Ist dieses KPD Symbol in Deutschland verboten worden?

 - (Politik, Deutschland, Kommunismus)

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Die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) wurde am 17. August 1956 vom Bundesvervassungsgericht in Karlsruhe verboten. Es war die Zeit des "kalten" Krieges.

Im Jahre 1968 konnte sich aber wieder nach Geheimverhandlungen mit Vertretern der ehemaligen KPD die Deutsche Kommunistische Partei (DKP) neu aufstellen. Ihr ist lediglich zur Auflage gemacht worden, sich auf dem Boden des Grundgesetzes zu bewegen.

Bei Bundestags- und Landtagswahlen erreichte die DKP Ergebnisse unter 5 %. Im kommunalen Bereich hatte sie größeren Erfolg. In verschiedenen Städten konnte sie Stadtverordnete entsenden.

Nach dem Bruch der KP Chinas mit der KPdSU entstand ebenfalls ein Bruch in der kommunistischen Weltbewegung. Viele Altkommunisten gründeten neue KPD-Parteien, zum Teil mit einem Zusatz, wie "M-L" oder "AO". Doch blieb deren Erfolg beschränkt. Diese verschwanden allerdings wieder.

Die KPD-Fahne, die hier präsentiert wurde, war die der KPD M-L. Symbolik: Hammer, Sichel und Gewehr: Symbol der KPD/ML.

Die KPD M-L stand in den letzten Jahren unter dem starken Einfluss der Partei der Arbeit Albaniens (PdAA). Von ihr erhielt sie bis zum Zusammenbruch Albaniens ebenfalls finanzielle Zuwendungen. Heute ist sie von den Trotzkisten unterwandert. Mit der alten KPD M-L hat sie heute nichts mehr zu tun. Die KPD M-L entstand um den ehemaligen KPD-Politiker Ernst Aust (1923–1985).

KLEINER HINWEIS: Hinter der KPD-Fahne steht der Satz: "Jeder Kommunist muss die Wahrheit begreifen: 'Die politische Macht kommt aus den Gewehrläufen.'" (Mao Zedong, Probleme des Krieges und der Strategie, 6. 11. 1938, AW, Band II)

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Erstmal Danke für den Ganzen Eintrag, aber ne Kurze Antwort hätte mir auch Genügt 😂.

Mir wurde das Symbol als eines von der KPD Angezeigt und nicht der Marxisten-Leninisten, da hier ja Geschrieben wurde das sie sich auflösten, ist das Symbol also nicht verboten. Danke nochmal. :)

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Es tut mir leid, hier etwas ausführlicher sein zu müssen. In den Siebziger Jahren berichteten chinesische Medien über die KPD M-L und KPD AO. Doch unter Deng Xiaoping ging man zu diesen Parteien deutlich auf Distanz, weil man hier eine Massenbewegung vermisste. Denn die Mitgliederzahl war relativ gering. Nach Anraten des deutschen Verfassungsschutzes traten einige Mitglieder zu den sich etablierenden GRÜNEN über. Über dieses Thema hatte ich in der Vergangenheit öfters geschreiben.

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