Ist eine Zertifizierung als Coach sinnvoll und was kostet das?

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7 Antworten

Sehr interessante Frage. Habe ich mal recherchiert (wollte ich auch machen). Habe folgendes herausgefunden: Das Problem: Genau genommen ist eine seriöse Coaching-Ausbildung gar nicht möglich, weil der Begriff Coach nicht geschätzt ist im Gegensatz z.B. zum Heilpraktiker, Psychotherapeuten, Psychiater, Physiotherapeuten oder sogar Elektriker. In den USA, wo dieser Begriff ja herkommt, gibt es auch meistens keine systematische, staatlich geprüfte Berufsausbildung. Jeder kann sich einfach Coach oder Coach-Ausbilder nennen. Die Chance: Mit Coaching kann man viel Geld verdienen (100 bis 1.000 Euro pro Stunde). Deswegen gibt es hier auch sehr viel Scharlatanerie und Geschäftemacherei. Deswegen ist äußerste Vorsicht geboten. Die Lösung (mache ich auch nach einem Gespräch mit Existenzgrüdungsberater:) Spezialisiere Dich auf eine bestimmte Methode oder ein Thema, wie z.B. Mediation, Kofliktberatung, Kommunikation, Teamleitung, Projektmanagement, Führung etc. Wenn Du das gut machst, wird sich das schnell herumsprechen, und du wirst weiterempfohlen. Sobald du in diesem Geschäft drin bist, bekommst du durch Kundenkontakte schnell heraus, was am Markt gefragt ist. Bei dem Überangebot ist der zentrale Engpass (siehe EKS Strategie) nicht ein (ohnehin wertloses) Zertifikat, sondern die Empfehlung durch zufriedene Kunden. Für einen Überblick siehe die Grafik http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Coaching.png

Die Frage stellt sich doch andersherum: Warum denkst Du, dass Du ohne Ausbildung als Coach arbeiten kannst?

Coaching ist keine triviale Sache und nur weil es keinen rechtlichen Schautz für den Begriff gibt, heißt das nicht, dass jeder ohne die notwendigen methodischen und handwerkichen Kenntnisse losgeehen sollte um als Coach zu arbeiten.

In der Regel wird auch kein Mensch einen Coach ohne Ausbildung beauftragen!

Die Frage danach, welche Ausbildung man macht, richtet sich dann vor allem nach der Aurichtung der gewünschten Arbeit als Coach.

Ich würde immer dazu raten, eine Ausbildung zu machen, die von einem der großen Coaching-Verbände ( http://www.coaching-kompetenz.net/gundlagen-definition-coaching/ ) angeboten oder zertifiziert wird!

Die Qualität der Ausbildung entscheidet nämlich nicht unerheblich darüber mit, welche Qualität das Coaching später haben kann!

Viel Erfolg!

Eine Ausbildung ist auf alle Fälle sinnvoll, für mich sogar zwingend notwendig. Ohne Ausbildung Menschen zu coachen finde ich unverantwortlich.

Ob Du dann auch ein Zertifikat machen bzw. erwerben willst, steht nochmal auf einem anderen Blatt. Vermutlich ist ein Zertifikat (= eine Urkunde) bei den meisten Ausbildungen inbegriffen - das muss aber nicht zwangsläufig so sein. Möglicherweise ist das Zertifikat mit einer Prüfung verbunden, aber auch das muss so nicht sein. Hier gibt es viele verschiedene Modelle.

Und: Ein Zertifikat ist immer nur so viel wert wie die Institution, die es ausstellt und für die Qualitätskriterien einsteht. Da fragst Du am besten Deine potentiellen Kunden, was bei denen anerkannt ist.

Wie viel Du verdienen kannst, hängt ganz von Dir ab. Besser gesagt davon, wie viele Klienten Du gewinnen kannst. Eine Stunde Coaching fängt bei etwa 80 Euro an und kann weit über 400 gehen. Ich kenne Coaches, die mehr als 2.500 Euro Tagessatz verdienen. ACHTUNG: Das sind hervorragend ausgebildete und sich selbst gut vermarktende, erfahrene Leute.

