Info Kryptologie?

2 Antworten

Wegen 2:

Die Enigma war vor dem krieg vermarktet worden. Wie die funktioniert war weltweit bekannt. Geändert hat sich nur, dass eine Walze mehr dazu geschaltet wurde und es mehr verschiedene Walzen zur Auswahl gab. Aber die Art wie das Ding funktioniert war allgemein bekannt. Um das zu verschleiern wurde das "Steckerbrett" eingeführt, hier konnte man die tastatur zusätzlich "verkreuzt" an den Rest anschließen. Das war dann das, was geheim war.

Die Codetabellen wurden oft einfach mit dem alten Code übertragen, in der Annahme, dass wenn da jemand diese Nachricht durch Zufall geknackt hat es nicht mit den anderen Codes schafft. Auch die vertauschungen durch das Steckerbrett wurden sehr selten erneuert.

Erst im letzten Kriegsjahr wurde der Schutz des Schlüssels ernst genommen.

Tatsächlich hat die Enigma keine sehr große Rolle gespielt. Was wichtiger war, war der "Lorenz Verschlüsselungszusatz 60" für Fernschreiber, von den Briten "Tunny Machine" genannt. Die Allierten haben "tonnenweise" Seitenschneider für die Resistance abgeworfen damit möglichst viele Telefonleitungen zerstört wurden und durch verschlüsselten fernschreiberfunkverkehr ersetzt wurden. Denn den konnten die dann "zuhause" auf der Insel mithören und ab D-Day fast live mit mehreren Colossus Codebrechern decodieren egal wie oft der Schlüssel geändert wurde.

Woher ich das weiß:Hobby
3.Warum widerspricht die Enigma dem Kerckhoffschen Prinzip.

https://de.wikipedia.org/wiki/Enigma_(Maschine)#Verbesserungspotenzial

Schon 1883 formulierte der niederländische Kryptologe Auguste Kerckhoffs unter der später (1946) explizit von Shannon angegebenen Annahme „the enemy knows the system being used“ ( deutsch „Der Feind kennt das benutzte System“) [169] seine für seriöse Kryptographie bindende Maxime. [170]
Kerckhoffs’ Prinzip: Die Sicherheit eines Kryptosystems d arf nicht von der Geheimhaltung des Algorithmus abhängen . Die Sicherheit gründet sich nur auf die Geheimhaltung des Schlüssels.
Die kryptographische Sicherheit der Enigma hing – im Widerspruch zu Kerckhoffs’ Maxime – wesentlich von der Geheimhaltung ihrer Walzenverdrahtung ab. Diese war vom Benutzer nicht veränderbar, somit ein Teil des Algorithmus und nicht des Schlüssels. Bemerkenswert ist, dass die Walzenverdrahtung seit den Anfängen in den 1920er-Jahren bis 1945 bis auf ganz wenige Ausnahmen, genannt „ Sonderschaltungen“, [171] nicht verändert wurde. Unter den üblichen Einsatzbedingungen einer so weit verbreiteten Schlüsselmaschine wie der Enigma darf man nicht annehmen, dass deren algorithmische Bestandteile auf Dauer geheimgehalten werden können, auch wenn die Deutschen es versucht haben.
Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Informatik-Studium an einer großen Deutschen Universität

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