Gemeinsamkeiten/Unterschieden BDR und DDR?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Die Wirtschaft in der DDR war vom Staat gelenkt. Angeblich gehörte dem Volk alles. Nur hatte das Volk keinen Einfluß auf die Wirtschaft. Deshalb fehlte die Eigeninitiative, was Innovation bremste.

In der BRD war die soziale Marktwirtschaft eine freie Wirtschaft, die mit viel Eigeninitiative den schnellen Aufbau des zerstörten westlichen Teil Deutschlands zu einer der führenden Wirtschaftsnationen ermöglichte. Leider ist im Verlauf der Zeit das SOZIALE auf der Strecke geblieben. Wachstumsdenken, Verdrängungswettbewerb und Globaliseirung haben die einst von dem Minister "Wirtschaftswunder" Ehrhardt gut gedachte soziale Marktwirtschaft in eine brutale Marktwirtschaft verwandelt.

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Was müsste deiner Meinung nach getan werden, damit das Soziale an diesem System wieder kommt?

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@TigerPanzer

Das ist nicht so einfach zu beantworten. Das größte Übel sind nach meiner Meinung die Lobbyisten. Die Parteien haben sich in die Abhängigkeit dieser Lobbyisten begeben. Es regieren praktisch diese Lobbyisten. Dies ist aber nicht nur in Deutschland so, sondern in allen westlichen Demokratien. Ein typisches Beispiel. Der wohl mächtigste Mann auf dem Globus, Obama, wollte schärfere Waffengesetze auf den Weg bringen. Er ist an der Waffenlobby gescheitert. Die Waffenindustrie der USA ist eine der größten der Welt und der Exportindustrie. Die zu beschränken, wäre schädlich für das Land. Dies ist nur ein Beispiel, wie abhängig Maßnahmen in einzelnen Länder sind, wenn nicht alle mitspielen.

Als eine Maßnahme sähe ich das Verbot aller Parteispenden, um die Abhängigkeit der Parteien von den Lobbyisten einzuschränken und die Regierung wieder regierungsfähig zu machen. Aber, wie gesagt, das geht nur global.

Eine weitere Maßnahme wäre eine Regulierung der Ausuferung großer Einkommen. In der Industrie gibt es Tarifverträge, die so etwas regelt. Ein Meister verdient mehr als ein Arbeiter. Nur hört diese Regelung beim Meister auf. Warum kann der Staat nicht eine Regel schaffen, die die Vergütung der Manager und deren Boni an dem Einkommen der Arbeiter festmacht? Es könnte z.b. eine Regel geben, die das Einkommen der Manager nach dem untersten Lohn und der Anzahl der Beschäftigten berechnet. Dann würden die Manager wohl für einen guten untersten Lohn und viele Angestellte sorgen.

Dies sind Gedanken eines alten Mannes, der die Entwicklung der Nachkriegszeit elebt hat. Sie sind und werden eine Utopie bleiben, so lange dieGesellschaft auf Wachstum und Verdängungswetbewerb ausgerichtet ist. Es wird kaum möglich sein die Wegwerfgesellschaft mit der Gier nach Geld in ihrem Verhalten Richtung alter deutscher Tugenden umzukehren.

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Der Staat hat in der DDR massiv in die Wirtschaft eingegriffen. Bis auf vereinzelte Freischaffende, die kleine Unternehmen hatten, gab es keine Konzerne/Firmen etc. Alles unterlag dem Staat und der Bevölkerung an sich. Die Produktionsmittel waren in der Hand des Volkes. In der BRD herrscht Freie Marktwirtschaft, sodass jeder ein Unternehmen gründen kann und Leute einstellen kann. Das ist meiner Meinung nach totaler Schwachsinn. Hoffentlich bricht unser Kapitalismus bald zusammen.

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