Deutsches Schulsystem, wie findet ihr es?

Das Ergebnis basiert auf 25 Abstimmungen

ungenügend 56%
mangelhaft 24%
keine angaben 4%
ausreichend 4%
befriedigend 4%
gut 4%
sehr gut 4%

12 Antworten

mangelhaft

Zunächst verstehe ich absolut nicht,warum Bildung unter Länderhoheit steht.Wenn ich natürlich die Bildungsminister darüber abstimmen lasse,ob sie sich selber gnädigerweise abschaffen wollen,ist das Ergebnis schon vorher klar.Das schöne Geld,welches da in die vielen Bildungsministerien fließt.Warum soll ein Bundesministerium nicht ausreichen ?Warum gibt es keine einheitlichen Lehrpläne.Kaum ein Lehrbuch entspricht den Lehrplänen eines Bundeslandes.Das Ergebnis ,Lehrer stückeln sich ihr Anschauungsmaterial u.ä.aus einer ganzen Sammlung von Lehrbüchern der verschiedensten Verlage zusammen und die füllen dann als Arbeitsblätter die Hefter der Schüler.Ein zentraler Lehrplan,wie er in vielen Ländern funktioniert,würde vieles vereinfachen im Sinne der Schüler.Die frühe Auslese der Schüler in die verschiedenen Schulformen ist eine Katastrophe für viele Kinder.Ich habe erlebt,wie Schüler in der 8.Klasse am Gymnasium keinen ordententlichen Satz schreiben konnten,ja nicht einmal hörten,dass etwas vom Satzbau nicht stimmt.Wie kommt dieser Schüler bei auch ansonsten nur ausreichenden Leistungen bis in diese Klassenstufe.Antwort der Fachlehrer:"Es können ja nicht immer so viele Schüler die Klasse wiederholen."Also werden sie mitgeschleppt,was weder für das betreffende Kind,noch für die Klasse gut ist.Am Gymnasium leiden die Schüler leise.Schon in der 5.Klasse werden die Ängste der Eltern auf die Kinder weitergegeben."Ich muss es unbedingt schaffen,damit ich nicht arbeitslos werde und auf der Straße lande."Das düarf doch nicht die Gedankenwelt eines Elfjährigen sein.Die sollten sich nach der Schule noch austoben können.Die anderen,die übrig bleiben,erleben in diesem Alter die erste Minderwertigkeit,von zerbrechenden sozialen Kontakten ganz zu schweigen.Vor allem aber erleben diese Schüler nicht mehr von den anderen,lernen lohnt sich.Man muss lernen,erleben sie nicht mehr,denn die Lernenden sind meistens weg."Wer lernt denn heute noch.Na gut ,der eine und der ist mit seinen befriedigenden Leistungen der Streber."Viele mit guten Möglichkeiten bleiben so auf der Strecke.Mir tut das oft weh,das zu sehen.Dabei gibt es richtig gute Ansätze in unserem Land.Aber davon werden einfach zu wenig umgesetzt- "Das war schon immer so","Ganz schön,aber leider kein Geld"-Wie wäre es mit der Abschaffung förderativen Bildungspolitik?

Ich sehe das genauso , du hast absolut recht ! Ich besuche ein Gymnasium , und bereits in der 5 Klasse habe ich den Druck gespürt . So nach dem Motto : Wenn ich keine 1 schreibe lande ich auf der Straße. Ich finde, Noten sagen nicht immer alles über die Leistungen aus .

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ungenügend

Die kreativsten und intelligentesten Schüler werden in diesem Schulsystem zu ahnungslosen, nichtshinterfragenden Robotern erzogen, die völlig veraltetes, irrelevantes lückenhaftes Wissen auf Abruf haben und davon nichts logisch nachvollziehen können... Ich dachte immer, wir haben Bücher, Google, Wikipedia und Co. um Wissen aufzubewahren und die Menschen sollen lernen, wie man dieses Wissen nutzt und erweitert... Das komplette System und die Art der Wissensvermittlung ist das Problem, und da helfen auch Tablets, Smartboards etc. mit Internetzugang nicht, wenn wir das Internet nicht als Hilfsmittel nutzen können.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung
ungenügend

Ich denke, das deutsche Schulsystem ist veraltet und dringend Reformbedürftig. Das Drei-Klassen-System von Hauptschule, Realschule und Gymnasium sorgt für eine Trennung der Jugend in drei Schichten, wobei die unteren durch weniger berufliche Möglichkeiten deutlich benachteiligt werden. Die Unterschiede im Anspruch und im Niveau zwischen den Bundesländern sind gravierend, am Ende zählt jedoch alles gleich. Der Fremdsprachenunterricht muss verbessert werden, auch in Anbetracht einer vernetzteren Welt. Ich als Gymnasiast habe 13 Schulfächer, die mir zwar eine immense Allgemeinbildung vermitteln, jedoch zu einem großen Teil zu anspruchsvoll sind. Während man in anderen Ländern weniger Fächer hat und in diesen eine Schwierigkeitsstufe (zB: Mathematik- normale Schwierigkeit) wählen kann, ist der Lehrplan und sein Inhalt fest vorbestimmt und vollkommen überlastet, besonders durch das achtjährige Gymnasium G8. Fächer wie Latein und Alt-Griechisch (humanistisches Gymnasium) sollten abgeschafft werden, sie bieten zwar eine Fülle an Informationen über die Frühzeit, das stupide auswendiglernen von Vokabeln und Grammatik ist jedoch zeitraubend, mühselig und unnötig. In dieser Zeit könnte man auch eine moderne Fremdsprache erlernen, was einem mehr nützt. Auch ist der durchgängige Frontalunterricht ineffektiv, vielmehr sollten Gruppenarbeiten und selbstständige Arbeiten gefördert werden. Ich bitte die zuständigen Institutionen inständig um eine Reform des deutschen Schulsystems: Gesamtschulen, G9, weniger Fächer und stattdessen fächerübergreifende Inhalte, verschiedene Schwierigkeitsstufen, Schulsystem auf Bundesebene, Fokus auf Fremdsprachen. Die Teilung nach der Grundschule ist nicht gerechtfertigt, sie basiert auf einer Note, die nichts über das Potential des Schülers aussagt!

Latein, ist die wichtigste Sprache. Arzt, etc. Französisch zu lernen ist viel mühseliger als leiten!

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