Hat wer gute Pro oder Contra Argumente?

6 Antworten

Pro: Wenn man diesen Sozialdienst didaktisch und inhaltlich in den Schulalltag einbettet und eventuell daraus ein Team-Event macht, dann kann das förderlich sein.

Contra: Wenn es nur darum geht, das sich Kinder "sozial" engagieren müssen, könnte das schnell als Strafe aufgefasst werden. Ich denke es ist Aufgabe der Eltern Kindern soziales Verhalten beizubringen.

Im Rahmen einer Freiwilligkeit ist das ok, wenn es verpflichtend sein soll, dann nicht. Ich sehe den pädagogischen Mehrwert hinter einer "Verpflichtung" nicht wirklich.

Pro: Sie lernen, sich um andere zu kümmern und können danach auch entscheiden, ob sie so einen Beruf ausüben möchten.

Contra: Sie könnten soziale Dienste als Strafe auffassen. Jugendliche Straftäter werden ja auch dazu verpflichtet.

Ich bin dafür, man lernt mehr Empathie und das ist etwas, was unserer Gesellschaft gerade fehlt. Viele Menschen denken nur an sich und das könnte anders sein, wenn sie mal gelernt hätten, für andere da zu sein. Dabei erfährt man ja auch viel Dankbarkeit und manche richten dann vielleicht sogar ihren Beruf danach aus.

Und 2 Stunden im Monat sind ja echt nichts, da hat man immer noch genug Zeit für Schule, Freunde etc.

Wir müssen ja als Schüler auch Praktika machen und es ist sehr hilfreich, also wird Sozialdienst auch nicht schaden und man tut etwas Gutes!

Wenn das eingeführt wird, sollte es ausnahmslos für alle Menschen über 14 Jahre gelten. Es ist nicht richtig, wenn Erwachsene etwas von Jugendlichen verlangen ohne selbst mit gutem Beispiel voran zu gehen.

Dafür spricht, dass in einigen Bereichen dringend Helfer benötigt werden und ein Gemeinwesen nur funktioniert, wenn sich alle beteiligen. Es kann auch helfen, neue Erfahrungen zu sammeln und zu verinnerlichen, was im Leben wirklich wichtig ist.

Dagegen spricht, dass es ein Zwang ist und ich jede Art von Zwang generell ablehne. Warum überzeugt man die Menschen nicht, sich sozial zu engagieren? Warum bezahlt man gerade die sozialen Berufe so schlecht? Das zeigt die fehlende Wertschätzung für diese Arbeit. Statt daran etwas zu ändern, zwingt man andere Menschen etwas zu tun, worauf diese keine Lust haben. Diesen wird das nicht gefallen und sie werden notgedrungen die Zeit absitzen. Mit dieser negativen Einstellung ist es aber schwierig, positive Erfahrungen zu machen. Viele werden also froh sein, wenn sie die Zeit irgendwie hinter sich gebracht haben und jetzt erst recht keine sozialen Arbeiten mehr in Erwägung ziehen.

Außerdem ist fraglich, ob sich nicht doch wieder einige "freikaufen" würden, was nur noch mehr Ungerechtigkeit bringen würde.

Meine persönliche Meinung ist, dass der Staat kein Recht hat, Menschen zu zwingen, sondern positive Anreize setzen soll.

Nein. Das wäre meiner Meinung nach Zwangsarbeit für Minderjährige, sowas darf es nicht geben. Kann ja keiner sagen "Du musst jetzt 2 Stunden im Monat im Sozialdienst arbeiten".

In dem Alter muss man sich auch um andere Dinge wie Freunde, Schule, Hausaufgaben usw. kümmern.

Danke! Das ist sehr hilfreich!

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