Ist es wirklich so schlimm ein jahr lang nichts zu machen?

8 Antworten

Ich denke, dass Du Dir die Frage schon selbst beantworten kannst...oder nicht? Ein Jahr nur abhängen kommt mit Sicherheit nicht so gut an. Man sollte die Zeit schon irgendwie sinnvoll nutzen. Viel reisen, wenn das Geld zur Verfügung steht, sich sozial engagieren (ein freiwilliges soziales Jahr), diverse Praktika machen, um festzustellen in welche Richtung man beruflich gehen möchte, jobben, um Geld zu verdienen und um die Zeit bis zur Ausbildung überbrücken...Es gibt viele Möglichkeiten - man muss sich nur kümmern. Die meisten haben nach der Schule erst einmal keine Lust mehr irgendetwas zu machen, gerade dann, wenn sie selbst nicht so genau wissen, wohin die Reise gehen soll, aber man sollte nicht die Hände in den Schoss legen und abwarten, dass Abend wird, so dass man sich wieder ins Bett legen kann. Ich denke, sinnvoller ist es, die Zeit zu nutzen, um Erfahrungen zu sammeln - in welcher Art auch immer.

Natürlich wäre es gut, ein Jahr nichts zu tun. Aber das ist in diesem Land nicht vorgesehen, weil das mit Faulheit gleichgesetzt wird. Dabei wäre es ja gar nicht so, dass Du nichts tätest. Dir würde nämlich ziemlich schnell die Decke auf den Kopf fallen. Du hättest jedoch endlich mal Gelegenheit, das zu tun, was Du selbst gerne möchtest. Zumindest könntest Du anfangen, darüber nachzudenken, was das wäre.

Wenn man zehn bis zwölf Jahre fremdbestimmt ist und überwiegend Dinge tut, weil sie von einem verlangt werden, muss das eigenständige Denken und Handeln unter Umständen erst wieder neu gelernt werden.

Gruß Matti

Nach deinem Abschluss gehst du weiter auf die Schule? Was ist das denn für eine Schule?

Ein freiwilliges soziales Jahr macht sich nicht schlecht in deinem Lebenslauf, ein Jahr ohne etwas (also auch ohne mindestens 9 Monate Auslandsaufenthalt) macht sich verheerend. Ich würde dich als Arbeitsgeber niemals einstellen, da das ja auf deine Grundeinstellung schließen lässt: du bist faul und würdest am liebsten überhaupt nicht arbeiten und hast null Ehrgeiz.

Nach einem Jahr nur rumhängen und deinen Eltern tierisch auf den Geist und aufs Geld gehen (außer du versorgst dich selbst - ohne Arbeiten geht das aber nun mal schlecht) wirst du noch eine geringere Arbeitsmoral haben als bisher.

Schule ist soviel entspannter als das spätere Arbeitsleben - und wenn dich das schon anstrengt frag ich mich, wie das später werden soll.

PS: Nach dem Abschluss hat man doch meistens 1-2 Monate frei.... War das nicht genug "nichts-tun"?

Ich war leider auch ein 3/4 Jahr zuhause, habe mich aber immer bemüht eine Lehrstelle zu finden. Und ich weiß wie es ist wenn man deshalb ausgefragt wird.. bei mir sind halt 3 Umzüge auch daran Schuld dass ich ein 3/4 Jahr nichts gemacht habe, aber ich habe nun endlich was gefunden!

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