Genossenschaften im Mittelalter?

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3 Antworten

Im Mittelalter gab es sehr wohl genossenschaftlich organisierte Gemeinschaften, z. B. die Talgemeinschaft Fleimstal (Magnifica Comunità di Fiemme) in Tirol oder die Gemeinschaften der Sieben Gemeinden sowie der 13 Gemeinden in der Republik Venedig. In diesen Gemeinschaften hatte jeder Hausvater das gleiche Stimmrecht, die Vorsitzenden wurden von ihnen gewählt. Auch in der Schweiz gab es im Mittelalter zahlreiche genossenschaftlich organisierte Gemeinschaften. Davon ist vieles bis heute erhalten geblieben (Gemeinschaftsalmen, Gemeinschaftswälder, genossenschaftlich organisierte Nutzungsrechte. Auch die ausgedehnten Bewässerungssysteme (Waale) im westlichen Tirol (Vinschgau) waren rein genossenschaftlich organisiert und sind es bis heute. Allgemein hat die genossenschaftliche Organisation im Mittelalter ihren Schwerpunkt im Alpenraum gehabt.

Genossenschaftliche heißt, dass alle Mitglieder der Genossenschaft die gleichen Rechte und Pflichten haben. Auch derjenige, der das ganze leitet, also eine hierarchische Funktion ausübt, ist von allen gewählt und kann wieder abgewählt werden. Genossenschaftliche Organisation kann sich auf die Organisation ganzer Gemeinden, Gemeindebündnisse usw. erstrecken, oder nur auf die Zusammenarbeit bei bestimmten Aufgaben (Produktionsgenossenschaften, Bewässerungsgenossenschaften usw.)

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Eine Genossenschaft ist eine Gemeinschaft von gleichgestellten Menschen. Sie beraten sich in Zusammenkünften (so wie etwa in Gemeindeversammlungen), bei welchen alle die gleichen Rechte haben. Ein "Präsident" hat dabei nur administrativ, aber nicht inhaltlich größere Rechte als jeder andere.

In einer hierarchisch geordneten Gesellschaft gibt es z.B. einen "König", ihm untergeordnet eine Anzahl von Fürsten, die ihrerseits Herren über ihre "Untertanen" sind.

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Ich glaube im MA gab es nur hierarchische Systeme. Auch Klöster waren hierarchisch.

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