Intellektuelles Sprechen?

13 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Zunächst einmal finde ich es großartig, dass Du bestrebt bist Dir eine bessere Sprechweise zuzulegen. Durch den Migrationshintergrund vieler Jugendlicher und das Internet ist das Sprachniveau stark gesunken. Ja, auch das Internet, oder auch Comics, weil wir uns immer mehr angewöhnen weniger zu lesen.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten sich einen besseren Sprachstil zuzulegen. Ich empfehle, zunächst in den öffentlichen Bibliotheken zu stöbern. Auch durch das Lesen hochwertiger Literatur verbessert sich automatisch der Sprachstil. Ich habe als Kind fast alles verschlungen, was ich in die Finger bekommen konnte. Internet gab es noch nicht und Fernsehen war nicht so interessant. Da gab es eben nachts die Bücher und durch diese Bücher wurde die Fantasie beflügelt. Das Problem ist nämlich auch, dass Internet und Computerspiele, ja, sogar Handy, uns die Fantasie rauben und unser Leben leerer machen. Und wir glauben tatsächlich, das Gegenteil wäre der Fall.

Friedrich von Schiller und Karl May waren meine Lieblingsautoren und bei beiden findest Du gutes Deutsch. Gerhardt Hauptmann ist ein klassisches Beispiel von gutem Deutsch. Und wenn Du die Lieder von Anja Hauptmann, seiner Enkelin, finden kannst, dann ist das auch wirklich tolles Deutsch.

Eine sehr gute Idee ist auch, was Du eigentlich bereits angeschnitten hast: Wortspiele zu machen und da ist gerade Deutsch eine tolle Sprache. Ich berichtige mal ein wenig: Person A: In welche Klasse gehst du? Person B: Welcher Klasse gehörst du an? Hier sind verschiedene Bedeutungen des Begriffs "Klasse" gemeint. Vielleicht findest Du jemanden, mit dem Du solche Wortspielchen machen kannst. Es hilft Dir auch großartig, nicht nur Dein Deutsch zu verbessern, sondern auch schlagfertiger und damit erfolgreicher zu werden.

Wenn Du in der Stadtbibliothek bist suche mal unter den Schlagworten "Besseres Deutsch" oder "Deutsch in Wort und Schrift", ruhig auch unter "Mehr Schlagfertigkeit". Frag ruhig auch die Mitarbeiter, oder auch in einer Bücherei. Die freuen sich, wenn sich jemand für so etwas interessiert. Und deshalb musst Du nicht gleich kaufen oder ausleihen. Setz Dich einfach in eine Ecke und schmökere ein wenig.

Versuche mal für ein Wort verschiedene Begriffe zu finden und daraus Wortspiele zu machen. Das macht unheimlich Spaß und trainiert gleichzeitig das Gehirn. Das Textprogramm hat meist nicht nur ein Rechtschreibprogramm, sondern auch noch ein Programm mit Synonymen. Such sonst ruhig auch im Internet. Als junger Mensch machte es mir Freude nie einen Satz gleich zu wiederholen. Wenn jemand etwas nicht verstanden hatte erklärte ich zwar das Gleiche, aber nicht auf die gleiche Weise. oder ich versuchte jemanden von einer Sache zu überzeugen und wenn ich das geschafft hatte, nun vom Gegenteil zu überzeugen.

So will ich zum Schluss noch den Meisterdichter Wilhelm Busch zu Worte kommen lassen:

Also lautet der Beschluss, dass der Mensch was lernen muss. Nicht allein im Schreiben, Lesen, übt sich ein gebildet Wesen, Nicht allein in Rechnungssachen, soll man sich Gedanken machen. Sondern auch der Weisheit Lehren, soll man mit Vergnügen hören.

Und nochmal ein zweites, virtuelles DH für "Durch diese hohle Gasse muss er kommen"-Schiller und Wilhelm Busch: "Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr"! ;-)))

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Danke für das Lob.

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Du bist..16? Dann hättest Du bereits 10 Jahre intensives Lesen sprachlich guter Bücher versäumt. Also schnell anfangen!

Übrigens ist die Frage "WelcheR Klasse (sorry, kleine Rechtschreib-Korrektur) gehörst du an?" tatsächlich etwas schräg daneben, da man einer Schulklasse nicht "angehört" - das würde man so nicht formulieren. "Welcher Klasse gehörst du an" würde dann zur Viktorianischen Zeit z.B. eine Frage sein, auf die man antworten könnte: "Der Arbeiterklasse" oder "Ich bin Bürgerliche" oder "Meine Familie gehört dem Adel an."

oder gibt es eine seite wo man nachforschen könnte?

