. Manchmal geht es nicht darum, dass etwas angesprochen wird, sondern wie.

Wie Lebensschule sagt, geben diese aus Deiner Sicht konfliktscheuen und nicht lösungsorientiert denkenden Menschen schon oft zuvor kleinste Zeichen, dass sie sehrwohl mit einer Situation so nicht einverstanden sind. Wenn diese Zeichen nicht wahrgenommen werden, kommt es eben nicht - wie gewünscht - zu einem lösungsorientierten Gespräch. Aus meiner Sicht hat das mit Heimtücke wenig zu tun. Es passt lediglich die Kommunikationsebene nicht. Sender und Empfänger sind einfach nicht zusammen gekommen.

Du hast aber durchaus Recht, dass es Menschen gibt, die einfach zu feige sind, dem anderen die ehrliche Meinung ins Gesicht zu sagen, die Angst vor der Reaktion haben. Das betrifft allerdings aus meiner Sicht alle Schichten, sowohl die höflichen wie die unhöflichen.

Um die Frage, wie man sie erkennt, zu beantworten, so würde ich stets vorsichtig sein mit Menschen, von denen ich den Eindruck gewinne, dass sie stets meiner Ansicht sind. Auch kannst Du ein solches Verhalten von Menschen erwarten, die sich immer aus allem heraushalten. Die wollen einfach keine Stellung beziehen. Sehr harmoniesüchtige Menschen scheuen oft auch eine Auseinandersetzung. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel.

Herzlichen Dank für die fundierte Antwort! Nur: Kleinste Zeichen im Arbeitsalltag können leicht übersehen oder fehlgedeutet werden. Eine feinfühlige klare Bitte um ein Gespräch unter vier Augen wäre wohl sinnvoller. Die kleinsten Zeichen wahrzunehmen, Nun weiß ich nur nicht, ob denn eine eventuell unbeherrschte Reaktion der in der Hierarchie schwächer gestellten Person es rechtfertigt, dass man sie mit Blumenstrauß Dank für den unermüdlichen Einsatz in den Urlaub schickt, ihr aber nicht mitteilt, dass eine bessere Stelle frei ist, um die sich sich bewerben könnte. Nach Rückkehr ist diese Stelle an eine betriebsfremde Person vergeben...

Oder ein Beispiel zu "unter der Gürtellinie": Ein Freund überläßt seine Wohnungsschlüssel einem netten Kollegen, damit dieser dort mit einer netten Kollegin seine (ebenfalls nette, aber betriebsfremde) Ehefrau betrügen kann. Nach Monaten kommt die Ehefrau dahinter und schreit, tobt, macht verbale Angriffe unterhalb der Gürtellinie. Es folgt die Trennung. Klarer Fall, dass da mindestens drei Leute feige waren bzw. sich nicht einmischen wollen. Die Frau steht mit ihrer Kränkung da wie ein seelisch amputierter Mensch.

0

Du hast Deine Beobachtungen diesbezüglich ja schon beschrieben, also wird es hierbei nicht um Dich selber gehen, sondern Menschen, die diese Beobachtungen einfach nicht machen? Wenn man von Menschen enttäuscht ist, dann liegt ja eine Täuschung vor, die man entweder selbst oder durch Andere erfahren mußte. Letztendlich kann man sich jedoch nur selbst täuschen, und dadurch bedingt, entsteht ein ungesundes Misstrauen, oftmals allen Menschen gegenüber. Damit macht man es sich teils einfach - aber letztendlich dann auch wieder schwerer, denn ohne Vertrauen - wenn auch nur ganz bestimmten Menschen gegenüber, kann man nicht leben, deshalb muß man seine Erfahrungen auswerten, um unterscheiden zu können - gänzlich wird einem das wohl nicht gelingen, aber die bösesesten aller Überraschungen, die kann man damit schon einmal verhindern - man muß also auch schon einmal etwas kommen sehen, und Gedanken zu Ende denken - der blödeste Spruch ist immer der, wenn Menschen sagen: Du denkst zuviel! Das sagen oftmals genau die Menschen, die das nicht wollen, damit es nicht auffällt, dass sie Andere manipulieren - dieser Spruch ist nur sehr selten gut gemeint!

"Du denkst zuviel." oder "Du popelst zuviel in deinem Gehirn herum." oder "Mach dir keine Gedanken." oder "Das geht dich nichts an." oder "Was hast du denn? Es ist doch alles in Ordnung!" Dass mit solchen Sätzen von Manipulationsabsichten abgelenkt werden soll, das wäre mir z.B. nicht in den Sinn gekommen. Ein wertvoller Hinweis, für den ich danke. Nach dem Desaster heißt es dann: "Der Zweck heiligt die Mittel" oder "Jeder muss zusehen, wo er bleibt" oder " So läuft das nun mal." Stimmst du mir zu? :-)

0

Was möchtest Du wissen?