Haus in Chile kaufen

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2 Antworten

Guten Tag Margit. Bislang habt Ihr leider keine vernuenftige Antwort bekommen. Ich will hier ein wenig aushelfen.

Als Auslaender koennt Ihr grundsaetzlich ein Grundstueck mit oder ohne Haus kaufen. Da gibt es nur Einschraenkungen, wenn Ihr gleich wahnsinnig grosse Anwesen kauft.

Um in Chile etwas kaufen zu koennen, muesst Ihr ueber die dortige Steuernummer verfuegen. Jeder von Euch muss eine R.U.T. bei einem oertlichen Amt anfordern. Die bekommt man auch noch recht einfach. Es ist eine Nummer, an der man erkennt, dass Ihr Auslaeder seid. Das hat aber keine Nachteile. Ohne R.U.T kann man kein Haus, kein Auto etc kaufen.

Der naechste grosse Schritt ist, dass man ein Bankkonto benoetigt. Da man Geld nur in beschraenkten Umfang einfuehren kann, ist ein Barkauf bei einem Grundstueck auch nicht moeglich und weiterhin nicht zu empfehlen. Gezahlt wird beim Notar und der nimmt nur Bankschecks entgegen, weil aus Sicherheitsgruenden hat der ungern soviel Geld in der Tasche.

Die Grundstueckssuche ist recht einfach. Es ist viel auf dem Markt. Nur sind die Agenten nicht immer sehr professionell. Die Eintragungen im Grundbuch sind oft nicht korrekt, oder Grundsteuern sind fuer Jahre nicht gezahlt. Da muss man einen richtig guten Anwalt haben.Leider gibt es davon nur wenige Exemplare.

Zu empfehlen ist auch, auf Wasserrechte zu achten, die man ebenfalls im grundbuch eintragen laesst. Auch Brunnen muessen dort eingetragen sein, Ein Grundstueck ohne Wasser hat keinen Wert.

Wichtig ist die richtige Nachbarschaft. Mapuch als Nachbarn zu haben kann dazu fuehren, dass man diese staendig uebers Grundstueck laufen sieht, weil man "frueher" eben dort auch gelaufen ist. Aber wie gesagt, dass muss nicht sein.

Haeuser kann man in Chile schon alleine lassen, wenn man gute Nachbarn hat. Schwieriger ist es, eine Versicherung abzuschliessen, weil Ferienhaeuser nicht gerne versichert werden. Aber auch da gibt es Wege.

Chile ist ein wunderschoenes Alternativland zu eigenen Heimat. Es steht wirtschaftlich am besten da von allen Lateinamerikanischen Staaten. Kriminalitaet ist gering. Einbrueche fuer Nichtigkeiten wegen niedrigem Lohnniveau besonders in den Sommermonaten an der Tagesordnung. Nun, auch da kann man sich drauf einstellen, indem man eben keine Wertsachen im Auto laesst. Oder nachts mit Laptop, IPod und MasterCard auf einsamer Strasse spazieren gehen. Aber das wuerde ich auch in keinem anderen Land machen.

Ich hoffe, diese Antwort hilft ein wenig.

Wanderhase

Auf Argentinien übertragen, was ja ähnlich ist (und Patagonien ist sogar geteilt) würde das nur Sinn machen, wenn du das Haus dann auch bewohnst, also dortbleibst oder es ggf. dann wieder verkaufst.

So in Deutschland zurück und das Haus dann dort halten und ggf. vermieten wollen ist nicht einfach. Du brauchst Vertrauenspersonen und da kann es passieren, dass du immer wieder Geld für Instandhaltungen senden musst, aber nie was von der Miete siehst.

Die Unkosten sind auch nicht zu verachten und es kann sich auch ein "Hausbesetzer" einfinden. Zahlt der die örtl. Steuern über Jahre, gehört das Haus ihm.

Aber wenn ihr selbst dort wohnen wollt bzw. vor Ort seit und es später vermieten wollt, kein Problem. Die Immopreise sind ja dort i.d.R. sehr günstig, im Gegensatz z.B. zu Autos.

Wir wollen es nicht auf Argentinien übertragen, wir wollen nicht wieder nach Deutschland und wir wollen es auch nicht vermieten. Evtl. hast Du die Frage nicht richtig gelesen ;-)

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@Margit1502

Also ich meinte damit, dass Chile Argentinien sehr ähnlich ist, ja selbst das erwähnte Patagonien ist halb Chilenisch, halb Argentinisch. Wie es mit Argentinien aussieht weiss ich sehr gut, da ich dort Familie habe und diese ziemliche Schwierigkeiten mit ihren Immobilien dort haben. (Mal davon abgesehen, dass man beim Immobilien-Kauf und -Verkauf sehr vorsichtig sein muss, alleine der lieben [körperlichen] Sicherheit wegen.) Das kann man bestimmt 1:1 auf Chile übertragen, das beide Länder wie gesagt doch sehr sehr ähnlich sind, wie z.B. eben Deutschland und Österreich. Ich habe auch Chilenen als Freunde, die in beiden Ländern gewohnt haben und das bestätigen.

Dann ist deine Frage etwas schwammig. Denn "3 Monate dort bleiben" und "sich dort niederlassen" ist für mich genau das Gegenteil.

Das wollte ich nur mal klarstellen. Ansonsten vergess meine Antwort einfach wieder. Du hast sie nicht verdient.

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@salsabachata

Nun mal nicht so aggressiv, bitte. Ich habe eine einfache Frage gestellt, und wenn ein User eine komplizierte Antwort gibt, die unaufgefordert länderübergreifend ist, dann kann ich nichts dafür. Ich habe auch nicht geschrieben, dass wir gleich dort bleiben wollen! Es ist ein Vorfühlen, um Informationen zu sammeln. Meine Frage ist nicht schwammig und Du hast Zusammenhänge dort rein interpretiert, die so noch gar nicht vorhanden sind. Und wer hier was verdient hat, steht gar nicht zur Debatte. Wenn man keine Lust hat, zu antworten- einfach lassen. Aber nicht solche Texte. Ich bin kein dummes Kind.

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