Das ist das Problem: Eine gute Ausdrucksweise lernt man nicht, indem man mal eben nachforscht. In Sprache wächst man über viele Jahre hinein, dazu braucht es von Anfang an das entsprechende Umfeld. Kinder lernen das Sprechen zuhause - von ihren Eltern und aus den Büchern und Filmen, die sie konsumieren. Nachträglich und "künstlich" ist das nur sehr schwer nachzuholen, wenn es da zuhause seit Beginn des Sprechens bereits Defizite gab.

Ich kann Dir nur empfehlen: Lies! Jeden Tag 1-2 Stunden. Vernünftige, hochklassige Literatur! Und tu Dir zum Bewusstwerden von Sprache ruhig auch regelmäßig historische Filme wie z.B. die BBC-Verfilmungen der Jane Austen-Romane oder "North and South" von Elizabeth Gaskell an, das sind tolle Verfilmungen von Romanen aus der Zeit, in der Sprache noch deutliche Klassenunterschiede demonstrierte und ganz entscheidend für das persönliche Auftreten war. "Konversation" für jede erdenkliche Situation erlernte man damals im Adel noch gezielt, da sie so wichtig war.

Hier kannst Du gut beobachten, wie die Leute Sprache einsetzen und sich ausdrücken - und auch, wie sie sprachlich aufeinander reagieren. Wenn auch die Formulierungen allein wegen der veränderten Lebens- und Alltagssituationen, der Beziehungen und Verhältnisse heute andere sind: Das Prinzip ist das Selbe geblieben.

Allerdings musst Du wissen: Eine gute Ausdrucksweise funktioniert nicht völlig losgelöst von entsprechendem Wissen und innerem Reflektionsvermögen:

Was ich nicht wahrnehme, was mir nicht bewusst ist und womit ich mich nicht gut auskenne, kann ich auch nicht gut in Worte fassen. D.h.: Sprache und Intellekt/Bildung gehören zusammen und entwickeln sich seit Kindheit bereits miteinander. Schon bei Kleinkindern entwickelt sich das Sprachvermögen parallel und proportional zum intellektuellen Begreifen der Umwelt.

Daher zeigen Kinder mit eingeschränktem Erfahrungsraum und wenig geistiger Anregung auch eine gehemmte Sprachentwicklung und ihr Wortschatz ist im Vergleich zu dem anderer Kinder geringer. Umgekehrt kann man das Sprachvermögen von Kindern ernorm fördern, indem man sie an viele Dinge heranführt und ihnen die Möglichkeit gibt, ihre Umgebung mit allen Sinnen zu entdecken und zu begreifen. Der Mensch drückt sprachlich nur aus, was er begriffen hat. Und er drückt gut aus, was er gut begriffen hat.

Die meisten Menschen mit auffällig guter Ausdrucksweise bringen auch eine generell positive Haltung gegenüber dem Lernen mit. Und umgekehrt gilt das ebenso, auch hier auf GF ist das gut zu beobachten. Bei mangelndem Interesse an aufwändigeren, komplexeren Themen und "Null Bock" auf alles Mögliche sieht es meistens auch mit dem sprachlichen Niveau arm aus. Was das für Dich, Deine innere Haltung und Deine zukünftige Freizeitgestaltung betrifft, kannst Du daraus ableiten. ;-) Vor Dir liegt eine gigantische Welt voll spannender Themen! Wähle aus - und spreche oft und viel darüber mit Leuten, die sich gut ausdrücken können - davon lernst Du eine Menge! Sprachlich und inhaltlich.

Du müsstest womöglich andere Interessen entwickeln, andere Bücher lesen, andere Filmthemen wählen und Dich über andere Dinge unterhalten. "Sprachvermögen" entwickelt sich mit der Zeit auch an der Auseinandersetzung mit ernsthafteren Themen und Interessensgebieten. Auch hier auf GF begegnest Du z.B. in anderen Themen auch ganz anderem Sprachvermögen und Niveau.

Kauf Dir doch mal Bücher (oder lies es im www nach) über Redensarten, Sprichwörter, "geflügelte Wörter" und Synonyme.

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