gedischtsinterpertation? bitte helft mir...

4 Antworten

Du schreibst eine Einleitung, in der du den Titel, den Autor, das Entstehungsjahr nennst und 'ne kleine Inhaltsangabe machst. Dann kommst du mit einem Absatz zum Hauptteil, wo du auf alle Details des Gedichts eingehst. Müsstest auch noch auf 'n paar technische Einzeheiten eingehen (Art des Gedichts, welche Epoche und woran man das erkennt usw.). Außerdem bringst du im Hauptteil teilweise auch deine Meinung ein. Danach der Schlussteil, in dem du ein Fazit aufstellst und so deine Arbeit beendest. Und immer alles schön mit Zitaten untermauern und die Interpunktion nicht vergessen!! ;) So grob, würde ich sagen, geht es um flüchtige, nicht ernstgemeinte Liebschaften. Nicht ernstgemeint deshalb, weil man sie schnell beenden kann. Zitat: "Hat man genug von Weekendfahrt und Küssen, Läßt mans einander durch die Reichspost wissen. Per Stenographenschrift ein Wörtchen: "aus"! " Jetzt musst du halt noch auf die Einzelheiten eingehen, sagen, was dir so auffällt, z.B., dass man in dieser Großstadtliebe zwar intensive Gefühle hat, Zitat: "Man hat sich lieb und ahnt im Grau der Tage Das Leuchten froher Abendstunden schon." aber nicht wirklich liebt, es hört sich beinahe ausschließlich triebhaft an. Quasi jede Bekanntschaft in der Großstadt meistens nur eine Liebelei ist. Hoffe, dass hilft dir so'n bisschen. Viel Erfolg! ;)

Großstadtliebe

von mascha keleko

Man lernt sich irgendwo ganz flüchtig kennen

Und gibt sich irgendwann ein Rendezvous.

Ein Irgendwas, -`s nicht genau zu nennen -

Verführt dazu, sich gar nicht mehr zu trennen.

Beim zweiten Himbeereis sagt man sich "du".

Man hat sich lieb und ahnt im Grau der Tage

Das Leuchten froher Abendstunden schon.

Man teilt die Alltagssorgen und die Plage,

Man teilt die Freuden der Gehaltszulage,

. . . Das Übrige besorgt das Telephon.

Man trifft sich im Gewühl der Großstadtstraßen.

Zu Hause geht es nicht. Man wohnt möbliert.

  • Durch das Gewirr von Lärm und Autorasen,

  • Vorbei am Klatsch der Tanten und der Basen

Geht man zu zweien still und unberührt.

Man küßt sich dann und wann auf stillen Bänken,

  • Beziehungsweise auf dem Paddelboot.

Erotik muß auf Sonntag sich beschränken.

. . . Wer denkt dran, an später noch zu denken?

Man spricht konkret und wird nur selten rot.

Man schenkt sich keine Rosen und Narzissen,

Und schickt auch keinen Pagen sich ins Haus.

  • Hat man genug von Weekendfahrt und Küssen,

Läßt mans einander durch die Reichspost wissen.

Per Stenographenschrift ein Wörtchen: "aus"!

Rein technisch: 5 Strophen, Reimschema aller Strophen: a b a a b

Großstadtanonymität wird zunächst einmal durch das 'man' hergestellt. Es kommt keine wirkliche Intimität zustande, kein wirkliches aufeinander eingehen, kein persönliches Du. Eine Verlegenheitsliebe (Zeile 3,4), zwei Solopersonen die ihr Solosein irgendwie teilen und sich zum Schluss genau so unpersönlich trennen. Niemand gibt wirklich etwas von sich. Kommunikationswege des Unpersönlichen, das Telefon, die Reichspost, sind Symbole dieser unpersönlichen Einlassung im verwirrenden Lärm. Diese Großstadtliebe hat nichts Haftendes, 'man trifft sich irgendwo' und 'flüchtig' - sowohl das 'irgendwo' wie das 'flüchtig' wird in weiteren Strophen näher beschrieben. Nie ist etwas ganz persönliches dabei - nicht mal in der Kommunikation: 'Man spricht konkret und wird nur selten rot.' Die Überschrift zum Gedicht könnte auch lauten: Großstadt - einsam zu zwein. Übrigens, das mit dem Paddelboot könnte z.B. in Frankfurt spielen, im Palmengarten. Da geht man als Paar hin, da fährt man Boot zu zweit, man küsst sich - das der Close up, und jetzt Weitwinkel - rings um küssen sich auch zehn andere Paare, es ist also keine wirkliche Zweisamkeit. Auch 'man wohnt möbliert' unterstreicht die ganze Atmosphäre des Unpersönlichen, denn nicht nur dass jeder in seiner Wohnung lebt, 'möbliert' bedeutet, dass da nicht mal eine persönlich ein gerichtete Wohnung existiert, die Wohnung ist fremdeingerichtet, funktional wahrscheinlich. Und das ist auch ein weiter in den Bildern zu identifizierendes Merkmal: Die Großstadtliebenden haben keine wirkliche, eigene Persönlichkeit. Sie sind funktionierende, eingepasste. Außengesteuerte, die sich aus der Außensteuerung nicht wirklich lösen können. Wenn 'Großstadt' für unsere Gesellschaft steht, dann ist das Gedicht eine Anklage gegen die fortschreitende Anonymisierung, Funktionalisierung, die es unmöglich macht, weder zu sich selbst zu kommen und auch nicht zu einer wirklichen Zweisamkeit. Usw., usw..

