Ich verstehe meine Hausaufgabe nicht, Hilfe?
Hallöchen wir haben in Geschichte auf bekommen zu dem Textauszug (siehe Bild) kritisch Stellung zu nehmen, im Bezug auf die heutige Zeit. Mein Problem ist das das ein Essay ("1789 bis 1989: Und was dann?") ist und ich es absolut nicht verstehe. Könnt ihr mir da vielleicht helfen weil ich verzweifle hier. Vielen Dank

1 Antwort
Hei, Zo0om. Nun, es sind eben nicht alle Menschen gleich, sondern sie haben unterschiedliche Interessen, Neigungen, Erfahrungen, unterschiedlichen Intellekt und können vielfach miteinander nichts anfangen. Man kann zwar sagen "Vor dem Gesetz sind alle Menschen gleich"; das beschränkt sich lediglich auf die Schranken vor Gericht, wertet aber nicht Bedürfnisse und Ansprüche an das Leben des einzelnen. Selbst die Gleichheit vor Gericht würdigt die unterschiedlichen Lebenswege und -Erfahrungen der jeweiligen Angeklagten im Strafmaß und nicht allein nach der Schwere des Delikts.
Also: "Brüderlichkeit" - ein Ideal, aber utopisch. Der Streuner auf der Straße mag zwar moralisch mein Bruder sein, de facto ist er mir eher ein Ärgernis.
Tja, was ist, wenn eine Revolution gelungen und vorbei ist? Der Diktator tot, seine Schergen verschwunden - - "Die Revolution hat keine Funktion mehr": Es gibt für die Revoluzzer nach erfolgreicher Tat nichts mehr zu revoltieren. Aber wir sehen nichts Neues an der Stelle, es sei denn Mord, Totschlag und Chaos (siehe Irak, Libyen).
Die Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, wie sie die Kommunisten verstanden und wie sie von den kommunistischen System praktiziert wurde, hieß ja im Kern: Alles gehört jedem - keinem gehört etwas. Also: Die materiellen Güter dem Volk zurückzugeben, um damit zu wirtschaften, zu handeln, zu arbeiten, Nutzen zu gewinnen und Befriedigung im Sinn des Lebens zu erlangen - das ist der eine Teil - den Besitz wieder in seine Rechte einzusetzen. Der andere Teil ist der, den wir mit Freiheit und Menschenwürde umschreiben, mit dem Anspruch des Individuums auf Individualität, aufs Ich-Sein, aufs eigene Denken und eigene Entscheiden.
Wir sehen heute unsere Gesellschaft zersplittern in Individuen, die Individualisierung, bei der jeder nur seinen eigenen Vorteil sucht und darin zu finden meint. Gemeinschaftsgefühl, Mitverantwortung bleiben vielfach auf der Strecke. Interessen-Kollekte, möge sie noch so klein sein, sprenge jeden Rahmen vernunftmäßigen Miteinanders - ob streikende Piloten oder rechtsradikale Brandschatzer ...
Und so. Grüße!
Vielen Dank! Du rettest mir meinen Tag, jetzt wo ich das gelesen habe versteh ich auch den text irgendwie :D
Dankeschön