Bei Deiner Investition verhält es sich ähnlich. Um eine Coaching-Ausbildung zu machen, würde ich, bei den derzeitigen Marktpreisen, mindestens 7.000 Euro Ausbildungskosten (reine Kursgebühren) und etwa mindestens eineinhalb Jahre Zeit ansetzen. Eine der teuersten (und besten) Ausbildungen, die ich kenne, liegt bei etwa 12.000 Euro für 10 Blöcke (Wochenenden) in einem Jahr. Die ist allerdings derzeit auf Jahre hinaus ausgebucht. Möglicherweise gibt es hier auch Zulassungsbeschränkungen.

Nein danke. So viel Geld ausgeben für ein Zertifikat ohne staatliche Anerkennung oder wissenschaftlch fundierte Qualitätskontrolle. Da ist ein Psychologie-Studium billiger und qualitativ hochwertiger. Ich habe das Gefühl, das ist reine Geldmacherei.

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Die erste Frage, die sich mir stellt ist, an welche Art von Coaching denkst Du dabei? Es gibt die verschiedensteb Bereiche des Coachings: Business Coach, Mediation, Gesundheitscoach, Life Coach, Persönlichkeitstrainer etc Je nach Thema gibt es spezielle Anbieter, die mehr oder weniger ernst zu nehmen sind. Dabei gibt es sehr unterschiedliche Angebote, angefangen von Wochenedkursen bis hin zu einjährigen oder zweijährigen Ausbildungen. Oftmals gibt es auch verschieden Stufen der Ausbildung wie z.B. im Bereich von NLP. Entsprechend unterschiedlich sind auch die Investitionen. Bei Bedarf kannst Du dafür viele tausend Euronen ausgeben.

Die Antwort von Wermi finde ich überzeugend. Lies doch mal den Artikel über Coaching bei Wikipedia, insbesondere den Abschnitt Kritik.

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Die Zertifizierung ist Sinnvoll, da es sich anschliessend auf Deinen Stundenlohn auswirkt! Mit der Zertifizierung darfst Du offiziell mehr verlangen. Nachteil ist, ein paar tausend musst du erst investieren... wieviel genau weiss ich nicht, doch das wirst Du bei den entsprechenden Schulen finden. Viel Spass

Hallo Marvin,

es ist auf jeden Fall sinnvoll eine Coaching Ausbildung zu machen. Auch wenn die Bezeichnung „zertifizierter Coach“ besten Falls schwammig definiert ist und die Branche voll von schwarzen Schafen ist, so ist es doch auf jeden Fall empfehlenswert sich von einem Profi ausbilden zu lassen.

Ich habe eine Ausbildung zum Business Coach bei der coaching akademie berlin gemacht (mehr…) und bin damit sehr gut gefahren. Ich war innerhalb kurzer Zeit in der Lage, die Rolle des Coaches auszufüllen und bin nun schon einige Zeit erfolgreich, freiberuflich in diesem sehr interessanten und anspruchsvollen Feld tätig. Viele Grüße, Stefan

Am Besten solltest du deine Coaching Ausbildung im Fernstudium machen. Gerade große Unternehmen bevorzugen Absolventen eines Fernstudiums auf Grund ihrer Eigenständigkeit. Mehr Infos findest du hier: http://www.personal-coaching-ausbildung.de/

Wichtig: Du solltest bei der Wahl der richtigen Schule in jedem Fall auf die Mitgliedschaft im Deutsche Fachverband für Coaching achten!

Gruß der Alex

Gibt es dazu eine staatliche Anerkennung oder wissenschaftlich fundierte Ausbildung in den Methoden? Die Gefahr der Schrlatanerie ist einfach zu groß. Siehe dazu den Artikel "Coaching" in Wikipedia, insbesondere die dort zitierte Studie der Harvard Business School und den Beitrag von Klaus Werle: http://www.manager-magazin.de/magazin/artikel/a-467628.html

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