Fische für 250 Liter Teich?

2 Antworten

Das Hauptproblem bei so kleinen Teichen ist, dass sie nicht winterfest sind, weil sie zu flach sind. In einem strengen Winter kann es schnell passieren, dass unten zu wenig flüssiges Wasser bleibt, um die Fische überleben zu lassen. Das kann man umgehen, indem man eine Art Frühbeetkasten darüber baut, der die Auskühlung stark bremst und durch seinen Treibhauseffekt jeden Sonnenstrahl in Wärme umsetzt. Als einfaches Pultdach mit Seitenteilen ist sowas unkompliziert zu bauen. Man muss auf ausreichende Dachneigung achten, falls es mal schneit. Außerdem muss es leicht demontierbar und sturmfest sein.

Einheimische, kleine Fische, die mit solchen Teichen gut zurechtkommen, sind die Moderlieschen. Man muss nur beachten, dass die Preise für Nachzuchten echt extrem stark schwanken. Naturentnahme verbietet sich vollständig aufgrund der gefährdeten Bestände! Auf den ersten Blick wirken sie unscheinbar, aber in der Sonne glänzen sie so hell silbern wie kaum ein anderer Fisch. Wenn sie sich vermehren sollen, brauchen sie senkrecht stehenden Halme im Wasser, an denen sie ihre Eier ablegen. Sie ernähren sich von Insektenlarven und ins Wasser gefallenen Insekten und trauen sich auch ins Flachwasser, so gibt es garantiert keine Mückenplage. Außerdem sind sie leicht an Flockenfutter und Frostfutter zu gewöhnen.

Man kann auch versuchen, an winterharte Medakas zu kommen. Da muss man aber unbedingt mit den Züchtern reden, was sie für Erfahrungen haben. Inzwischen lassen die wenigsten ihre Medakas im Winter draußen und selektieren nur auf Farbe. Durch diese Zuchtauswahl leidet die Winterhärte. Ein Naturstamm aus der Mitte oder dem Norden Japans ist definitiv winterhart, aber halt auch nur leicht bläulich silbern.

Für Schnellschwimmer wie Regenbogenelritzen oder ähnliche Arten aus Nordamerika wäre mit der Teich zu klein.

Vielen Dank für die ausführliche Antwort, hab einen Beitrag in einem Gartenblog gelesen, wo eine Dame zwei schleierschwänze in einen kleineren Teich gehalten haben. Würden diese sich wohl fühlen?

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Da der Teich so klein ist und im Winter durchfriert eignet er sich eh nur für die Sommerhaltung. Also brauchst du auch ein Aquarium für den Winter. Dh. du kannst auch tropische Aquarienfische über die warmen Monate darin halten, diese werden draußen dann richtig groß und kräftig und vermehren sich gut. Ich würde in Richtung Lebendgebärende gehen, vlt ne Gruppe Schwertträger, dann brauchst du aber auch nen Filter. Wenn du möglichst ohne Technik arbeiten willst kann ich Heterandria formosa empfehlen. Dann würde ich den Teich aber sehr dich bepflanzen und schauen dass er nicht den ganzen Tag komplett in der prallen Sonne steht. Sonst gehen eigentlich immer Spitzschlammschnecken, die findest du in jedem Bach oder Tümpel.

Ich hab den Teich seit ca 4 Jahren und der hatte seitdem nichtmal die erste Schickt gefroren. Ich verstehe das Problem, aber ist es nicht relativ unwahrscheinlich, dass es je wieder so einen starken Winter gibt? Ansonsten sprach die Verkäuferin von Heizstäben?

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@Mrsminimi

Regel Nr. 1: Glaub der Verkäuferin im Zooladen nicht, die will nur so viel es geht verkaufen.

Naja ich würde es nicht drauf anlegen, irgendwann wird es schon wieder richtig kalt, und wenn es nur für paar Tage ist..

Und ein 200l Becken ist ja jetzt nicht soo groß, wäre glaub ich echt nicht doof so eins als Backup für den Winter zu haben. Mit Heizstäben würde ich draußen garnicht arbeiten, da heizt man sich ja im Winter dumm und dämlich..

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