Holzarbeit: Brieföffner

6 Antworten

Vorab: DAS ideale Holz für diesen Zweck ist es sicherlich nicht - aber trotzdem nicht gleich völlig ungeeignet.

Hier ein paar Gedanken dazu:

- Reissen und brechen ist abgesehen von der Materialeignung auch abhängig vom verwendeten Werkzeug und der eingesetzten Kraft.

- Bei einem Querschnitt von 20 mm sollte mehr als die Hälfte abgetragen werden. Da bleibt - sollte es am Anfang mal Splitter geben - noch genügend Material übrig, um "sanfter" weiterzuarbeiten und den Fehler auszugleichen. 

- Nicht zu unterschätzen ist die aufzuwendende Arbeit für dieses "reduzieren" - ehrlich gesagt, ich hätte nicht die Geduld dazu (sofern die Werkzeugauswahl sich nur auf Raspel und Feile beschränken sollte).

Ich habe schon als Kind gerne mit Holz gebastelt und geschnitzt. Damals hat mir kein Mensch "technisch geeignetes Material" oder Werkzeug gestellt. Ich hatte Brennholz, Zweige, Verpackungsbretter, Äste aus dem Wald und ein Taschenmesser. Erst dadurch lernt man dann (später) den Wert von professionellen Mitteln schätzen. Meines erachtens würde es direkt an ein Wunder grenzen, wenn die Kinder mit dem vorhandenen Kiefernholz nicht irgendwas zustande brächten, mit dem sie einen Brief öffnen können.

Klasse. Genau meine Erfahrung zum Thema, bis auf die Geduld, habe genug davon wenn´s Spaß macht oder ein bestimmtes Ergebnis erreicht werden muß .

Würde ich glatt als beste Antwort bewerten, wenn ich könnte. Aber ein Punkt von mir ist sicher.

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@OscRa

Vielen Dank für diese Reaktion - so was spornt doch immer an :-)

Kurz eine Anmerkung zur Geduld: Klar, völlig richtig - Geduld ist wichtig, wird heutzutage häufig unterschätzt, und wenn einem etwas Spaß macht soll man's ruhig auskosten. Es gilt aber auch: wenn man eine Lektion gelernt hat, sollte man weitergehen. "Über"lernen kann sich schädlich auswirken - Langeweile, Überdruss.

Auf "unser" Beispiel angewandt: Die Kinder begreifen: mit einer Feile/Raspel läßt sich die Form verändern. Das verursacht normalerweise Freude, aber "irgendwann" (diese Zeitspanne kann natürlich gewaltig variieren) wird's langweilig, wenn man erkennt, daß man dem gewünschten Ziel nur sehr langsam näher kommt. Dann wäre es an der Zeit, mal über den Einsatz eines Schnitzmessers nachzudenken. Selbst ein Hobby-Forstwirt verwendet zum Bäume fällen keine Feile ;-)

Na ja, vielleicht liegt's ja auch nur daran, daß Rentner wie ich bekanntlich chronisch unter Zeitmangel leiden :-)

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Für einen Brieföffner kannst du fast alle Holzarten nehmen, die gerade greifbar sind. Außer vielleicht Balsaholz (zu weich) oder Pockholz (viel zu hart und kaum zu bekommen). Mit Kiefer habe ich nie gerne gewerkelt. Buche wird hierzulande empfohlen, nicht weil es sehr geeignet ist sondern in unseren Wäldern massenhaft vorkommt. Ich habe mir 3 Brieföffner im Werkunterricht in der Schule angefertigt, je einen aus Mahagoni, Teak und Esche. Warum diese Hölzer? Ganz einfach: Mein Vater war Schreiner und da sind passende Holzstücke in der Werkstatt herum gelegen. Hast du irgendwo einen abgesägten Ast von einem Zwetschgenbaum? Sieht wunderbar aus.

Ein Brieföffner ist zu dünn, um ihn mit irgendeiner Art Holz zu machen, es sei denn du willst ihn nacher noch behandeln, dass er härter wird...

Oder du machst es wie die Elfen, und während du ihn herstellst sprichst du einen Haufen Beschwörungen in der alten Sprache, damit es nicht kaputt geht und *ZACK* hast du das Schwert eines Drachenreiters

Eragon Anspielung, CHECK

nein, es ist durchaus eine beliebte Arbeit: Brieföffner aus Holz: aber normalerweise wird immer Buchenholz empfohlen. Er muss auch nicht hart sein, soll ja nur einen Brief öffnen.

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@Xana2

Buchenholz? Na ja, es sieht leider schön langweilig aus; zumindest die Rotbuche. Weißbuche ist interessanter, aber schwieriger zu bearbeiten.

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aua das tut weh >es sei denn du willst ihn nacher noch behandeln, dass er härter wird...< dann muss du aber auch dazu Beitragen wie man das macht ?!

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du hast schon recht, Buche ist das geeignetste für dein Vorhaben, Kiefer ist zu weich

Kiefernholz ist gut. Das ist ideal für dein Vorhaben und sehr biegsam.

ich habe noch nie ein "biegsamen" Brieföffner gesehen

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@rudelmoinmoin

Ich schon, eine Menge. Und auch selbst schon welche gemacht. So.

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