Ich weiß nicht was ich für eine Ausbildung machen soll?

3 Antworten

Sicherlich entscheidet Deine Berufswahl grob über Deinen künftigen Verdienst und Dein Abschluss bestimmt im gewissen Rahmen Deine Möglichkeiten, was Du denn da so lernen kannst. Doch Du musst ja nicht unbedingt mit dem Abschluss der Ausbildung fertig ausgebildet sein und in so vielen Berufen kann man sich dann noch weiterbilden oder auch als Quereinsteiger Erfolg haben.

Du bist ein junger Mann und sicher sollte man auch daran denken, dass man als Junggeselle sich so Einiges leisten kann, doch irgendwann steht vielleicht Familie auf dem Programm und Ehefrau und Kinder will man dann ja auch gut versorgen können.

In meinem Abschlussjahr war ich in einem Internat untergebracht und ein Klassenkamerad wollte unbedingt Koch lernen. Ich konnte das nun nicht so wirklich verstehen, hatte ich doch nur die Arbeitsbedingungen im Kopf und auch, dass man da nicht viel draus machen könnte. Er hat allerdings in einem Interconti seine Ausbildung begonnen und vielleicht auch abgeschlossen (weiß ich nun nicht), doch heute ist er Hotelmanager in China und leitet dort ein großes Hotel. Vor einigen Jahren habe ich mal mit ihm telefoniert und er meinte, dass Koch doch nicht so wirklich was für ihn gewesen sei, doch er die Möglichkeit hatte sich bei der Einrichtung eines neues Hotels einzubringen und so hat er sich dann Stück für Stück hochgearbeitet. Sicherlich eine Bilderbuchkarriere und darauf sollte man nun so nicht hoffen, doch denken wir mal an eine Friseurin. Auch hier hat man schon Möglichkeiten oder man kann halt die Haushaltskasse aufbessern, wenn man sich als Frau der Familie widmet, indem man Freunden und Bekannten und der Familie die Haare macht.

Du solltest Dir einen Beruf suchen, der keine Einbahnstraße ist und wenn Du zum Beispiel einen sozialen Beruf wählst, dann kannst Du Dich durchaus selbständig machen - doch würde Dir das liegen?

Verkäufer würde ich nun auch nicht so lernen, doch Einzelhandelskaufmann ist gar nicht mal so schlecht. Gerade als Mann hast Du da gute Chancen irgendwann mal in eine leitende Position zu rücken, da Du selber wahrscheinlich keinen Mutterschutz brauchst und vielleicht über Jahre ausfällst und dann nur halbtags arbeiten möchtest und Kinder hast, die von der Kita oder der Schule abgeholt werden müssen. Da lernst Du grundlegen Dinge, die Dich sehr gut befähigen mit einer Selbständigkeit zu beginnen - ist demnach ausbaufähig.

Was machst Du denn so gerne in Deiner Freizeit? Vielleicht findest Du da ja einen Anhaltspunkt, was Dich glücklich machen könnte.

Geld sollte eine Rolle spielen, doch immer schön daran denken, dass man sehr viel Zeit mit seiner Arbeit verbringt und macht die einem nicht wirklich Spaß, dann kann es schnell für ein notwendiges Übel angesehen werden oder man quält sich gar zur Arbeit. Hast Du gefunden, was Du mit Herz Seele ausübst, dann wirst Du auch erfolgreich sein. Doch auch nach einer Ausbildung kannst Du noch immer einen anderen Beruf wählen und Dich auch neu ausbilden lassen. Machen leider die Wenigsten, haben eine schlechte Zeit, wenn sie ihrer Arbeit nachgehen, sehnen den Feierabend gleich morgens herbei und drehen sich im Kreis. Eine zweite oder gar dritte Ausbildung bedeutet immer eine finanzielle Einbuße und dann muss man wieder lernen und davor scheuen sich auch Viele.

Hallöle,

ich finde es schon mal sehr gut, dass Du Dir zum Glück nicht erst "Last Minute" Gedanken darüber machst, was Du den Rest Deines Lebens tagtäglich beruflich machen willst!

Ich würde Dir aus meinen Erfahrungen heraus empfehlen einfach mal einen sogenannten Berufskompass zu nutzen! 

