Gibt es Anzeichen für ADS?

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7 Antworten

Zitat aus:

http://www.mehr-vom-tag.de/bgdisplay.jhtml?itemname=g_adhs_diagnose

Wie machen sich Anzeichen von ADHS in verschiedenen Entwicklungsabschnitten bemerkbar?

Eltern von ADHS-Kindern berichten häufig, dass sie Verhaltensauffälligkeiten in der Entwicklung ihrer Kinder schon in sehr frühem Alter beobachtet haben. Diese Tatsache spricht um so mehr dafür, dass ADHS nicht die Folge falscher Erziehung ist, sondern eine Erkrankung, für die eine erblich bedingte Neigung vorhanden sein muss.

Im Folgenden sind Verhaltensauffälligkeiten von ADHS-Kindern in den verschiedenen Entwicklungsabschnitten dargestellt. Zur Erinnerung: Diese Auffälligkeiten können individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt sein und müssen nicht in jedem Fall zwingend auftreten.

  • Säuglingsalter

    Es wird vermutet, dass ADHS-Kinder schon im Säuglingsalter als "Schreibabys" auffallen können - mit ungewöhnlich lang andauernden Schreiphasen. Vielfach wird von motorischer Unruhe, Ess- und Schlafstörungen, Ablehnung eines Körperkontakts und Unausgeglichenheit der Säuglinge berichtet. Kleinkind-/Kindergartenalter

    Die Kinder fallen durch ihren rastlosen Aktivitätsdrang auf. Geringe Ausdauer beim Spielen, trotziges Verhalten, motorische Ungeschicklichkeit und in der Folge häufige Verletzungen und Unfälle. Bereits im Kleinkindalter können diese Verhaltensauffälligkeiten dazu führen, dass ein Kind mit ADHS schnell auf Ablehnung bei gleichaltrigen Spielkameraden stößt und keine stabilen Freundschaften entwickeln kann.

  • Grundschulalter

    Besonders deutlich zeigen sich die ADHS-typischen Verhaltensstörungen oft erst mit Schulbeginn. Kinder mit einer Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung können nicht lange still sitzen. Sie lassen sich schnell ablenken, sind ständig in Bewegung und fallen durch häufiges Stören des Unterrichts auf. Charakteristisch ist auch eine niedrige Frustrationsschwelle, schnelle Reizbarkeit und die Unfähigkeit, sich länger auf Aufgaben zu konzentrieren. So kommt es trotz normaler Intelligenz häufig zu Lern- und Leistungsproblemen. Viele ADHS-Kinder leiden parallel noch unter weiteren Lernstörungen wie Lese-, Rechtschreib- oder Rechenschwäche, die die Schulprobleme verstärken. Damit wird nicht nur eine "negative Schulkarriere" eingeleitet, sondern die Kinder erfahren frustrierende, oft traumatische Erlebnisse, die sich auf das ganze weitere Leben auswirken können.

  • Jugendalter

    Bei Jugendlichen mit ADHS nehmen die hyperaktiven Verhaltensstörungen eher ab. Im Vordergrund stehen Aufmerksamkeitsstörungen und mangelnde Fähigkeit zur Selbstorganisation. Diese Jugendlichen versuchen häufig, ihre innere Unruhe zu betäuben, indem sie sich starken äußeren Reizen (z.B. laute Musik, exzessive Computerspiele) aussetzen oder bewusst Gefahren und Konfrontationen suchen. Charakteristisch sind außerdem Leistungsverweigerung und aggressives Verhalten über das im Jugendalter normale Maß hinaus. Auch in der Entwicklung ihrer sozialen Kompetenz zeigen Jugendliche mit ADHS starke Defizite gegenüber ihren gesunden Altersgenossen. Werden diese Störungen und ihre Auswirkungen nicht rechtzeitig erkannt, können diese Jugendlichen kein gesundes Selbstwertgefühl ausprägen. Sie neigen zu Depressionen und Ängsten - Folgen , die durch eine rechtzeitige Diagnose und angemessene Behandlung vermieden werden können.


Bei Erwachsenen gibt es ähnliche Erlebnisse!

Die Liste zeigt jedoch die Extremfälle der Anzeichen von ADHS. ADSler sind demnach ruhiger und nicht so augenscheinlich!

