In der Filmbranche arbeiten?

5 Antworten

Der Einstieg in das Filmgeschäft ist allgemein schwierig. Die Arbeitsbereiche sind vielgestaltig. Ich vermute, Du meinst den künstlerischen Bereich, ggfs. mit Überscheidungen zum kaufmännischen, technischen und kulturwissenschaftlichen Bereich. Dazu bietet beispielsweise die Filmuniversität Potsdam folgende Studiengänge an:

Animation - Animationsregie - Cinematography - Digitale Medienkultur - Drehbuch/Dramaturgie - Film- und Fernsehproduktion - Montage - Regie - Schauspiel - Sound - Szenografie - Filmmusik - Medienwissenschaft - Montage - Sound for Picture - Szenografie/Production Design - Film- und Fernsehregie - Kamera - Montage - Ton

Niemand schreibt hier ein einschlägiges Studium vor. Das gilt v.a. für die künstlerischen Arbeitsbereiche. Ein Studium ist meistens hilfreich. Der erfogreichste deutsche Filmemacher des vergangenen Jahrhunderts, Rainer Werner Fassbinder, brauchte kein Studium, der scheiterte bereits beim Studienzugang als verkanntes Genie.

Du kannst durchaus zum Ziel kommen, indem Du einfach einmal anfängst selbst zu drehen, zu schneiden und zu managen. Manche Filmhochschulen (z.B. die HFF Berlin) verlangen ohnehin bereits einen fertigen Film zur Vorauswahl von Bewerbern für die künstlerische Zugangsprüfung. Da ist übrigens Fassbinder mit seinem ersten Film durchgefallen!

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So konkret habe ich noch nicht festgelegt, was mir am besten zusagen würde. Ich finde alle Bereiche interessant. Ja, aber grundlegend steht bei mir der gestalterische Aspekt im Vordergrund, ich bin kreativ und hab gute Ideen. Hab auch schon eine Gestaltungsschule besucht und mache jetzt die Fachmittelschule. :) Von dem her hätte ich soweit eine Voraussetzung für ein Studium oder Praktikum erfüllt. Selbst einen Film zu drehen habe ich mir im nächsten Jahr vorgenommen. :) Aber ich denke, es ist auch gut wenn man alle Bereiche ein bisschen kennt. Und ich denke man kann dann jenachdem auch mal wechseln, wenn man die Kenntnisse hat.

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In der Filmbranche erfolgreich zu sein ist sehr schwierig. Es hat viel mit Glück zutun. Der Beste ist nicht immer der erfolgreichste. Nein, man brauch kein Studium, denn wie in jedem anderen Bereich (Medizin etc. mal ausgenommen) zählen Erfahrungen meistens mehr als das Wissen. Aber das heißt nicht, dass ein Filmstudium sinnlos ist. Man lernt unheimlich viel und bekommt die Connection zu Regisseuren etc. die man so einfach nicht bekommt. Ich weiß nicht wie viel Wissen du bezüglich Regie, Cinematography, Lightning und Sound hast, aber der Anspruch ist sehr hoch und mit ein bisschen Wissen und learning by doing wird es heutzutage schwer. Früher (wenn man das Glück hatte, irgendwie eine vernünftige Filmkamera zu besitzen) wäre es wahrscheinlich einfacher gewesen mit dem selben Wissen... Doch seitdem man dslrs zu einem Preis von nur 1k-4k kaufen kann und mit diesen Top Qualität erreicht, gibt es Unzählige, die den Wunsch hegen, in der Filmbranche aktiv zu werden. Die einzige Chance die man als Outsider hat, ist anders zu sein und nicht die selben Geschichten wieder zu erzählen, die es schon x mal gab. Setrunner zu werden ist gar nicht so einfach, jedenfalls bei einem großen Film. Such einfach mal bei google danach. Kontakte knüpfst du nur, wenn du interessant genug bist und die richtigen Leute triffst und dafür musst du in der richtigen Situation sein.

Du kannst dich vom Set Runner oder Kabelträger bis zum Producer, hocharbeiten.

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