Der Autorenname ist schon falsch...

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Hey, Und zwar schreibe ich morgen eine Gedichtinterpretation eines aus der Epoche des Barocks stammenden Gedichts. Nun war ich der Stilmittel allen kundig (Akkumulation, Pleonasmus,.. Usw) jedoch ist mir aufgefallen, indem ich ein Bildungswerk gekauft habe, dass es noch soetwas wie eine Allegorie gibt, was nicht jedoch sehr an eine Metapher erinnert :D was ist der Unterschied?

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Hilfe bei gedichts analyse! Bitte schnell nur auf Inhalt achten

Die Zitat könnt ihr jetzt nicht nachvollziehen. Bitte nur auf Hinhalt achten.

Das Gedicht “Großstadtliebe“, dass zur Gattung der Liebeslyrik gehört, wurde 1933 von Mascha Kaléko veröffentlicht. Es geht um 2 Personen, die sich in der Stadt über den Weg laufen und sich Sympathisch finden. Schließlich am Ende des Gedichts trennen sich die Personen. In dem Gedicht geht es darum, dass durch die Sympathie die im ersten treffen entstanden ist sich kurzfristig ein Flirt bei Rendezvous entsteht. Beide Personen versuchen sich schließlich per Telefon den Kontakt zueinander zu erhalten und teilen sich die sorgen mit. Eine Zuneigung zwischen den Personen ist vorhanden, doch diese Zuneigung geht in der Großstadt unter. In stillen Gegenden küssen sie sich und lassen der Erotik ihren Lauf. Man könnte denken, die beiden habe eine heimliche Affäre, denn am Ende wollen sie nichts mehr voneinander wissen. Schließlich Endet das Gedicht damit, dass sie sich durch die Reichspost per Stenograpfenschrift das Wörtchen „aus“ schicken. Das Gedicht hat 5 Strophen á 5 Verse. Das Reimschema ist abaab. Daraus lässt sich erkennen, dass dort ein Umarmender Reim vorhanden ist. Das Metrum ist Jambus. Dies wirkt Monoton und Langweilig. Dies passt zu der Epoche in der das Gedicht verfasst wurde. Diese Epoche nennt man neue Sachlichkeit. In dem Gedicht sind sehr viele Metaphern enthalten. Z.B. „Man spricht Konkret und wird nur selten rot“. (s. V. 20). Dies wirkt wieder Sachlich was zur Epoche zutrifft. Ebenfalls ist im Gedicht auch eine Anapher enthalten. Das Wörtchen „Man“ in V. 1, 6, 8, 9, 11, 16, 20, 21. Dies bewirkt eine gewisse Anonymität. Außerdem wirkt dies Neutral. Beim lesen des Gedichts fällt das Wort Stenographen Schrift auf. Wenn man die Bedeutung kennt, kann man das in der heutigen Zeit mit SMS vergleichen. Das Wort wirkt auf die Handlung streng, Sachlich und Langweilig. In dem Gedicht sind Fremdsprachen enthalten. „Man lernt sich irgendwo ganz flüchtig kennen Und gibt sich irgendwann ein Rendezvous.“ (s. V. 1-2). „Man hat genug von Weekendfahrt und Küssen, […].“ (s. V. 23). Daran erkennt man, dass die Autorin Weltoffen ist. Ebenfalls sind in dem Gedicht Wortneuschöpfungen. “Weekendfahrt“ (s. Zitat oben). Die Sachlichkeit kommt durch die Kurzen Sätze ebenfalls zum Vorschein, dass dann wieder zur Epoche passt. Das Lyrische ich ist allwissen und neutral. Die Überschrift „Großstadtliebe“ beschreibt den Inhalt des Gedichts sehr passend. In einer Großstadt leben viele Menschen auf engstem Raum anonym zusammen. Das Leben ist schnell, chaotisch und stürmisch. So ist auch die Beziehung des Paares zu sehen; äußerst kurzlebig, eine flüchtige Bekanntschaft aus der Laune heraus, aber ebenso schnell wieder beendet. Discoflirts, One-Night-Stands, Internetbekanntschaften –dies sind nur ein paar Beispiele aus unserer Zeit. Mascha Kaléko greift genau diese Problematik einer solchen anonymen, oberflächlichen Liebesbeziehung auf.

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