Sorry - aber das muß ich jetzt einfach mal loswerden: Warum hat jedes Kind, was nur ein wenig aktiver ist als andere, gleich ADS oder ADHS? WIR hatten das doch früher auch nicht, weil WIR uns nicht im Zimmer verbarrikadiert haben. stundenlang vor irgendeiner Kiste gedaddelt haben oder ähnliches. WIR haben uns in der freien Natur ausgetobt. Liebe Marie070798 - das geht überhaupt nicht gegen Dich! Es kot.t mich nur an, daß jedes auch nur ein wenig aktive Kind gleich krank sein soll und - im schlimmsten Fall - mit Psychopharmaka vollgestopft wird! Kein Kind, daß ich kenne und in den 80er-/Anfang der 90er-Jahren geboren wurde hat AD(H)S, bei fast allen, die später geboren wurde, besteht zumindest der Verdacht. Hallo?

o0Alea0o 19.03.2012, 20:41

Tja Hyperaktivität durch Bewegungsmangel ist tasächlich ein Problem, welches man heutzutage wirklich mal lösen sollte. Das hat mit ADHS an sich leider nichts zu tun, was jedoch anscheinend nicht mal viele Psychiater kapieren.

Aber:

ADSler sind NICHT Hyperaktiv. Daher fehlt auch das H.

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ja, die gibt es, z. b. Zittern, Versuche, Aufmerksamkeit zu erregen, ein überdurchschnittlich starker Bewegungsdrang und die fehlende Fähigkeit, sich länger auf eine Sache zu konzentrieren( was nicht heißt, dass diee Leute sich auf nichts konzentrieren können)

Kinder mit ADS sind unaufmerksam und lassen sich leicht ablenken, sie fangen immer neue Dinge an, jedoch haben sehr oft Probleme etwas zu Ende zu bringen, da sie einfach schon von anderen Sachen abgelenkt werden. Oftmals bezeichnet man sie als Tagträumer, die Löcher in die Luft schauen. So werden die auch von den Lehrern als: "der hört mir doch gar nicht zu" bezeichnet.

Kinder, die an ADS erkrankt sind, haben große Probleme, sich selbst zu organisieren. Sie verlieren rasch den Überblick. Wenn sie sich etwas vornehmen, dann meist viel zu viel, weil sie die Zeit nicht abschätzen können. Sie verzetteln sich und schaffen die vorgenommenen Aufgaben nie. Aus dieser Situation lernen sie aber auch nicht, sondern machen den Fehler jedes Mal wieder.

ADS Kinder wirken zerstreut, häufig wie ein zerstreuter Professor, da sie ja über einen hohen IQ verfügen, aber Flüchtigkeitsfehler provozieren. Sie arbeiten chaotisch und ihr Arbeitsplatz ist unaufgeräumt. Im Kinderzimmer herrscht stets Unordnung, weil sie viele Dinge gleichzeitig anfangen. Struktur und Ordnung sind problematisch für ADS Kinder. Das wirkt sich auch auf Ihr Arbeitsverhalten aus, welches schlecht koordiniert ist.

o0Alea0o 18.03.2012, 21:19

Kinder, die an ADS erkrankt sind,

Man kann nicht an ADS erkranken, da es von Geburt an ist und nicht einmal eine richtige Krankheit darstellt!

da sie ja über einen hohen IQ verfügen,

ADS korreliert zwar mit einem höheren IQ in gewissen Maßen, ist aber nicht ausschlagebend und völlig unabhängig.

Struktur und Ordnung sind problematisch für ADS Kinder.

Wie man es nimmt. ADSler brauchen schon einen gewissen Tagesablaut (sehr verwandt mit Autismus)

Ansonsten ist alles richtig.

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Emi0109 19.03.2012, 10:03
@o0Alea0o

Ich zitiere hier aus Wiki:

...Die Aufmerksamkeitsdefizitstörung ist nach derzeitigem Stand (2009) ein multifaktoriell bedingtes Störungsbild mit einer erblichen Disposition, welche die Ausbildung der Krankheit begünstigt....

und weiter:

Die Prävalenzrate (Krankheitshäufigkeit) im Kindesalter wird in Deutschland mit 3,9 % angegeben.

Man spricht von ADS Störung, aber man spricht auch von z.B. Panikstörung - beide zeigen ein Krankheitsbild. Wenn es nicht so wäre, so würden beide nicht beim Arzt behandelt, würden nicht medikamentös behandelt und, und, und...

Meine Aussage, dass Struktur und Ordnung problematisch seine für ADS Kinder soll nicht heißen, dass diese Kinder keine Rahmen und keine Struktur brauchen. Ganz im Gegenteil. Diese Struktur hilft den Kids sich zu orientieren, gibt ihnen eine Sicherheit. Es ist nur die Art wie man diese Strukturen eingibt und durchsetzt (lebt).

Allerdings finde ich gewagt ADS dem Autismus verwandt zu stellen.

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o0Alea0o 19.03.2012, 14:01
@Emi0109

Wikipedia ist in solchen Sachen so lala, aber im gleichen Artikel steht auch folgendes:

Ob ADS als Krankheit, Störung oder als Gabe angesehen werden muss, hängt hauptsächlich von den individuellen Defiziten, der sozialen Situation und der Intensität des Leidensdruckes ab. Der amerikanische Mediziner Edward M. Hallowell hat ADS als eine „Art zu leben“ beschrieben:

Alleine der Zweifel der "Betroffenen" spricht für eine gesonderte Art. (Nicht verwechseln mit fehlender Krankheitseinsicht!) Indigo-Kinder und das ganze aus der Esoterik sprengen es in die Extreme.

