Ist es wirklich so schlimm das man Tiere lieber hat als Menschen?

11 Antworten

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Eine beliebte Redensart lautet nicht umsonst: "Kennst du Menschen, liebst du Tiere."

Je mehr schlechte Erfahrungen man mit hinterhältigen, dreisten Menschen gemacht hat, desto mehr schätzt man die Einfältigkeit der Tiere.
So gut wie alle Tiere folgen einfach ihrer Natur - nur die allerwenigsten Arten wären überhaupt in der Lage, jemanden bewusst zu hintergehen, Intrigen zu schmieden, zu betrügen oder aus reiner Gehässigkeit und Schadenfreude ihre Artgenossen zu verletzen. Solche Unarten sind artentypisches Verhalten des Menschen.
Wenn du oft gemobbt oder anderweitig misshandelt wurdest, liegt es nahe, andere Arten den Menschen vorzuziehen.

Der Spruch "Seit ich die Menschen kenne, liebe ich die Tiere." kommt nicht von ungefähr.

Tiere sind einfach ehrlicher, sie zeigen immer, wie sie drauf sind. Menschen dagegen sind alle Schauspieler, viele bauen Fassaden auf, für sich, für andere, lächeln nach vorne, quatschen aber hintenrum, sind einfach oft nur Blender.

Vielleicht könntest du dich mit diesem Kompromiss anfreunden: Du kannst deiner Mutter und Schwester sagen, dass du nur gewisse Menschen wirklich magst, denn aufgrund der verschiedenen schlechten Eigenschaften der Menschen fällt es schwer, alle Menschen zu mögen, zumal, wenn diese ihre schlechten Eigenschaften so hinstellen, als ob es für andere selbstverständlich sein soll, sich mit ihnen anzufreunden oder mit ihnen zu leben.

Frage deine Mutter und Schwester, ob sie wirklich jeden Menschen mögen. Sie sagen sicher auch "nein". Und wenn du sie das begründen lässt, dürfte fast das herauskommen, was ich gerade schrieb.

Tiere verstellen sich nicht. Sie sind immer ehrlich, immer sie selbst. Sie lügen nicht.

Wenn wir als Beispiel den Hund nehmen: hast du sein Herz gewonnen, ist er dir treu und steht zu dir bis an sein Ende. Er ist immer da, er ist immer freundlich, er freut sich wenn du kommst, er merkt wenn du traurig bist und legt dir den Kopf aufs Knie.

Er macht Spaß mit dir, spielt mit dir und zwingt dich zu Bewegung an frischer Luft. Dabei kann er nichts "geben" außer sich selbst. Und er vertraut dir vollkommen. Wenn du weggehst, daß du wieder kommst, wenn er Hunger hat, daß du ihm zu essen gibst, wenn er krank ist, daß du dich kümmerst. Und das alles ohne ein Wort.

Wie könnte man so ein Wesen nicht lieben? Es ist aber eine andere Liebe, als die zu einem menschlichen Gegenüber. Nicht weniger, nicht mehr, nur anders.

Nicht umsonst heißt es "Der Hund ist selbst im Sturme treu, der Mensch nichtmal im Winde"

Tiere verstellen sich nicht. Sie sind immer ehrlich, immer sie selbst. Sie lügen nicht.

Das ist falsch.

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@Selenus

Bitte nenne ein Beispiel, in welcher Weise ein Tier lügt. (Vier- oder Sechsbeiner)

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@TorDerSchatten

Einige (hochentwickelte) Affen beispielsweise - Grund ist z.B., dass sie ihren leckeren Geheimfund für sich behalten wollen. Oder auch sämtliche Tiere, die sich totstellen... ;)

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@Selenus

Das sind Prinzipien der natürlichen Auswahl, die das Überleben sichern. Der schlauste gibt seine Gene weiter.

Affen schauen einem nicht ins Gesicht und sagen "nein du bist nicht fett du siehst fantastisch aus" und Tiere die sich totstellen sagen nicht "es ist heute im Büro später geworden ich hab noch einen Auftrag reinbekommen".

