Hat jemand Erfahrungen mit Altenpflegern aus Polen?

31 Antworten

Uns wurde der 24h Senioren-Service für meinen Schwiegervater empfohlen. Inzwischen haben wir zwei Polinnen, die sich abwechselnd gut um ihn kümmern. Vorher waren drei "Damen" da, deren Pflege ich keinem zumuten möchte. Die Erste (Anna) hatte gute Deutschkenntnisse, hat sich nur nebenbei um meinen Schwiegervater gekümmert, dafür mehr um sich und um meinen Mann. Die Beiden hatten ein Verhältnis. Die Zweite war nur einmal da und ist nie wieder gekommen und die Dritte konnte so gut wie kein Deutsch und hat versucht mit sehr freizügiger Kleidung meinen Schwiegervater anzumachen. Es tut mir leid um die jetzigen Pflegekräfte, die ihn wirklich gut versorgen, aber ich kann diese Agentur nicht empfehlen. Wir zahlen jeden Monat 250 Euro an die Agentur, aber wofür ? Frau Schubert war ganz am Anfang einmal da, aber seitdem kommt nicht einmal die Rückfrage ob alles in Ordnung sei usw. Für mich ein absolutes No Go !!

Entweder über das Arbeitsamt jemand suchen. Alles andere landet schnell bei der Schwarzarbeit und wird am Ende wenn es schief geht viel teurer. Es gibt drastische Strafen für die Beschäftigung von Schwarzarbeitern. Die Qualitätssiccherung ist schwer zu kontrolieren und Ansprüche bei Fehlleistung durchzusetzen fast unmöglich. Außerdem verzerrt sich der Wettbewerb ungemein. Die Wirtschaftskraft wird dann wohl eher in Polen oder sonstwo gestärkt, aber nicht in DE. Es ist sicherlich nicht leicht und sehr teuer eine 24-Stunden-Betreuung zu realisieren. Beim Sozialamt kann man auf jeden Fall die Kostenübernahmebeantragen, wenn es med.notwendig ist und die eigenen finanziellen Mittel nicht ausreichen. Schonvermögen 100.000€, dazu kommen die notwendigen festen Kosten zum aufrecht erhalten des eigenen Haushaltes. Bei mehreren Kindern ist die Summe schneller erreicht, aber dann sollte auch die Finanzierung leichter sein. lernend67

Ich bin selbst Krankenschwester und arbeite in einem Pflegeheim. Man kann diese Frage nicht Allgemein beantworten. Ich habe sehr gute Pflegerinnen und weniger gute kennengelernt. Ich persönlich würde Ihnen jedoch raten einen ambulanten Pflegedienst einzuschalten. Lassen Sie sich dort beraten-das ist kostenlos. Die Krankenkassen zahlen je nach Pflegestufe auch einen Beitrag dazu. Was Einkäufe etc. betrifft haben wir z.B. in unserer Gemeinde einen Zivi der das ehrenamtlich macht. Auch hier würed ich mich an Ihrer Stelle mal bei der Kirche erkundigen. Es gibt eigentlich sehr viele Möglichkeiten kompetente und zahlbare Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ich wünsche Ihnen viel Glück und Erfolg.

Beauftragen Sie besser einen ambulanten Pflegedienst oder eine Sozialstation mit der Pflege und/oder der hauswirtschaftlichen Versorgung. Diese Kosten lassen sich zu einem großen Teil über die Pflegeversicherung finanzieren. Hauswirtschaftliche Unterstützung wie zum Beispiel Einkaufen, Putzen, usw. kann man auch innerhalb der Familie, der Freunde oder der Nachbarschaft organisieren. Von der Krankenversicherung bekommt man auch ein sogenanntes Notruftelefon (zu einem großen Anteil) finanziert, falls Notwendigkeit besteht. So bekommen Sie auf keinen Fall Sprachprobleme. Außerdem entstehen auf diese Weise erst gar keine direkten Beschäftigungsverhältnisse. Das halte ich für einen ganz großen Vorteil. Eigene Erfahrung: Meine pflegebedürftige Oma (bereits vor ca. 4 Jahren verstorben) wurde von einer Polin einige Zeit hauswirtschaftlich betreut. Ein Pflegedienst mußte zusätzlich eingeschaltet werden. Die Polin hat auch bei meiner Oma gewohnt. Die beiden haben sich aber nicht verstanden, sodaß schlußendlich meine Oma bzw. meine Mutter die Polin kündigen mußte. Der Pflegedienst kam weiterhin. Die hauswirtschaftliche Versorgung unserer Oma haben wir dann innerhalb der Familie organisiert. Das war für uns alle sehr viel schöner und auch preiswerter. Fazit: Ich stelle niemals mehr eine Haushaltshilfe an, welche in der Familie übernachtet.

Ich schreibe hier NICHT über die Methode "Putzfrau für die Schwiegermutter von Herr Steinbrück".

Wir hatten 2 Haushaltshilfen LEGAL aus andern osteuropäischen Staaten , die sehr gut bzw. gut deutsch sprachen. Für die "medizinisch höherwertigen" Tätigkeiten zusätzlich noch deutschen ambulanten Pflegedienst

Fazit:  Erste Haushaltshilfe als "Arbeitgeber" selbst beschäftigt -> Absolute Totalkatastrophe, bürokratischer Aufwand, starre Arbeitszeiten, 30 Tage Urlaub im Jahr, Wochenende samstags / sonntags frei, viel Leerlauf innerhalb der starren Arbeitszeiten, Alkoholismus und noch verständliche eigene Krankheiten der Haushaltshilfe .

Zweite Haushaltshilfe via Pflege(?)agentur-> Zufriedenstellend , stand zwar nachts auch nicht auf (11 Stunden Ruhezeit), aber ging wenigstens mit meiner Mutter am Rollator gelegentlich spazieren. Da die Person aber nur 155cm groß und 50kg schwer war, konnte sie meine Mutter auch nicht alleine auf "die Beine stellen".

 Nach 8 Monaten stürzte meine Mutter nachts und alle in der Familie, Krankenhaus und  auch die 2. Haushaltshilfe haben ihr dann "sehr stark" zum  Pflegeheim geraten!!!

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