Zweifelsfrei leidet man hierzulande unter AD(H)S und so gibt es für diese konzentrationssteigende Medikamente - die bei jedem die Konzentration steigern würden, nur brauchen sie es nicht so dringend. Aber da man schon unter Hochbegabung leidet, könnte man auch dieses als Krankheit darstellen...

Es gibt viele die Anzeichen von ADS haben und es ihnen oder anderen überhaupt nicht interessiert. Sie fühlen sich gesund wie jeder andere auch, haben halt nur andere Interessen und andere Wahrnehmung.

Aber ist ist nun mal so, es gibt Kulturen da spielt das Rolle wie das Kind verhält. Solange es sagt: "Ich bin gesund." darf er sich so benehmen wie er will, er ist vielleicht ein bisschen "anders", aber so sind nun mal alle Menschen. Dieses Denken geht natürlich nicht, sobald eine Kultur eine "Regelschule" besitzt, vorallem mit schlechter Schulform.

Allerdings finde ich gewagt ADS dem Autismus verwandt zu stellen.

Das ist sehr stark mit Autismus/Asperger verwandt. Würde man das Autismusspektrum bildlich darstellen steht es ganz am Anfang. Es zeigt manchmal genau die gleichen Symptome und für Psychiater ist es manchmal schwer zu sagen: "AD(H)S oder Asperger". Manche Asperger/Autisten sind eigentlich ADS. Manche ADSler sind eigentlich Autisten. Und manche haben sogar beide Diagnosen.

Es zeigt sich also sogar in der Realität, dass wir ein großes Problem mit den Autisten und ADSler bei der Diagnostik haben und einige Symptome/Aussagen passen nun mal für beide:

  • Das Interesse an "anderes (vorallem Dinge)" statt an Menschen. Bzw. lange mit einem Menschen zu diskutieren ohne die Geduld zu verlieren.
  • Hyperfokusierung
  • benötigter Rahmen/Sktruktur
  • Schwäche bei der Reizverarbeitung

Es gibt sogar Bücher darüber und am Ende hat man eben noch das "Autismus-Spektrum-Störung" erfunden, weil die Leute es langsam leid waren, alles von einander zu halten und ADS gesondert beschreiben können.

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o0Alea0o 19.03.2012, 14:07
@Emi0109

Allerdings finde ich gewagt ADS dem Autismus verwandt zu stellen.

Ich sehe gerade das ich nicht einmal gesagt habe, dass ADS mit dem Autismus verwandt sei.

"Der Tagesablauf eines AD(H)Slers ist sehr mit dem Tagesablauf eines Autisten verwandt." war meine Aussage.

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Bei Erwachsenen

gutefrage.net/frage/an-welchen-symptomen-erkennt-man-ads-bei-erwachsenenjugendlichen

Ansonsten ist das Verhalten bei Erwachsenen auch nicht so besonders anders, als bei Kinder/Jugendlichen - außer vielleicht dass Erwachsene ihre Defizite mit der Zeit ein wenig kompensiert haben: Siehe Wikipedia: de.wikipedia.org/wiki/Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivit%C3%A4tsst%C3%B...

Zu Stärken und Schwächen habe ich hier etwas zu geschrieben:

http://www.gutefrage.net/frage/was-sind-die-kognitiven-schwaechen-und-staerken-eines-autisten-und-adhs-ler


Bei Kindern:

Ist hier eine gute einfach gehaltende Liste von Symptomen:

dieschulbegleiter.de/Was-ist-ADS-AD-H-S-.html

Hier auf Seite 810 die Unterschiede zwischen ADS und ADHS:

devcogneuro.com/Publications/ADD.pdf

Ansonsten Wikipedia, Google usw.

Wer es etwas surrealer haben möchte:

tvtropes.org/pmwiki/pmwiki.php/Main/AttentionDeficitOohShiny

ads: verträumt, lebt in einer eigenen welt, unkonzentriert

adhs: nie still, immer in bewegung, macht andere leute wahnsinnig, auch unkonzentriert

diese "krankheit" hast du von geburt an und das sind ihre auswirkungen.

Die Ärzte streiten sich, ob es ADS überhaupt gibt. Wenn schon gibt es eine Konzentrationsstörung... Diese Kinder sind meistens sehr intelligent und nehmen sehr viel war.

o0Alea0o 18.03.2012, 21:13

Die Ärzte streiten sich, ob es ADS überhaupt gibt.

Seit wann? Der 1.Fall gab es schon im 18. Jahrhundert!

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