Ich bin in dem Architekturbüro in dem ich arbeite schon seit Jahren auch immer für die Azubis und Praktikanten zuständig. Dort höre ich mit Entsetzen immer wieder, dass sie sich leeeiiider noch gar nicht damit befasst haben, was der richtige Beruf für sie wäre, aber Mutti oder Papa würde bestimmt noch was einfallen...  😕 *augenverdreh*

Mein inständiger Rat: Du solltest bei der Suche nach dem richtigen Beruf unbedingt etwas genauer nachdenken, was Dir am wichtigsten ist. Was Dir liegt. Was Deine Talente sind. Was nicht zu utopisch ist. Welche Möglichkeiten zur Weiterbildung es evtl. auch gibt, etc, etc, etc. Denk nur daran, du wirst diesen Beruf vielleicht die nächsten 40-50 Jahre machen müssen! Und ich wette, Du möchtest Dir nicht schon gleich zu Anfang Deiner Ausbildung jeden Morgen selbst in deinen Allerwertesten treten müssen, nur um dich selbst zu überreden zur Arbeit zu gehen, oder? Eine sich schon mehrfach bewährte Empfehlung, die ich insbesondere meinen "unschlüssigen Kandidaten" sehr gerne gebe, ist: es gibt einige wertvolle Internetseiten, wo man reichlich diverse Fragen beantworten muss (auch etliche, wo man zunächst noch nicht begreift, wozu das denn wichtig sein könnte) und dann bekommt man diverse Berufsvorschläge. Auch welche auf die man alleine nie gekommen wäre, aber auch welche, wo man nur kopfschüttelnd laut lachen muss. Auf jeden Fall war das bisher immer etwas sehr hilfreiches! Wichtig hierbei: mach den Test absolut allein!!! Es sollte Dir absolut niemand dabei auch nur über die Schulter zugucken!!! Oder davon schon vorher wissen und erwarten, dass Du ihm nachher das Ergebnis zeigst!!! Denn dann wirst Du garantiert nicht absolut ehrlich antworten, sondern manchmal eher eine von den anderen erwartete Antwort abliefern!!! Glaub mir, ich mach das schon länger! 😉 😊

Nachfolgend findest Du einige Links zu solchen Tests. Zur Info: der erste ist zwar einer aus Österreich, aber hat (sofern er absolut wahrheitsgemäß ausgefüllt wurde) bei meinen Praktikanten stets die passensten Ergebnisse geliefert! Und als ich ihn mal testweise ausfüllte, hat er mir sogar den Beruf genannt, den ich wirklich inne habe und auch mein echter Traumjob ist! 👍 😊 Nur nicht wundern, wenn dort auch immer einige scheinbar seltsame Berufe genannt werden, die es in Deutschland gar nicht gibt. Falls die Ergebnisse wider Erwarten gar nicht zu passen scheinen, solltest Du Dir am besten zunächst selbst die Frage stellen, ob Du auch wirklich jede Frage absolut ehrlich beantwortet hast! Schon ein kleines Schummeln, kann absoluten Blödsinn daraus machen!!!

So, hier dann jetzt endlich einige Links zu solchen Tests.:

Zuerst mein am liebsten genutzter Favorit:

         http://www.berufsinteressentest.at/

Und auf Platz 2  😉  wieder einer aus Österreich:

         http://www.berufskompass.at/

...und jetzt noch zwei weitere Tests, deren Ergebnisse ich jedoch nicht ganz so passend fand:

         http://www.berufsfindungstest.eu/service

         https://www.arbeitsagentur.de/web/content/DE/dienststellen/rdn/schwerin/Agentur/...

Also, ich drücke Dir die Daumen, das Du Deinen Traumjob findest!!! 

Noch einen kleinen Ratschlag: wenn dann endlich etwas in die engere Wahl kommt: mach am besten ein Praktikum in dem Beruf (ggf. in den Ferien!), um einen realistischen Einblick zu bekommen! 

Und denk dran: Du fängst ganz unten in der "Rangfolge" an! Erwarte nicht, dass man Dir hinterher läuft, sondern zeige Eigen-Initiative! Was Du aus den Chancen machst, liegt zu einem extremen Großteil einzig und allein in Deiner Hand und an Deinem Engagement...

Wohlgelaunte Grüße,

wölfin

Versuche es doch mal mit einer Berufsberatung, neben der Bundesagentur für Arbeit gibt es auch andere Beratungsstellen, die laut Stiftung Warentest meist hilfreicher sind. Guck am besten mal im Internet, welche Anlaufstellen es in deiner Umgebung gibt. Es gibt auch ein paar ausführliche Tests dazu im Internet, aber ich hab die Links nicht mehr, zu lange her bei mir.
Hier noch ein paar Tipps zur Berufsberatung:
https://www.test.de/Berufsberatung-Berater-muessen-nachsitzen-1573988-1579165/

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