Fahrradrahmen austauschen

6 Antworten

Fürs erste wird das Gewicht des Rahmens überbewertet. Unter Umständen ist ein etwas schwerer aber steiferer Rahmen effizienter. Profis fahren oft schwerere Rahmen als Amateure. Am meisten macht der Unterschied aber bei Beschleunigung zB bei einem Endspurt etwas aus. Viel wichtiger ist dass die Geometrie stimmt, das alles zu deinem Körper passt. Mit richtigen Einstellungen und anpassungen kannst 10 mal soviel holen als durch Gewicht.

Nun zum Rahmentausch: Die Gabel ist ein Teil der zum Rahmen passen sollte, du kannst nicht jede Gabel in jeden Rahmen schieben. Abgesehen dass eine zB Carbongabel in einem Alu Rahmen komisch wirkt muss die Länge des Steuerrohres zur Länge der Aufnahme im Rahmen passen. Die Lager der Steuerung müssen zu Rahmen und Gabel passen. Man braucht unter Umständen teure Reibahlen um den Sitz der Lager anzupassen und das darf keine Wurfpassung sein. Eigenes Werzeug zum einstellen der Steuerung ist notwendig. Nicht immer passen die Tretlager eines Rahmens auf den anderen Rahmen und man braucht dazu auch ein Spezialwerkzeug. Die Öffnung der Ausfallenden müssen in der Breite zum Hinterrad samt Zahnrad kassette passen. Kann min nicht einfach hinbiegen. Sattelstützrohr ist sicher auch ein anderes notwendig. Alles Werkzeug das du brauchst um einen Rahmen zu wechseln ist sehr teuer und ist nur sinnvoll wenn du das öfter machst. Außerdem sollte schon sehr viel Erfahrung und Gefühl vorhanden sein. Stellst du zB die Steuerung zu streng ein dann drücken sich die Kugeln in die Lagerschalen hinein und du bekommst so eine Art Rasterung, (da geht dann kein freihändig fahren mehr) Stellst du Steuerung zu locker ein dan bekommen die Kugeln bei gröberen Unebenheiten auch Schläge die die Schalen deformieren, außerdem ist das Fahrverhalten sehr unruhig. Auch das Tretlager gehört meist so fein eingestellt. Antworten für Bowdenzge usw hast eh schon

Es braucht einige Spezialwerkzeuge und Kenntnis. Viele Dinge (Steuersatz, Tretlager) kannst Du nur mit äußerster Sorgfalt ausbauen, sonst killst Du das Projekt. Dann wiederum müssen Bremsen, Gangschaltung und andere Teile sorgfältig eingestellt werden, damit sie richtig funktionieren. Auch Anpassungen (Bowdenzüge, Kette...) sind notwendig.

Es gibt einige Bücher über die Selbsthilfe bei der Fahrradreparatur. So was wäre eine vernünftige Grundlage, damit Du entscheiden kannst, ob Du es schaffst und auch das passende Werkzeug kaufen willst.

Ansonsten macht ein neuer Rahmen auch kein Leichtgewicht. Ein nackter Stahlrahmen ist auch nicht besonders schwer. Es ist eigentlich eher der Rest vom Bike. Wahrscheinlich fehlen viele weitere Teile aus Alu, um später einen Erfolg für die ganze Arbeit zu sehen.

Ein kompletter Aufbau erfordert richtig gute Mechanikerkenntnis, gutes Werkzeug und einen ruhigen Platz.

Wahrscheinlich machst du soviel beim Abbau kaputt, daß du nachher nur noch zwei Schrottteile hast.

Ein Alurahmen ist nicht per se leichter als ein Stahlrahmen. Alu hat zwar ein geringeres spezifisches Gewicht (Masse pro Volumen) als Stahl. Stahl ist aber um einiges fester. Um also einen Alurahmen gleicher Festigkeit zu produzieren, benötigt mehr Material. Damit ist der Gewichtsvorteil dahin. Man muss also den Alurahmen auch entsprechend bauen, sprich große Rohrdurchmesser mit geringen Wandstärken. Baut man einen Stahlrahmen mit großem Durchmesser und dünnwandigen Rohren, wird der wieder leichter.

Du siehst, dass die Rechnung nicht wirklich leicht ist. CaptainSpoke schrieb schon, dass der Rahmen nur ein kleiner Baustein ist. Baust Du jetzt die alten schweren Komponenten an den neuen Rahmen, hast Du nicht wirklich viel gewonnen.

Worauf du Achten musst, ist dass die Rahmengröße passt(für deine Schrittlänge), Tretlager, Sattelstützenrohr und Steurrohr die richtigen Durchmesser haben, du deine Reifen reinbauen kannst, ob der Rahmen mit Canti/Schreibenbremsenaufnahmen versehen ist.... etc....

Auch wenn der Stahlrahmen schwerer ist, stellt sich die Frage ob sich wirklich Verbesserung hier einstellt... da das größte Potential zur Verbesserung fast immer beim Fahrer liegt.

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