Die perfekte, verletzende Lüge (wenn sie hinterher rauskommt) beherrscht nur der Mensch. Dein Beispiel hinkt.

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@TorDerSchatten

Bei dem Affen-Beispiel ging es übrigens nicht darum, dass eine Not besteht...
Davon abgesehen: Dann gilt für die Menschen selbiges: Der schlauste Mensch bekommt den Kuchen.

Nein, wieso sollte der Affe auch auf eine solche Frage antworten? Er kennt solche Probleme nicht, er lügt (bzw. sagt nichts), wenn es um sein Essen geht.

Dazu kommt: Wir Menschen leben in sozialen Strukturen, in denen es kaum bis gar nicht möglich ist, ständig ehrlich zu sein. So müsstest du erstmal einen Beweis erbringen, dass Lügen grundsätzlich schlimm(er) ist als beispielsweise die Wahrheit zu sagen, um so die Theorie des schlechten Menschen zu stützen... ;)

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Ich kann nachvollziehen was du meinst.

Ich bin ein großer Tierfreund, was oft zu Reibereien mit anderen führen kann. Ich habe sie schätzen gelernt, sie werden mich immer begleiteten und ich finde es nicht verwerflich, wenn man sagt mir ist ein Tier wichtiger, als so mancher Mensch.

Ich würde es auf meinen Vater und dessen Eltern ohne Umschweife beziehen. Ich gehöre sicher nicht zu den Menschen, die lange nachtragen oder kein Verständnis zeigen können. Doch mit ihm und seinen Eltern, liegen wir seit Jahren im Dauerstreit und er ist das was ich als niederträchtigste Person bezeichnen würde. Ich kenne kaum jemanden den ich mehr verachteten würde. Mit Sicherheit gibt es aber auch viele Menschen, ohne die ich mir ein Leben, zumindest mit diesen Erfahrungen oder ähnlichen nicht vorstellen könnte. Eine dieser Personen ist mein jüngerer schwergeistig behinderter Bruder, der von meinem Vater als Scheidungsgrund angeben wurde. Er hat ihn nicht schätzen gelernt, generell gehört mein Vater zu den Menschen, die nur einen Menschen wirklich fantastisch finden: Sich selbst.

Aber beziehen wir uns wieder auf die Tiere, man erfährt immer wieder Verwunderung, wenn man sich wie ich sämtliche Fakten von Tieren merken kann, aber Probleme hat Modische Artikel, Lieder oder vieles anderes aus einander zuhalten. Mit Sicherheit für andere wichtige Eigenschaften, für mich belanglos. Ich achte diese Eigenschaften, dennoch. Denn auch wenn ich ein großer Freund der anderen Arten bin, werde ich meine eigene Art nicht zu kurz kommen lassen und völlig ignorieren. Ich betrachte meine Art, auch nicht als mein Lieblingstier, auch wenn wie gesagt ein Mensch, ein Tier ist. Ich erachte alle Tiere, als gleicher Maßen wert, beachte, dass ich mich als Homo sapiens auch an meine Artverhaltensweise halte (mehr und minder) und auch mit Artgenossen interagiere.

Kurzum man muss Tiere auch schätzen lernen können oder besser andere Arten, denn wir sind ja auch Tiere. Es ist eine lobenswerte Eigenschaft, die leider auch manchmal Unverständnis mit sich zieht. Doch es ist eine Eigenschaft oder viel eher eine Einstellung, welche man nach meiner Meinung nicht aufgeben sollte.

Ich würde es nach folgendem Grundsatz formulieren:

"Ich mag Tiere mehr, als so manchen Menschen."

Denn es gibt auch bei sicher mehr als einen Menschen, denn du ebenso oder mehr schätzt. :)

Grüße Felix

Hallo Icecoldemoqueen,

warum sollte es schlimm sein, ein Tier genauso lieb zu haben, als ein Menschen? Ein Tier kann genauso Wärme und Liebe geben, wie ein Mensch, bloß dass es nicht mit einem reden kann.

Es kann Dir aber Geborgenheit und Nähe geben und es ist Dir dankbar, dass Du Dich um das Tier kümmerst.

MfG Angelika

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