Gewaltlos

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Um jeden Preis? Das ist relativ. Man sollte Gewalt nicht unterstützen und selber nicht gewalttätig sein.

Gewalt zur Selbstverteidigung oder Verteidigung anderer dafuer gebe ich meine Zustimmung.

Es gibt das Sprachsystem, mit dem man eigentlich alles ohne Gewalt bewältigen sollte.

Der beste Film (echt krass) zu diesem Thema ist folgender Film: http://www.youtube.com/watch?v=Mh-2T5AuF7A

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@Chris192

ein messer kann sowohl verwendet werden um ein vornehmes mahl einzunehmen als auch um einem andern zu schaden. das liegt aber nicht am messer sondern an der person die dieses messer führt. anstelle von messer hätte ich absolut alles (z. B. Rose, schluck wasser oder ein blatt pappier) einsetzen können ohne damit denn sinn dieser aussage zu ändern - das gilt auch für die gewalt.

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Ich finde, Gewaltlosigkeit sollte Vorrang haben, aber in einigen extremsituationen ist es fraglich, ob die optimalsten Optionen wirklich gewaltlos sind. Stell dir vor, wenn die ganze Welt gewaltlos auf die Nazis reagiert hätten.

Der Krieg ist die Fortsetzung der Diplomatie mit anderen Mitteln.

Dieser Spruch wird gemeinhin Carl von Clausewitz zugeschrieben.

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umgangssprachlich übersetzt heißt das, wenn der handlungszwang sehr groß ist gleichzeitig aber die intelligenz nicht ausreicht um eine zufriedenstellende lösung finden zu können, erscheint immer, uberall und bei jedem die faust. von daher ist ein verzicht auf gewalt nicht realisierbar - unmöglich. das beschreibt die ursache der gewalt aber gleichzeitig auch die lösung. denn sowohl der hadlungszwang als auch die mangelhafte intellignenz kann eingebildet, (von dritten) inszeniert oder echt sein. somit muß gewaltsnwendung immer dann hingenommen werden wenn bei ausreichender intelligenz der handlungszwang nicht eingebildet und nicht inszeniert ist.

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wenn das verwirklich wurde sollten wir zufrieden sein.

Das erste, was in der Bibel nach der Vertreibung aus dem Paradies berichtet wird, ist die Gewalttat zwischen Kain und Abel. Gleich am Anfang also ein Mord. Und es ist nicht der einzige. Das Alte Testament ist voll von Gewalt. Teils verlangt Gott sie und zürnt, wenn z.B. bei der Überwältigung der Feinde nicht Frauen, Kinder und Vieh restlos erschlagen wurden. Gewalt ist auch dem NT nicht fremd. Nimm die zentrale Botschaft des Neuen Testaments: Die Erlösung durch den gewaltsamen Tod Jesu. Erniedrigung und Verspottung, Geißelung und dann einer der damals grausamsten Hinrichtungsarten. Soviel Gewalt also braucht der "liebende Gott", um versöhnt zu sein. Aber auch denen, die die Erlösung nicht glaubend annehmen, wird ewige Verdammnis angedroht. EWIGE - d.h. ohne Ende und Gnade. Das ist die "gewaltsame" Seite der Bibel.

Es gibt auch die andere. Die Forderung nach Liebe. Aber - wie sieht historisch die Praxis der Christen aus? Der katholischen wie der evangelischen. Hexenwahn, Verfolgung andersgläubiger bis aufs Blut. Ausrottung. Schau Dir die verrückten Katholiken in Nordirland an und genauso die protestantische Gegenseite - keine Gnade! Oder jetzt der verrückte Koranverbrenner in den USA, der sein Brandfeuer in die ganze Welt wirft - natürlich im Namen der Liebe.

Ich bin absolut für Gewaltlosigkeit wie auch Gandhi sie lebte. Er nannte sie Satyagraha, was wörtlich bedeutet an der Wahrheit festhalten. Im übertragenen Sinne ist die Kraft der Wahrheit (truth force) gemeint.
Quelle:http://de.wikipedia.org/wiki/Satyagraha